Postvirale, Syndrome

Postvirale Syndrome: Uni Graz startet Lehrgang für medizinisches Fachpersonal

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 05:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zweisemestrige Weiterbildungsprogramm vermittelt Fachkräften interprofessionelle Ansätze zur Erkennung und Behandlung postviraler Beschwerden.
Ein moderner, leerer Hörsaal mit hölzernen Sitzreihen und hellem Tageslicht in einer Universität. Illustration mit AI erstellt.

Die Medizinische Universität Graz hat im Oktober 2026 einen berufsbegleitenden Universitätslehrgang zu Diagnostik und Therapie postviraler Syndrome gestartet. Wie aus einem Branchenbericht von universimed.com vom 22.10.2026 hervorgeht, soll das Weiterbildungsangebot medizinisches Fachpersonal gezielt für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Folgeerkrankungen nach viralen Infektionen schulen.

Struktur des Programms und wissenschaftliche Leitung

Der neu eingerichtete Universitätslehrgang ist auf eine Dauer von zwei Semestern angelegt und gliedert sich in insgesamt fünf thematische Module. Konzipiert wurde das Curriculum als berufsbegleitendes Format, um Fachkräften aus dem Gesundheitswesen eine flexible Qualifizierung parallel zur klinischen oder praxisbezogenen Tätigkeit zu ermöglichen.

Die wissenschaftliche und organisatorische Leitung der universitären Weiterbildung liegt bei DDr. Thomas Weber und Univ.-Prof. Dr. Andrea Grisold. Beide zeichnen an der Medizinischen Universität Graz für die inhaltliche Ausgestaltung der Module und die akademische Vermittlung der Lehrinhalte verantwortlich.

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Interprofessioneller Ansatz und thematische Schwerpunkte

Inhaltlich stützt sich der Lehrgang auf einen interprofessionellen Ansatz, der verschiedene Fachdisziplinen der Gesundheitsversorgung zusammenführt. Ein zentraler Schwerpunkt der fünf Module liegt laut Bericht auf der klinischen Erkennung der postexerktionellen Malaise (PEM) sowie dem strukturierten Management postakuter Infektionssyndrome (PAIS).

Die präzise Differenzierung von Symptomen wie PEM gilt in der Praxis als eine der anspruchsvollsten Aufgaben bei der Betreuung von Betroffenen mit chronischen Erschöpfungszuständen oder multisystemischen Beschwerden. Das Programm vermittelt Methoden, um diese Krankheitsbilder früher zu identifizieren, individuelle Belastungsgrenzen zu erfassen und koordinierte Behandlungspläne im interdisziplinären Verbund umzusetzen.

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Modulare Buchungsmöglichkeiten und administrative Fristen

Über den regulären Gesamtdurchlauf hinaus bietet die Medizinische Universität Graz eine modulare Teilnahme an. Interessierte Fachkräfte haben die Möglichkeit, einzelne Module separat als gezielte fachliche Fortbildung zu belegen, um spezifische Teilbereiche des Themenfeldes zu vertiefen.

Für Teilnehmende, die Einzelmodule im Sommersemester 2027 belegen möchten, ist laut den publizierten Angaben eine Frist zu beachten: Der Anmeldeschluss für Einzelmodulbuchungen in diesem Semester ist der 28.02.2027. Für organisatorische Anfragen und weitere Auskünfte zum Universitätslehrgang hat die Medizinische Universität Graz die Kontaktadresse postviral@medunigraz.at eingerichtet.

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