PowerPoint-KI, Microsoft

PowerPoint-KI: Microsoft, OpenAI und Google starten Bildbearbeitungs-Offensive

03.06.2026 - 01:48:31 | boerse-global.de

Microsoft, OpenAI, Google und Canva bringen im Juni 2026 neue KI-Funktionen für Präsentationen auf den Markt. Der Wettbewerb um die Marktführerschaft verschärft sich.

PowerPoint-KI: Microsoft, OpenAI und Google starten Bildbearbeitungs-Offensive - Bild: über boerse-global.de
PowerPoint-KI: Microsoft, OpenAI und Google starten Bildbearbeitungs-Offensive - Bild: über boerse-global.de

Die aktuellen Updates versprechen eine radikale Vereinfachung der Folien-Erstellung.

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Microsoft setzt auf leistungsstarke Bildbearbeitung

Am 2. Juni 2026 brachte Microsoft AI das neue Bildbearbeitungsmodell MAI-Image-2.5 auf den Markt. Es ist direkt in PowerPoint, OneDrive und Foundry integriert. Das Modell belegt aktuell den zweiten Platz auf dem Arena Image Edit Leaderboard und übertrifft damit den Konkurrenten Nano Banana 2.1.

Die Preisstruktur ist gestaffelt: Fünf Dollar pro einer Million Text-Input-Tokens, acht Dollar für eine Million Bild-Input-Tokens und 47 Dollar für eine Million Bild-Output-Tokens. Für Vielnutzer gibt es eine günstigere „Flash"-Version mit reduzierten Tarifen.

OpenAI bringt ChatGPT direkt in PowerPoint

Bereits einen Tag zuvor, am 1. Juni 2026, veröffentlichte OpenAI das Beta-Add-in „ChatGPT for PowerPoint". Das Tool erzeugt komplette Foliensätze aus natürlichen Sprachbefehlen – basierend auf vorhandenen Dokumenten, Notizen oder Screenshots. Verfügbar ist es für verschiedene Abonnement-Stufen, darunter Business und Enterprise.

Ergänzend dazu entwickelten Branchenexperten Anfang der Woche eine spezielle Prompting-Technik für Microsofts Copilot in PowerPoint. Sie soll hartnäckige Formatierungsprobleme lösen, indem die KI Layout-Absichten erkennt und Designs an bestimmte Vorlagen anpasst. Besonders Unternehmen, die technische Dokumente in Schulungsmaterialien umwandeln, profitieren davon.

Zoom und Canva mischen den Markt auf

Auch andere Anbieter ziehen nach. Zoom launchte am 1. Juni seine KI-Produktivitätssuite mit „Zoom Slides", Canvas, Sheets und Paper. Die Besonderheit: Präsentationen entstehen direkt aus Gesprächsdaten von Meetings. Der Service kostet zehn Dollar pro Nutzer und Monat beziehungsweise ist im ZoomMate-Paket enthalten. Exporte in gängige Office- und Google-Formate sind möglich.

Canva aktualisierte seine Plattform am 2. Juni auf Canva AI 2.0. Die neue Funktion „Magic Layers" macht flache Bilder innerhalb der Design-Oberfläche bearbeitbar. Zudem gibt es jetzt einen Offline-Modus für die Arbeit ohne Internetverbindung. Mit „Learn Grid" bringt Canva zudem eine kostenlose KI-Ressource für Lehrer und Schüler an den Start.

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Google verpasst Workspace ein neues Gesicht

Google hat ebenfalls nachgerüstet. Seit dem 1. Juni rollt der Konzern schrittweise neue Icons für Gmail, Drive und Slides aus – mit frischer Gradienten-Optik und vereinfachten Formen. Im Sommer folgte zudem „Google Pics", ein KI-Bildeditor für Slides und Drive. Basierend auf dem Nano-Banana-Modell ermöglicht das Tool Objektauswahl, Textübersetzung in Bildern und Echtzeit-Zusammenarbeit für Premium-Nutzer.

Speziallösungen für Unternehmen

Der japanische Dienstleister Irusiru brachte am 2. Juni ein spezielles PowerPoint-Plugin für Firmenkunden auf den Markt. Es hilft Unternehmen, interne Folienbibliotheken wiederzuverwenden und KI-gestützte Neugestaltungen durchzuführen – bei lokaler Datenspeicherung aus Sicherheitsgründen. Für den Proof-of-Concept bietet Irusiru eine dreimonatige Testphase zum Preis von 2,5 Millionen Yen an.

Die Entwicklungen zeigen: KI-gestützte Präsentationssoftware ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern längst Realität. Wer sich nicht anpasst, riskiert den Anschluss zu verlieren.

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