Postbiotika, Schwarzküchenfischen

Postbiotika bei Schwarzküchenfischen: Studie zeigt stärkere Immunabwehr

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 05:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien berichten von besserer Futterverwertung bei Fischen und veränderten Darmkeimen bei Hennen; die Eiqualität zeigte unterschiedliche Ergebnisse.

Futterzusätze bei Fischen und Legehennen: Effekte auf Wachstum und Darmflora
Klares, leicht bewegtes Wasser in einem Aquakulturbecken bei natürlichem Lichteinfall Illustration mit AI erstellt.

Die gezielte Anpassung von Futtermitteln gewinnt sowohl in der Aquakultur als auch in der Geflügelhaltung an Bedeutung. Aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen untersuchen dabei den Einsatz biologischer und pflanzlicher Zusätze, um Vitalität, Futterverwertung sowie die mikrobiologische Zusammensetzung im Verdauungstrakt von Nutztieren zu optimieren.

Postbiotika fördern Wachstum und Immunabwehr bei Schwarzküchenfischen

Laut einem Bericht vom 4. Oktober 2026 über eine im Journal of Animal Science and Biotechnology veröffentlichte Studie zeigt der Einsatz von Postbiotika aus Latilactobacillus curvatus NBL2305 messbare Vorteile bei juvenilen Schwarzküchenfischen (Sebastes schlegelii).

Durch die Beimischung dieses Futterzusatzes verbesserten sich sowohl das Wachstum als auch die Futterverwertung der Fische. Die Untersuchung dokumentierte eine erhöhte Gewichtszunahme, eine gesteigerte spezifische Wachstumsrate sowie einen reduzierten Futterumwandlungsquotienten.

Auf physiologischer Ebene beobachteten die Forschenden eine erhöhte Aktivität wichtiger Enzyme wie Myeloperoxidase, Superoxiddismutase und Lysozym. Gleichzeitig wiesen die Tiere eine Hochregulierung relevanter Immungene auf, namentlich il8, il1b, tnfa, tnfsf13b und nfkb1.

Auch das genetische Profil im Hinblick auf den programmierten Zelltod veränderte sich hin zu einem anti-apoptotischen Muster: Während bax, tp53 und casp3 herunterreguliert wurden, stieg die Expression von bcl2 und xiap.

In einem anschließenden In-vivo-Belastungstest zeigte sich eine höhere Überlebensrate der behandelten Fische nach einer Infektion mit Edwardsiella tarda.

Negative Begleiterscheinungen blieben den Studienergebnissen zufolge aus; weder bei den Serumparametern noch bei den somatischen Indizes oder in histopathologischen Untersuchungen traten unerwünschte Nebenwirkungen auf. Das intestinale Mikrobiom der Fische blieb stabil und zeichnete sich durch eine Anreicherung nützlicher Taxa aus.

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Ätherische Öle beeinflussen Darmflora und Eiqualität von Legehennen

Einen weiteren Ansatz zur Futteroptimierung untersuchten Forschende der türkischen Bursa Uludag University. Wie aus einem Bericht vom 3. Oktober 2026 über eine Studie in Food Science of Animal Resources hervorgeht, wurden 360 Legehennen des Typs Lohmann LSL-LITE im Alter von 57 Wochen über einen Zeitraum von 28 Tagen untersucht.

Die Tiere waren in vier Gruppen zu je 90 Hennen aufgeteilt und erhielten Futter mit unterschiedlichen Beimischungen: Oregano-Öl (250 mg/kg), eine Kombination aus Oregano und Zimt (jeweils 125 mg/kg) oder eine Mischung aus Oregano und Pfefferminz (jeweils 125 mg/kg).

In allen mit Ölen supplementierten Gruppen sanken die Werte für Coliforme und Enterobacteriaceae an Tag 14 sowie an Tag 28 signifikant. Die Keimzahlen von Enterococcus verringerten sich in der Oregano- sowie in der Oregano-Zimt-Gruppe. Zugleich stiegen die Vorkommen von Lactobacillus signifikant an, während die Werte für Lactococcus unverändert blieben.

Hinsichtlich der Eiqualität lagen die pH-Werte der Eier über die Gruppen hinweg zwischen 7,08 und 7,85. Das Eigewicht bewegte sich zwischen 58 und 70 g, wobei die schwersten Eier in der Gruppe mit reinem Oregano-Öl verzeichnet wurden.

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Bei den Haugh-Einheiten lag die Spanne zwischen 61,6 und 79,7; hier erreichte die Kontrollgruppe den höchsten Wert. Das Verhältnis von Linolsäure zu Alpha-Linolensäure variierte von 44,36 bis 54,06, mit dem Spitzenwert in der Oregano-Gruppe.

Eine sensorische Überprüfung durch ein Panel von zehn Testern ergab keine geschmacklichen Unterschiede bei den Eiern. Als Einschränkungen der Untersuchung führten die Autoren die geringe Größe des Verkostungspanels an sowie den Umstand, dass Futteraufnahme und Körpergewicht der Hennen nicht separat erfasst wurden.

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