Ponyai, Europa

Pony.ai in Europa: Mehr als 2.000 Robotaxis bis Jahresende geplant

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 09:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Pony.ai startet bezahlte Robotaxifahrten, während Unternehmen autonome Personenbeförderung und Logistik kommerziell ausbauen.
Eine moderne, menschenleere Stadtautobahn in einer chinesischen Metropole bei Dämmerung mit Glasfassaden im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Die chinesische Branche für autonomes Fahren vollzieht einen grundlegenden Wandel: Weg von rein regulatorischen Testphasen und hin zu einem breiter angelegten wirtschaftlichen Wettbewerb.

Wie Branchenberichte von Mitte Oktober 2026 verdeutlichen, bilden aktualisierte nationale Sicherheits- und Servicerichtlinien den Rahmen für diese Entwicklung. Führende Technologieunternehmen treiben vor diesem Hintergrund den Ausbau ihrer Robotaxi-Flotten sowie autonomer Logistiklösungen voran.

Pilotprojekte weichen regulären Fahrdiensten

Im Personentransport zeichnet sich die Öffnung für zahlende Fahrgäste zunehmend als Standard ab. Pony.ai hat im Pekinger Wirtschafts- und Technologieentwicklungsgebiet Yizhuang den kostenpflichtigen Robotaxi-Betrieb zu bisherigen Tarifen aufgenommen.

Grundlage hierfür bilden behördliche Genehmigungen für den fahrerlosen Betrieb im Fahrzeug bei externer Fernsteuerung. Das Unternehmen erprobt L4-fähige Fahrzeuge in Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen. Unternehmenschef Peng Jun nannte die Skalierung der Flotten sowie Kostensenkungen als wesentliche Ziele.

Parallel dazu forciert das Unternehmen seine internationale Expansion: Am 8. Oktober 2026 kündigte Pony.ai den Einsatz von Robotaxis der siebten Generation in London an, gefolgt von einer Ankündigung am 14. Oktober 2026 für Manchester. Nach einem vorangegangenen kommerziellen Projekt in Kroatien plant das Unternehmen, bis zum Jahresende mehr als 2.000 Robotaxis in mehreren europäischen Städten einzusetzen.

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Auch die XPENG Group beschleunigt den Übergang von der technischen Validierung hin zum kommerziellen Nutzerbetrieb. Das Robotaxi-Geschäft des Konzerns firmiert offiziell unter der Bezeichnung XPeng Youyou beziehungsweise XPENG YOYO.

Mit dem Start einer Website und eines Mini-Programms für autonome Fahrvermittlungsdienste bereitet das Unternehmen Testfahrten für die Öffentlichkeit vor, die über Einladungscodes zugänglich sein sollen. Zudem begann XPENG mit größeren öffentlichen Straßentests für L2-Fahrassistenzsysteme auf dem europäischen Markt.

Zeithorizonte und Monetarisierungsstrategien

Die Entwickler verfolgen unterschiedliche Wege zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit. WeRide stellt das Erreichen der Gewinnschwelle bis zum Jahr 2029 in Aussicht. Kompensiert werden sollen die hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung vor allem durch den Ausbau des weltweiten Robotaxi-Geschäfts sowie durch steigende Erlöse aus dem Verkauf von Fahrassistenzsystemen.

Das Technologieunternehmen Momenta plant unterdessen die Serienproduktion von Systemen der Automatisierungsstufe Level 3 bis zum Jahr 2027. Vor dem Hintergrund regulatorischer Anpassungen für höher automatisierte Fahrzeuge in China zieht Momenta zudem die Einführung von Abonnement-Modellen für die Softwarenutzung in Betracht.

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Automatisierte Logistik im Praxiseinsatz

Neben der Personenbeförderung gewinnt die autonome Logistik im Alltagsbetrieb an Bedeutung. Bei Meituan verzeichnen automatische Lieferfahrzeuge im Pekinger Bezirk Shunyi täglich mehrere Tausend Bestellungen.

Der Handelskonzern JD.com setzt eine L4-fähige End-to-End-Fahrassistenzlösung für unbemannte Fahrzeuge in mehreren Regionen des Landes in großem Maßstab ein. Die dort eingesetzten Greifarme erreichen eine Genauigkeit von 99,9 Prozent bei der durchgängigen Paketverfolgung. In ländlichen Regionen nutzt das Unternehmen zudem Lieferdrohnen für den skalierten Transport von Paketen in Dörfer.

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