Plaud, One

Plaud One: KI-Wearable mit eSIM-Ladecase kommt ohne Smartphone aus

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ohrhörer und Ladecase erfassen Gespräche, laden Audio automatisch hoch und ermöglichen Transkriptionen sowie Zusammenfassungen.
Eine moderne, minimalistische urbane Szene im Tokioter Bezirk Shibuya zur blauen Stunde mit Fokus auf Architektur und Licht. Illustration mit AI erstellt.

Das Technologieunternehmen Plaud mit Sitz im Tokioter Bezirk Shibuya hat in Tokio ein neues Konversations-Wearable namens Plaud One präsentiert. Das System besteht aus kabellosen Ohrhörern und einem dazugehörigen Ladecase, das mit einer integrierten eSIM ausgestattet ist.

Wie aus Berichten vom 21. Oktober 2026 hervorgeht, lässt sich das Gerät dadurch vollkommen unabhängig von einem Smartphone sowie ohne eigenen Mobilfunkvertrag betreiben. Über die verbaute Mobilfunkanbindung stellt der Hersteller kostenloses 4G LTE in mehr als 80 Ländern und Regionen einschließlich Japan bereit, ohne dass eine Einrichtung über einen Netzbetreiber erforderlich ist.

Getrennte Hardware für Online-Meetings und Vor-Ort-Gespräche

Die Architektur des Systems teilt unterschiedliche Aufnahmeszenarien auf die Komponenten auf. Die Ohrhörer sind für digitale Besprechungen sowie Telefonate konzipiert. Sie verfügen über 12-mm-Treiber, aktive Geräuschunterdrückung (ANC), den hochauflösenden Audio-Codec LDAC sowie Bluetooth 5.4. Für die Sprach- und Geräuscherfassung sind in den Ohrhörern drei Mikrofone sowie ein VPU-Sensor verbaut, die eine kontinuierliche Aufnahmezeit von maximal sechs Stunden ermöglichen.

Das zugehörige Ladecase übernimmt dagegen die Aufzeichnung von Präsenzgesprächen im Raum. Es ist mit vier MEMS-Mikrofonen bestückt, die Gespräche in einem Umkreis von bis zu fünf Metern erfassen können, und bietet zusätzlich einen integrierten Lautsprecher. Die Gesamtlaufzeit des Ladecase liegt bei bis zu 25 Stunden.

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Automatische Transkription und Agentenfunktionen

Audioaufnahmen werden über die Mobilfunkanbindung automatisch hochgeladen, transkribiert und zusammengefasst. Am Ladecase befindet sich eine physische Agenten-Taste, über die sich automatisierte Aufgaben wie Zusammenfassungen von Sitzungen anstoßen lassen. Für einen späteren Zeitpunkt plant das Unternehmen zudem die Einführung einer Sprachsteuerung per Softwareaktualisierung.

Die dazugehörige Plaud-App ist kostenpflichtig, wobei für die Nutzung der Agenten-Dienste ein guthabenbasiertes Modell zum Einsatz kommt, bei dem Aktionen Credits verbrauchen. Erweiterte Softwarefunktionen unter der Bezeichnung Plaud Intelligence sollen schrittweise ausgerollt werden.

Dazu zählen unter anderem eine Wissensdatenbank, die Ausführung von Aufgaben, Verknüpfungen mit externen Plattformen wie Google Calendar, Slack und Notion sowie Funktionen für wiederkehrende Routinen und ein Konversationsgedächtnis.

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Marktstart und Verbreitung

In Japan wird das Gerät zu einem Preis von 44.000 Yen inklusive Mehrwertsteuer auf den Markt gebracht, wobei der Verkauf im Jahr 2026 in einer limitierten Stückzahl erfolgt. Im Rahmen der um 19:00 Uhr gestarteten Vorregistrierung wird ein Startbonus in Form von Credits im Wert von 3.520 Yen gewährt.

Mit dem Neuzugang baut das Unternehmen seine bisherige Produktpalette weiter aus. Nach Firmenangaben verzeichnete die gesamte Plaud-Serie mit Stand vom 30. September 2026 weltweit rund drei Millionen Nutzer. Im japanischen Markt war das Unternehmen mit Stand vom 18. August 2026 bei mehr als 1.000 Händlern gelistet; bis Oktober 2026 stieg die Zahl der Unternehmenskunden in Japan auf über 16.000 an.

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