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Project Helix: Microsoft bestätigt AMD-Chip für nächste Konsole

21.06.2026 - 21:47:05 | boerse-global.de

AMD verschiebt RDNA-5-Grafikkarten auf 2027. Der KI-Boom und strategische Neuausrichtung verlangsamen die Entwicklung für Spieler.

AMD setzt auf lange Entwicklung: RDNA 5 kommt 2027
Project - A close-up of a futuristic, glowing circuit board with a central chip labeled 'RDNA 5', symbolizing next-gen GPU technology. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die RDNA-5-Architektur soll erst 2027 auf den Markt kommen – das wäre der längste Abstand zwischen zwei Generationen in der Geschichte der Serie. Grund dafür ist die strategische Neuausrichtung des Unternehmens: AMD priorisiert derzeit massiv den Bau von KI-Beschleunigern für Rechenzentren.

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KI-Fokus bremst die Grafikkarten-Entwicklung

Erste Desktop-GPUs auf Basis der RDNA-5-Architektur werden voraussichtlich Mitte 2027 an die Hersteller ausgeliefert. Branchenbeobachter sehen darin einen cleveren Schachzug: AMD könnte damit vor der Konkurrenz auf dem Markt sein, falls andere Hersteller ihre nächste Generation später bringen.

Zwei Faktoren treiben die verlängerte Entwicklungszeit: Zum einen arbeitet AMD intensiv an der Integration dedizierter KI-Funktionen direkt im Silizium. Zum anderen lenkt das Unternehmen einen Großteil seiner Produktionskapazitäten bei TSMC in die Fertigung der Instinct-KI-Beschleuniger – ein Geschäftsfeld, das derzeit boomt. Die Folge: Aktuelle RDNA-3- und die überarbeiteten RDNA-3.5-Produkte werden länger das Angebot für Spieler dominieren als ursprünglich geplant.

Nächste Konsolen-Generation setzt auf RDNA 5

Die RDNA-5-Architektur wird auch das Herz der nächsten Spielkonsolen bilden. Microsoft bestätigte bereits auf der GDC 2026, dass das kommende Projekt „Project Helix" auf einem maßgeschneiderten AMD-Chip mit RDNA-5-Technologie basiert. Die neue Hardware soll vor allem bei Raytracing und Pfadverfolgung deutlich zulegen.

Microsoft plant, erste Alpha-Versionen von Project Helix ab 2027 an Entwickler auszuliefern. Das Projekt zielt zudem auf eine engere Verzahnung von Konsolen- und Windows-Ökosystem ab – inklusive eines speziellen Modus für PC-Spiele.

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Parallel arbeitet AMD mit Sony an der Technologie-Suite „Project Amethyst". Dazu gehören Neural Arrays, Radiance Cores und universelle Komprimierungsverfahren. Allerdings deuten Berichte aus dem Frühjahr 2026 darauf hin, dass sich der Start der PlayStation 6 bis 2028 oder 2029 verzögern könnte. Grund dafür sind steigende Komponentenkosten und eine weltweite RAM-Knappheit. Gerüchten zufolge könnte Sony den Arbeitsspeicher von geplanten 30 auf 24 Gigabyte reduzieren.

FSR Diamond und neue Komprimierungstechnik

Für die RDNA-5-Ära entwickelt AMD eine neue Software-Suite namens FSR Diamond. Die KI-basierte Lösung soll Upscaling und Frame-Generierung übernehmen – ein Bereich, in dem AMD mit Nvidias DLSS konkurrieren muss.

Auf der Hardware-Seite hat AMD die DGF SuperCompression (DGFS) vorgestellt. Erste Tests zeigen, dass die Technologie den Speicherbedarf für Geometriedaten um bis zu 30 Prozent senken kann – ein deutlicher Fortschritt gegenüber aktuellen Standards. DGFS kann Millionen von Dreiecken in Sekundenbruchteilen auf aktuellen Ryzen-Prozessoren dekodieren und ist als direkte Alternative zu konkurrierenden Geometrie-Verfahren konzipiert.

Weitere Meilensteine auf AMDs Roadmap

Neben den Grafikkarten hat AMD noch weitere Projekte in der Pipeline:

  • Steam Machine (Sommer 2026): Ein neues Handheld- oder Konsolen-Gerät mit einem maßgeschneiderten AMD Zen 4 und RDNA 3. Vorbestellungen für eine limitierte Auflage von 20.000 Einheiten starten am 30. Juni 2026.
  • KI-Infrastruktur (2026): Auf der CES 2026 präsentierte AMD die Helios-Plattform – ein flüssigkeitsgekühltes Rack-System mit Instinct MI455X GPUs und EPYC CPUs für Exascale-Computing.
  • Zen 7 CPUs (2028): Für 2028 sind die Zen-7-Prozessoren mit dem Codenamen „Grimlock" geplant. Sie sollen auf 1,4-Nanometer-Technologie und fortschrittlichen Packaging-Methoden basieren – ein klares Signal an den High-End-KI-Markt.
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