Poke startet auf iMessage: KI-Agent bucht Termine und steuert Smart Home
05.06.2026 - 06:30:00 | boerse-global.de
Das Startup Poke darf ab sofort über iMessage mit Nutzern kommunizieren.
Der Schritt ist eine kleine Sensation: Bisher war Apples Messages for Business-Dienst vor allem für Unternehmen wie Händler oder Fluggesellschaften reserviert. Mit der Zulassung von Poke öffnet Apple die Plattform nun für einen allgemeinen KI-Assistenten, der weit mehr kann als nur Kundenservice.
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Was der KI-Assistent kann
Poke wurde vom Palo-Alto-Startup The Interaction Company of California entwickelt und startete bereits im März 2026. Seither hat der Dienst rund 100 Millionen Nachrichten über SMS, Telegram und WhatsApp verarbeitet. Im Apple-Universum erledigt der Agent nun Aufgaben direkt aus der Nachrichten-App: Termine im Kalender buchen, Erinnerungen setzen oder das Web durchsuchen.
Die Integration geht tief. Poke versteht sich mit Microsoft Outlook, Gmail, GitHub und dem Reisedienst Navan. Gesundheitsdaten lassen sich von Oura Ring und Strava synchronisieren. Im Smart Home steuert der Assistent Sonos-Lautsprecher und Philips Hue-Leuchten. Dazu kommen praktische Funktionen wie Bildgenerierung, QR-Codes oder YouTube-Zusammenfassungen.
Allerdings berichteten erste Nutzer kurz nach dem Start am 4. Juni von Verzögerungen bei den Antwortzeiten.
Milliardenbewertung und prominente Geldgeber
Das Geschäftsmodell: The Interaction Company zahlt Apple eine Nutzungsgebühr pro User für den Zugriff auf die Messages-Infrastruktur. Die Finanzierung steht auf soliden Beinen. Eine Seed-Runde über 15 Millionen Euro und eine weitere Finanzierung über 10 Millionen Euro brachten das Startup auf eine Bewertung von 300 Millionen Euro. Zu den Investoren zählen die renommierten Risikokapitalgeber Spark Capital und General Catalyst.
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Der Wettbewerb schläft nicht
Apples Öffnung kommt nicht zufällig. Einen Tag zuvor, am 3. Juni, startete Meta seinen eigenen Meta Business Agent für WhatsApp, Messenger und Instagram. Metas Lösung soll Kundenanfragen bearbeiten, Produkte empfehlen und Leads qualifizieren. Über eine Million Unternehmen in Indien, Mexiko und Brasilien nutzen das Tool bereits. Meta bietet den Dienst vorerst kostenlos an, plant aber ein Bezahl-Abo.
WWDC 2026: Siri-Revolution steht bevor
Die Zulassung von Poke ist nur der Auftakt. Auf der WWDC 2026, die am 8. Juni beginnt, erwartet die Branche eine grundlegende Siri-Neugestaltung mit iOS 27. Gerüchten zufolge soll Siri eine eigenständige App erhalten und deutlich leistungsfähiger werden. Die Assistentin könnte künftig persönliche Kontexte aus E-Mails, Nachrichten und Fotos verstehen. Apple arbeitet angeblich auch mit Google zusammen, um Gemini-Modelle für bestimmte Chat-Funktionen zu nutzen. Der Release von iOS 27 wird für September 2026 erwartet – zeitgleich mit einem neuen faltbaren iPhone.
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