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Präsentationen: Microsoft, Google und Adobe rüsten KI-Tools massiv auf

22.06.2026 - 23:54:48 | boerse-global.de

Microsoft, Anthropic und spezialisierte Anbieter treiben KI-gestützte Präsentationserstellung mit 3D-Features und Bildgenerierung voran.

KI-Revolution in Präsentationen: Neue Tools von Microsoft und Startups
Präsentationen - A glowing, stylized 3D brain icon with circuit patterns on a digital tablet screen, representing AI and 3D graphics in presentations. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Führende Softwareanbieter und spezialisierte Startups integrieren generative KI und 3D-Modellierung direkt in die Arbeitsabläufe – ein Trend, der am heutigen Montag mit mehreren Ankündigungen neue Dynamik gewinnt.

Microsoft setzt auf KI-gestützte Bildgenerierung

Microsoft hat heute die allgemeine Verfügbarkeit von Copilot Cowork bekannt gegeben und neue Bildfunktionen für PowerPoint vorgestellt. Der Copilot-Edit-Modus nutzt nun das Flux.2 Flex-Modell zur Bilderzeugung. Besonders praktisch: Nutzer können transparente Icons in individuellen Farben erstellen – inklusive Hintergrund- und Farbcode-Vorgaben.

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„Das ist ein Quantensprung für die visuelle Gestaltung von Folien“, kommentieren Analysten die Entwicklung. Statt auf vorgefertigte Cliparts zurückzugreifen, lassen sich maßgeschneiderte Grafiken direkt im Präsentationsprogramm generieren.

3D-Workflows ohne Spezialhardware

Am Wochenende sorgte die 3D AI Studio-Plattform mit ihrem neuen Tool „Flow“ für Aufsehen. Die browserbasierte Lösung kommt ohne dedizierte Grafikkarte aus und verwandelt Textbeschreibungen per KI-Agenten in vollständige 3D-Workflows – von der Modellbereinigung über die Texturierung bis zum Export. Die Nutzerbasis hat bereits die Millionengrenze überschritten.

Parallel dazu gewinnen No-Code-Lösungen wie JigSpace und i3Dify an Bedeutung. Sie ermöglichen interaktive 3D-Szenen für Folienpräsentationen in nur zwei bis vier Stunden – ein Bruchteil der bisher benötigten Zeit.

Claude erobert Microsoft 365

Die Integration externer KI-Modelle in das Microsoft-Ökosystem schreitet rasant voran. Anthropics Claude ist nun als natives Add-in für PowerPoint, Word und Excel verfügbar. Mit Kontextfenstern von 200.000 bis zu einer Million Token eignet sich Claude besonders für komplexe Datenanalysen direkt in Präsentationen.

Bereits Mitte Juni hatte Claude Design ein Update erhalten, das den Export von Designstandards als PDF oder PowerPoint-Datei ermöglicht. Die Zeiten, in denen Designer ihre Arbeit mühsam in Folien übertragen mussten, könnten damit bald vorbei sein.

Spezialisierte Plugins für Berater und Kreative

Oria, entwickelt von einem ehemaligen McKinsey-Berater, zielt gezielt auf Management Consultants ab. Das PowerPoint-Plugin generiert komplexe Folien aus Text, Daten und Screenshots – inklusive Text-zu-Folie- und Skizze-zu-Folie-Funktionen sowie 3D-Visualisierungen.

Auch Adobe zieht nach: Der Firefly AI Assistant wurde heute in Premiere und InDesign integriert und arbeitet mit Copilot sowie anderen KI-Modellen zusammen. Die Grenzen zwischen Präsentationssoftware und Kreativtools verschwimmen zusehends.

Von der Folie zum Video

Google Vids hat im Sommer 2026 den weltweiten Rollout gestartet und bietet nun kostenlose KI-Avatare für private Google-Konten. Der Dienst verwandelt Google Slides mit den Modellen Veo 3.1 und Nano Banana 2 in Videos – wahlweise mit einem von 53 KI-Moderatoren in 24 Sprachen. Die kostenlose Version erlaubt zehn Videos pro Monat.

Die Plattform Pictory hat ebenfalls am Wochenende eine Funktion vorgestellt, die PowerPoint-Dateien automatisch mit KI-Sprechern in Videos umwandelt. Zielgruppe sind vor allem Corporate-Onboarding-Teams und Marketingabteilungen, die ihre Produktionszeit drastisch reduzieren wollen.

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Datenschutz im Fokus

Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Tools wachsen auch die Sicherheitsanforderungen. Microsoft hat unter Microsoft Purview eine neue Einstellung (MC1297982) eingeführt, die es Organisationen erlaubt, Copilot und verbundene Dienste vom Zugriff auf Dateien mit bestimmten Vertraulichkeitsbezeichnungen auszuschließen. Die Funktion gilt für Word, Excel und PowerPoint und verhindert automatisch die KI-Analyse geschützter Dokumente.

Parallel dazu beginnt Microsoft mit der automatischen Installation der Copilot-App auf berechtigten Windows-11-Geräten für Microsoft-365-Business-Nutzer. Unternehmen können die Installation ablehnen – Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum sind vom automatischen Rollout vorerst ausgenommen.

Die Entwicklungen zeigen: Künstliche Intelligenz verändert nicht nur, was wir präsentieren, sondern vor allem, wie wir es tun. Wer in den nächsten Monaten nicht auf KI-gestützte Tools setzt, könnte im Wettbewerb um Aufmerksamkeit schnell ins Hintertreffen geraten.

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