Prävention, Hochschulen

Prävention an Hochschulen: 2,55 Millionen für psychische Gesundheit

11.06.2026 - 09:12:33 | boerse-global.de

Hochschulen, Volkshochschulen und Ärzte bauen präventive Angebote aus. Ein 2,55-Millionen-Projekt stärkt die Resilienz von Studierenden.

Prävention und Versorgung: Neue Projekte für psychische Gesundheit
Prävention - Eine ruhige Person praktiziert Qigong bei Sonnenaufgang, symbolisierend Achtsamkeit und Gesundheitsförderung. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während die Politik über neue Gesetze diskutiert, setzen Hochschulen, Volkshochschulen und Ärzte längst auf konkrete Angebote – von Qigong-Kursen bis zu spezialisierten Diabetes-Praxen.

Resilienz für Studierende: 2,55 Millionen für psychische Gesundheit

Die Hochschule Hannover (HsH) startet am 1. Juli 2026 das Verbundprojekt „Resilient@Campus“. Ziel: eine Toolbox, die die psychische Widerstandsfähigkeit von Studierenden stärkt. Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert das Projekt mit 2,55 Millionen Euro. Bis Juni 2030 arbeiten HsH, FH Münster und HNE Eberswalde gemeinsam daran.

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Parallel zur Forschung spezialisiert sich die ambulante Versorgung. Das MVZ Bersenbrück erweitert sein Angebot um eine Diabetespraxis inklusive Disease-Management-Programmen. Der Hintergrund: Im Landkreis Osnabrück fehlen Hausärzte, und lokale Klinikträger stehen vor strukturellen Veränderungen.

Achtsamkeit in der Praxis: Wandern, Qigong und Yoga

Regionale Anbieter setzen auf Entspannung und Bewegung. Das Angebot ist breit gefächert:

  • Meditative Pilgerwanderungen: Am 20. Juni 2026 führt Peter Michael Lupp eine 15 Kilometer lange Wanderung im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau an. Ziel ist die meditative Einkehr.
  • Qigong und Yoga: In Bad Vilbel starteten im Frühjahr 2026 Qigong-Kurse für Anfänger unter der Leitung von Britta Müller. Zentren in Karben bieten spezialisierte Yoga-Nidra-Kurse zur Burnout-Prävention sowie postnatale Angebote wie „Mama Balance“ an, die Beckenbodenarbeit mit Yoga verbinden.
  • Kreative Prävention: „Kunst auf Rezept“ heißt es Mitte Juni 2026 im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden. Dorothee Wengenroth lädt zum achtsamen Zeichnen ein.

Auch für Senioren gibt es neue Formate. In Neubrandenburg starteten im Juni 2026 Tanzgruppen, die ohne Vorkenntnisse die physische Mobilität fördern sollen.

Politische Forderungen: ÖDP will Prävention stärker gewichten

Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover (10. bis 11. Juni 2026) fordert die ÖDP eine grundlegende Reform. Konkret verlangt die Partei eine Ausweitung des Einzahlerkreises in die Sozialversicherung und eine stärkere Förderung der Prävention. Ziel: der Kommerzialisierung des Gesundheitswesens entgegenzuwirken.

Volkshochschulen passen sich an: Von Hypnose bis Fitness im Park

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Die VHS Emsdetten/Greven/Saerbeck veröffentlicht Ende Juni 2026 ihr Herbstprogramm. Neben Fremdsprachen stehen systemisches Denken und Hypnose auf dem Lehrplan. In Wendelstein kooperiert die lokale VHS mit der Marktgemeinde: Bis Ende Juli 2026 gibt es wöchentlich kostenfreie Fitness-Trainings im öffentlichen Raum. Der Trend zu barrierefreien Gesundheitsangeboten setzt sich damit fort.

Notfallvorsorge: ASB schult für Krisenszenarien

Der ASB-Regionalverband Leine-Weser führt Mitte Juni 2026 Schulungen zur privaten Vorsorge durch. Themen: Unwetter, Stromausfälle und die richtige Bestückung der Hausapotheke. Praktische Hilfsmittel wie Kurbelradios werden ebenfalls besprochen.

de | wissenschaft | 69519151 |