PowerToys 0.100.0: Microsoft bringt .NET-10-Update mit 15% weniger Speicher
10.06.2026 - 09:16:13 | boerse-global.de
Die Open-Source-Utility-Suite erreicht mit Version 0.100.0 einen Meilenstein – und wird schlanker, schneller und vielseitiger.
Microsoft hat am heutigen Mittwoch die Version 0.100.0 seiner PowerToys veröffentlicht. Der Sprung auf die .NET-10-Plattform bringt nicht nur technische Neuerungen, sondern auch eine Reihe von Funktionen, die vor allem Nutzer mit mehreren Bildschirmen und komplexen Arbeitsabläufen freuen dürften.
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Schlanker und schneller: Die technische Basis
Der Wechsel zu .NET 10 ist das Herzstück des Updates. Die neue Version benötigt 15 Prozent weniger Speicherplatz als ihre Vorgänger – ein deutlicher Fortschritt für ein Tool, das auf Effizienz ausgelegt ist. Auch die Oberfläche wurde vereinheitlicht: Der Keyboard Manager setzt nun standardmäßig auf das modernere WinUI 3.
Das Display-Tool PowerDisplay startet deutlich schneller und bietet einen neuen „Max Compatibility Mode". Und die Zoom-Funktion? Die wurde speziell für die Integration von Webcams optimiert.
Neue Helfer für Navigation und Multi-Monitoring
Besonders ins Auge fällt der überarbeitete Shortcut Guide. Statt einer simplen Übersicht gibt es jetzt ein Auswahlmenü am Bildschirmrand – ideal, um sich Schritt für Schritt durch die Tastenkombinationen zu hangeln. Die Command Palette wiederum öffnet sich für Drittanbieter: Entwickler können ihre eigenen Erweiterungen künftig über den Microsoft Store und WinGet verteilen.
Für alle, die mit mehreren Monitoren arbeiten, gibt es eine echte Neuerung: Die Dock-Funktion erlaubt jetzt einen eigenen Dock pro Bildschirm. Und das Quick Accent-Tool? Das zeigt sich auf hochauflösenden Displays deutlich stabiler und unterstützt jetzt auch griechische polytonische Zeichen.
Immer im Blick: Mehrere Fenster gleichzeitig anheften
Die Always On Top-Funktion wurde grundlegend überarbeitet. Anwender können jetzt mehrere Anwendungen gleichzeitig anheften – und alle bleiben aktiv, selbst wenn man zwischen Aufgaben wechselt. Dazu gibt es einstellbare Transparenzstufen und die Möglichkeit, aktive Fenster mit einer bestimmten Rahmenfarbe (etwa Rot) zu kennzeichnen. Bestimmte Programme lassen sich von der Funktion gezielt ausschließen.
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Weitere Verbesserungen im Überblick
Die Liste der Detailverbesserungen ist lang:
- Mouse Without Borders: Eine neue Aktion aktualisiert die Verbindungen.
- Image Resizer: Übernimmt jetzt automatisch die zuletzt genutzten Einstellungen.
- Peek: Bietet eine Option zum Deaktivieren von Tooltipps.
- PowerToys Run: Die Berechnungshandhabung wurde verbessert.
Das „Kommandocenter" für Windows 11
Beobachter sehen in der Entwicklung einen klaren Trend: Während Microsoft mit Copilot auf KI-gestützte Assistenten setzt, bauen PowerToys-Nutzer ihr eigenes „Kommandocenter" für Windows 11 auf. Funktionen wie FancyZones, Workspaces und die Command Palette erlauben eine Datei- und Fensterverwaltung, die ganz ohne webbasierte Suchergebnisse auskommt. Für viele Produktivitätsorientierte ist das genau der richtige Weg.
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