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PowerShell: Microsoft beendet VBScript-Ära bis 2027

26.05.2026 - 18:00:21 | boerse-global.de

Microsoft beendet die VBScript-Ära und setzt auf PowerShell. Neue Skripte und Tools steigern die Produktivität in der Windows-Administration erheblich.

PowerShell: Microsoft beendet VBScript-Ära bis 2027 - Bild: über boerse-global.de
PowerShell: Microsoft beendet VBScript-Ära bis 2027 - Bild: über boerse-global.de

Die Ära der veralteten Skriptsprachen geht zu Ende – PowerShell übernimmt die Systemsteuerung.

Der Wandel in der Windows-Administration vollzieht sich rasant. Während Microsoft die jahrzehntealte Skriptsprache VBScript in mehreren Phasen abschaltet, rückt PowerShell als zentrales Werkzeug für Automatisierung und Systemverwaltung in den Fokus. Aktuelle Veröffentlichungen aus der letzten Maiwoche 2026 zeigen: Wer produktiv bleiben will, muss umdenken.

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Drei Skripte, die den Arbeitsalltag revolutionieren

Am heutigen Dienstag veröffentlichte technische Dokumentationen stellen drei PowerShell-Lösungen vor, die professionellen Anwendern täglich Stunden sparen sollen. Das erste Skript erstellt automatisch eine tägliche Markdown-Datei mit dem gesamten Zwischenablage-Verlauf. Es prüft alle fünf Sekunden die Zwischenablage und protokolliert kopierte Texte – mit einer entscheidenden Ausnahme: Passwörter und API-Schlüssel werden bewusst ausgespart, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Ein weiteres Skript bringt Ordnung in den Downloads-Ordner. Es erkennt Dokumente, Bilder, Musik, Videos und Installationsdateien und verschiebt sie automatisch in die passenden Unterordner. Damit diese Helfer dauerhaft laufen, empfehlen Experten die Einbindung in die Windows-Aufgabenplanung – gestartet bei der Systemanmeldung. Voraussetzung: Der Befehl Set-ExecutionPolicy RemoteSigned muss ausgeführt werden, um lokale Skripte zu erlauben, ohne die Sicherheit gegen ungeprüfte externe Codes zu opfern.

Hardware-Identifikation leicht gemacht

Auch bei der Geräteerkennung zeigt PowerShell seine Stärken. Statt durch Menüs zu klicken, reicht ein einfacher Befehl: $env:COMPUTERNAME oder der erweiterte Aufruf [System.Net.Dns]::GetHostName() liefern in Sekundenschnelle den Rechnernamen – essenziell bei DNS- oder NetBIOS-Fehlersuche.

Systempflege: Das Ende der manuellen Datei-Löschung

Am Montag, dem 25. Mai, wiesen Forscher erneut darauf hin: Das manuelle Löschen von Dateien im WinSxS-Ordner (Windows Component Store) ist gefährlich und führt häufig zu Systemfehlern. Die einzig sichere Methode zur Bereinigung ist das DISM-Tool (Deployment Image Servicing and Management). Mit dem Befehl Dism.exe /online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup lassen sich veraltete Windows-Update-Dateien entfernen und wertvoller SSD-Speicher zurückgewinnen.

Windows 11 Insider Build: Neue Features für Barrierefreiheit

Ebenfalls am Montag veröffentlichte Microsoft den Windows 11 Insider Experimental Build 26300.8497. Er bringt einen systemweiten Screen-Tint-Filter mit sechs Voreinstellungen zur Reduzierung von Augenbelastung sowie eine On-Device-Voice-Isolation für die Sprachsteuerung Voice Access. Die Fehlerbehebungen umfassen unter anderem abstürzende explorer.exe-Prozesse und Audio-Stummschaltungs-Bugs, die in Unternehmen oft nur per Skript behoben werden können.

Die drei Stufen der Windows-Automation

Bereits am 24. Mai veröffentlichte Anleitungen teilen die Automatisierung in drei Komplexitätsstufen ein:

  1. Einstieg: Microsoft PowerToys für Tastatur-Management und Fenster-Snapping
  2. Fortgeschritten: Aufgabenplanung für Routine-Aufgaben wie wöchentliche Papierkorb-Leerung
  3. Professionell: PowerShell und Python-basierte Tools wie pywinauto für tiefgreifende Systemeingriffe
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Mit der zunehmenden Automatisierung steigen auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit, da Cyberkriminelle gezielt Schwachstellen in modernen Infrastrukturen ausnutzen. Erfahren Sie in diesem E-Book, wie Sie Ihr Unternehmen proaktiv vor aktuellen Bedrohungen schützen und neue gesetzliche Vorgaben erfüllen. Gratis-E-Book: Cyber Security Strategien für Unternehmen

VBScript-Abschaltung: Ein dreistufiger Plan

Microsoft hat einen klaren Fahrplan für das Ende von VBScript vorgelegt. Mit dem Windows 11 24H2-Update wird VBScript zur optionalen Funktion (Feature on Demand). Bis etwa 2027 soll es nicht mehr standardmäßig aktiviert sein, bevor in einer finalen Phase die DLLs komplett entfernt werden. Für Unternehmen bedeutet das: Alte Administrationsskripte müssen jetzt migriert werden.

Sicherheit: Die Kehrseite der Automatisierung

PowerShell ist nicht nur ein Segen für Administratoren – auch Angreifer haben es entdeckt. Berichte aus dem Frühjahr 2026 zeigen, dass die Cloud-Atlas-APT-Gruppe spezialisierte PowerShell-Tools wie PowerShower für Aufklärung und PowerCloud für Datendiebstahl einsetzt. Die Gruppe manipuliert zudem die Datei termsrv.dll, um mehrere gleichzeitige RDP-Sitzungen auf befallenen Systemen zu ermöglichen.

Windows 365 for Agents: Schutz vor KI-Risiken

Microsoft reagierte am 25. Mai mit der Einführung von Windows 365 for Agents. Der Dienst isoliert KI-Agenten in temporären, dedizierten Cloud-PC-Umgebungen. Jeder Agent läuft in einer eigenen virtuellen Maschine mit streng eingeschränkten Berechtigungen. Nach Abschluss einer Aufgabe werden die Umgebungen automatisch gelöscht. Microsoft Entra ID stellt kurzlebige kryptografische Token aus – einige nur sechs Monate gültig – um sogenannte "Schatten-Agenten" zu verhindern, die sonst unbegrenzt im Unternehmensnetzwerk operieren könnten.

Der wirtschaftliche Nutzen: 254 Millionen Euro Ersparnis pro Monat

Eine Studie der University of Miami aus dem Mai 2026 analysierte über 4.500 GitHub-Repositories und bezifferte den Wert der Automatisierung: Sie verkürzt die Zeit zur Behebung von Software-Problemen um 10,1 Prozent – das entspricht etwa 4,3 Tagen pro Fehler.

Die Einsparungen im Detail:
- Basis-Automatisierung von Tests und Builds: rund drei Tage
- Komplexe Aufgaben-Orchestrierung: bis zu 9,1 Tage bei schwierigen Fällen

Würden 30 Prozent der Branche diese Arbeitsabläufe übernehmen, ergäbe das eine monatliche Ersparnis von rund 254 Millionen Euro.

Webwright: KI navigiert per Code statt Mausklick

Microsoft Research veröffentlichte am 24. Mai das Webwright-Framework, das KI-Agenten erlaubt, Webbrowser mit Code statt visuellen Klicks zu steuern. In Kombination mit fortschrittlichen Modellen wie GPT-5.4 stieg die Erfolgsquote bei komplexen Navigationsaufgaben von 33,5 auf 60,1 Prozent. In spezifischen Online-Benchmarks erreichte das Framework sogar 86,7 Prozent.

Ausblick: Die Zukunft der Windows-Automation

Neue Open-Source-Tools wie Reasonix, das am 25. Mai startete, integrieren DeepSeek-native Caching-Mechanismen, um die Kosten langer Terminal-Sitzungen zu senken. Erste Fallstudien aus dem Mai 2026 zeigen Cache-Trefferquoten von bis zu 99,82 Prozent – ein massiver Kostenvorteil für automatisierte Codierungs-Agenten.

Für IT-Administratoren und Power-User ist die Botschaft eindeutig: Die Ära der veralteten Skriptsprachen endet. PowerShell wird zum Rückgrat sowohl für lokale Produktivität als auch für cloudbasierte KI-Orchestrierung. Mit dem ersten Ablauf eines Secure-Boot-Zertifikats am 24. Juni 2026 und der stetigen Einführung experimenteller Windows-Funktionen wird die Abhängigkeit von robuster, sicherer und automatisierter Systemverwaltung in den kommenden Monaten nur noch weiter zunehmen.

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