Prävention, Initiativen

Prävention für Ältere: Über 60% bewegen sich zu wenig

12.06.2026 - 07:54:39 | boerse-global.de

Neue Initiativen fördern gezielte Prävention für Musiker, Pflegebedürftige und ältere Menschen. Die Politik unterstützt den Wandel.

Gesundheitsbranche: Maßgeschneiderte Bewegungsprogramme für Berufe und Senioren
Prävention - Nahaufnahme der Hände eines Physiotherapeuten, der manuelle Therapie am Rücken eines Patienten durchführt, mit Fokus auf Muskeln und Skelett. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Juni 2026 zeigen mehrere Initiativen, wie Prävention für spezifische Berufsgruppen und Altersklassen aussehen kann.

Forschung für gesunde Musiker

Die Hochschule Osnabrück untersucht Muskel-Skelett-Erkrankungen bei professionellen Musikern. Gemeinsam mit dem Berufsverband UNISONO läuft das Projekt PA.H|LIFETIME.ai. Ziel ist eine spezialisierte „Performing Arts Physiotherapy“ – also Physiotherapie, die auf die besonderen Belastungen beim Instrumentenspiel eingeht.

Anzeige: Über 60 Prozent der über 65-Jährigen bewegen sich zu wenig – das belegt das Robert Koch-Institut. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat deshalb kostenlose Arbeitsmaterialien mit 30 erprobten Interventionen veröffentlicht. Sichern Sie sich jetzt das Otago-Übungsprogramm und das Mobilitätstraining für Rollstuhl und Rollator. Kostenlose Präventionsmaterialien anfordern

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Initiative. Partner sind unter anderem die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) und die University of Sydney. Mitte Juni zeigt ein Exponat die körperlichen Anforderungen und präventiven Maßnahmen auf der Ausstellung „MS Wissenschaft“ in Potsdam.

Bewegung in der Pflege

Über 60 Prozent der über 65-Jährigen bewegen sich zu wenig. Das hat das Robert Koch-Institut (RKI) erhoben. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat deshalb kostenlose Arbeitsmaterialien veröffentlicht. Sie enthalten 30 wissenschaftlich erprobte Interventionen für die Langzeitpflege.

Empfohlen werden unter anderem das Otago-Übungsprogramm und die MAKS-Therapie. Beide zielen darauf ab, die Mobilität pflegebedürftiger Menschen zu fördern und ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Ergänzend bietet die ÜSTRA in der Region Hannover Mitte Juni spezielle Mobilitätstrainings an. Sie helfen Menschen mit Rollstühlen oder Rollatoren, sicher mit öffentlichen Verkehrsmitteln umzugehen.

Ganzheitliche Angebote vor Ort

In Osnabrück findet Mitte Juni ein „Ecstatic Dance“-Event statt. Das alkohol- und drogenfreie Format setzt auf bewusste Körperwahrnehmung und Bewegung. In Mannheim laufen vom 18. bis 20. Juni die Aktionstage „UNTERstadt wird OBERfit“. Sie bieten Module zu Bewegung, Ernährung und Achtsamkeit.

Auch traditionelles Wissen kommt zum Einsatz: Am 13. Juni vermittelt eine Veranstaltung auf der Heuneburg Wissen über Heilpflanzen. Das Spektrum präventiver Ansätze wird damit um naturheilkundliche Methoden erweitert.

Anzeige: Sturzrisiko bei Pflegebedürftigen vermeiden: Mit dem Otago-Übungsprogramm und der MAKS-Therapie fördern Sie die Mobilität Ihrer Angehörigen. Die ÜSTRA bietet zudem spezielle Mobilitätstrainings für Rollstuhl und Rollator. Alle Materialien sind kostenlos und wissenschaftlich erprobt. Jetzt kostenloses Übungsprogramm sichern

Politik schafft Rahmenbedingungen

Die 99. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat im Juni unter Vorsitz von Dr. Andreas Philippi getagt. Die Fachminister beschlossen den Abbau bürokratischer Hürden und die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens. Im Fokus standen die Entlastung von Arztpraxen und die Weiterentwicklung der Primärversorgung.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken nahm als Gast teil. Diskutiert wurden die Einführung eines elektronischen Impfpasses und verstärkte Präventionsmaßnahmen. Die nächste Konferenz ist für Juni 2027 in Hessen geplant.

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