Pixel-Backups, Google

Pixel-Backups: Google steuert Cloud-Speicher ab Juli per App

05.07.2026 - 15:04:39 | boerse-global.de

Google erlaubt auf Pixel-Geräten die gezielte Steuerung einzelner App-Backups und integriert die WhatsApp-Sicherung in die Systemeinstellungen.

Pixel-Update: Einzelne App-Backups ab Juli 2026 steuerbar
Pixel-Backups - Stilisierter Android-Logo mit Datenströmen und Cloud-Symbolen, Hand interagiert mit holografischer Oberfläche für App-Backup-Schalter. 05.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Bislang war die Datensicherung bei Android eine Art Alles-oder-Nichts-Prinzip. Wer seine Cloud-Quota im Blick behalten wollte, hatte kaum Einfluss darauf, welche Anwendung wie viel Speicherplatz belegt. Das ändert sich jetzt grundlegend. Seit Anfang Juli rollt Google für Pixel-Geräte ein Update aus, das Nutzern erlaubt, für jede einzelne App zu entscheiden, ob deren Daten in die Cloud gesichert werden.

Per-App-Toggles und transparente Speicheranzeige

Die neue Funktion findet sich in den Geräteeinstellungen unter dem Backup-Menü. Dort sehen Nutzer eine vollständige Liste aller installierten Anwendungen – mit einem eigenen Schalter für jede App. Besonders hilfreich: Das System hebt die drei Apps hervor, die am meisten Backup-Speicher belegen. So wird auf einen Blick klar, wo sich der größte Hebel für Einsparungen befindet.

Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung betrifft WhatsApp. Dessen Backup-Verwaltung wandert direkt in die Android-Systemeinstellungen. Bisher mussten Nutzer die Sicherung innerhalb der App selbst konfigurieren – ein umständlicher Umweg, der jetzt entfällt.

Die Funktionen sind zunächst auf Pixel-Geräten sichtbar. Der breite Rollout hängt am Fortschritt der Beta-Tests zu Android 17 QPR1. Erste Hinweise auf diese Architektur hatten sich bereits Ende 2025 in verstecktem Code gefunden. Jetzt werden daraus bedienbare Oberflächen.

Mehr Speicher, aber auch mehr Kosten

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Parallel zu den Software-Neuerungen passt Google seine Abo-Modelle an. Der Google AI Pro Plan beinhaltet nun 5 Terabyte Cloud-Speicher – eine deutliche Steigerung gegenüber den bisherigen zwei Terabyte. Der Preis liegt bei 20 Euro monatlich oder 200 Euro jährlich. Zum Paket gehören Premium-Funktionen wie Gemini-Integration in Gmail und spezielle Browsing-Funktionen in Chrome.

Neue Privatsphäre-Einstellung: Suchverlauf trennen

Seit dem 4. Juli 2024 gibt es zudem eine Option namens Search Services History. Damit können Nutzer verhindern, dass Medien wie Audio, Bilder und Videos aus ihren Suchinteraktionen für das Training von KI-Modellen verwendet werden. Standardmäßig speichert Google diese Daten bis zu vier Jahre – allerdings getrennt von der primären Account-Identität, wie das Unternehmen betont.

Android 17: KI lokal statt in der Cloud

Die verfeinerten Speicherkontrollen sind Teil eines größeren Updates. Am 3. Juli 2026 veröffentlichte Google Android 17 QPR1 Beta 6. Neben den Backup-Neuerungen bringt diese Version verbesserte Tracking-Funktionen für körperliche Aktivitäten in Health Connect sowie Anpassungen der Taskleiste im Desktop-Modus.

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Herzstück des Updates ist die lokale Integration des Gemma 4 12B KI-Modells. Es läuft direkt auf Geräten mit mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Google verspricht 60 Prozent weniger Akkuverbrauch und eine vierfach höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit im Vergleich zu Vorgängerversionen. Da die KI lokal arbeitet, entfällt der ständige Datentransfer in die Cloud – eine Entlastung für Speicherkontingent und Datenschutz gleichermaßen.

Die stabile Version von Android 17 wird für September 2026 erwartet. Parallel testet Google neue Play-Store-Widgets für den Homescreen, die Apps künftig nach Kategorien wie Social, Shopping oder Gaming sortieren sollen.

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