KDE, Plasma

postmarketOS Juni: KDE Plasma 6.7 auf 723 Geräten verfügbar

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 09:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Das mobile Linux postmarketOS integriert KDE Plasma 6.7 und verbessert Android-App-Unterstützung via Waydroid.

postmarketOS Juni-Update: KDE Plasma 6.7 für Smartphones
Smartphone-Bildschirm mit modernem Betriebssystem, unscharfer Hintergrund mit Technik-Komponenten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Release mit dem Codenamen „Alpen Avocado" bringt KDE Plasma 6.7 auf Smartphones und Tablets.

Die neue Version setzt auf die jüngste Integration von Plasma 6.7 in die zugrundeliegende Distribution Alpine Linux auf. Im Fokus stehen modernisierte Systemwerkzeuge und eine erweiterte Hardwareunterstützung.

KDE Plasma 6.7: Desktop-Features für Mobilgeräte

Die Integration von KDE Plasma 6.7, das Mitte Juni 2026 erschien, ist ein Meilenstein für die mobile Linux-Oberfläche. Der Desktop bringt lang erwartete Funktionen mit: Nutzer können nun separate virtuelle Desktops auf verschiedenen Monitoren betreiben und die Systemmikrofone besser steuern.

Zurückgekehrt sind zudem die klassischen Themes Oxygen und Air. Eine neue Suchfunktion mit Vorauswahl erlaubt effizientere Dateinavigation. Die Wartungsupdates 6.7.1 und 6.7.2 wurden Ende Juni ausgerollt und schließen kleinere Fehler sowie Übersetzungslücken.

Für postmarketOS-Nutzer gibt es eine neue Ersteinrichtungsoberfläche. Sie vereinfacht den Start: WLAN, Zeitzone und Bildschirmhelligkeit lassen sich direkt beim ersten Einschalten konfigurieren.

Android-Apps dank Waydroid und Duranium

Ein zentrales Feature des Updates ist die verbesserte Integration von Waydroid. Die containerisierte Lösung erlaubt das Ausführen von Android-Apps auf Linux. Für die systemd-basierte Variante Duranium lässt sich Waydroid nun deutlich einfacher aktivieren.

Ein neuer Befehl mit dem updatectl-Tool schaltet Waydroid als Systemerweiterung frei. Das senkt die Hürden für Nutzer, die auf Android-Anwendungen angewiesen sind, ohne die Sicherheitsvorteile des unveränderlichen Systems zu opfern.

Duranium setzt zudem auf systemd-bootctl bei Geräten mit EFI-Unterstützung. Das stellt sicher, dass ein Fallback-Bootloader bei Updates verfügbar bleibt. Falls ein neuer Bootloader nicht startet, erholt sich das Gerät automatisch.

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Rust-basierte Werkzeuge und neue Systeminfrastruktur

Unter der Haube hat sich einiges getan: Die Entwickler haben das alte usb-moded-Dienstprogramm durch usb-signaller ersetzt – ein in Rust geschriebenes Tool. Es sorgt für stabilere Gadget-Initialisierung und macht komplexe initramfs-Skripte überflüssig.

Das neue Werkzeug unterstützt transaktionale Moduswechsel und bietet klarere Protokollierung. Das verbessert den Umgang mit Situationen, in denen Kernel-Treiber fehlen.

Auch der Bootvorgang wurde modernisiert: postmarketOS wechselt von pbsplash zu Plymouth. Der neue Splashscreen unterstützt Bildschirmrotation – ein Gewinn für Geräte, bei denen die Anzeige zuvor falsch ausgerichtet war.

Mehr Hardware, aktuelle Kernel

Die Unterstützung wächst weiter: postmarketOS läuft inzwischen auf rund 723 Gerätemodellen. Deutliche Kernel-Verbesserungen gibt es für die Qualcomm-SDM845-Plattform, die auf Linux 7.1 aktualisiert wurde. Das ermöglicht nun Touchscreen-Support für das LG G7 ThinQ.

Das Entwicklungsteam hat zudem ungepflegte Pakete archiviert und die Anforderungen für Testgeräte verschärft. Diese müssen künftig Kernel-Versionen nutzen, die nicht älter als die aktuellste offiziell unterstützte LTS-Version sind. Die Kompilierung erfolgt mit LLVM. Die armhf-Architektur (ARMv6) wurde aus dem Edge-Zweig entfernt – die aktive Nutzung war zu gering.

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Ausblick: Konferenz in Aachen

Die postmarketOS-Community trifft sich vom 25. bis 27. September in Aachen zur jährlichen Konferenz. Die Veranstaltung findet gemeinsam mit Alpine Linux statt. Im Fokus stehen künftige Entwicklungsziele und die weitere Konvergenz von mobilen und Desktop-Linux-Umgebungen.

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