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Pixel 10 und Galaxy S26: Google prüft Links unbekannter Nummern in Echtzeit

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 20:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Googles Maßnahmen für Nachrichten, Links und Anrufe starten gestaffelt; Verfügbarkeit und Geräteunterstützung unterscheiden sich je nach Funktion.
Nahaufnahme von Glasfaserkabeln in einem modernen Serverraum mit blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Am 14. Oktober 2026 hat Google neue, mehrschichtige Schutzfunktionen gegen Betrugsversuche für das mobile Betriebssystem Android angekündigt. Die Maßnahmen zielen auf Google Messages, Sprachanrufe sowie Drittanbieter-Anwendungen ab.

Erste Teile des Maßnahmenpakets starten im Oktober 2026, während der weitere Rollout bis Dezember 2026 geplant ist. Die Verfügbarkeit der einzelnen Funktionen variiert nach Angaben des Unternehmens je nach Endgerät und Land.

Schutzmechanismen für Nachrichten und Weblinks

Ein zentraler Bestandteil ist der sogenannte Enhanced Protection Mode in Google Messages. Diese Opt-in-Funktion wird in den kommenden Wochen eingeführt, ist standardmäßig deaktiviert und analysiert mithilfe des Cloud-Modells Gemini Kontext und Absicht von Nachrichten unbekannter Absender in einer isolierten Rechenumgebung.

Zusätzlich setzt Google auf eine Echtzeitprüfung von Links über das lokale Modell Gemini Nano, das Inhalte mit aktuellen Web-Bedrohungsdaten abgleicht und Warnhinweise bei Mitteilungen unbekannter Nummern anzeigt.

Diese Funktion steht auf Modellen der Reihe Pixel 10 und neuer, der Samsung-Galaxy-S26-Serie sowie dem Galaxy Z Flip8 und Fold8 und weiteren ausgewählten Geräten bereit. Grundlegende Warn-Prüfpunkte für Links fremder Nummern greifen bereits ab Android 6.

Warnungen vor Betrugsversuchen in Chat-Benachrichtigungen erscheinen zunächst auf Google-Pixel-Geräten. Bis Ende 2026 soll die Erkennung auf Partnerhersteller wie Honor, Motorola, Oppo, OnePlus, Realme, Vivo und Xiaomi ausgeweitet werden, womit hunderte Millionen weitere Nutzer erreicht werden sollen.

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Privatsphäre bei Bildschirmfreigabe und Anrufsicherheit

Im Rahmen von Android 15 führt Google ab Oktober 2026 einen automatischen Datenschutz beim Teilen des Bildschirms ein: Eingabefelder für Logins und Zahlungsseiten in Google Chrome sowie in Android WebView werden dabei unkenntlich gemacht, um Passwörter, Bankverbindungen und Kreditkarten-Prüfziffern vor dem Ausspähen zu schützen.

Anfang Dezember 2026 folgt für Pixel und ausgewählte Geräte ein Schutz gegen unerlaubte Rufumleitungen. Dadurch wird verhindert, dass Drittanbieter-Apps eine Anrufweiterleitung unbemerkt im Hintergrund aktivieren; bei der manuellen Eingabe von MMI-Steuercodes weist das System künftig auf Risiken hin.

Zudem sollen im Rahmen der Funktion Verified Financial Calls betrügerische Anrufe bekämpft werden, die vorgeben, von Kreditinstituten zu stammen. Bei dieser Initiative kooperiert Google mit Banco do Brasil, Itaú Unibanco und Revolut. Deutsche Geldhäuser wurden in diesem Zusammenhang nicht genannt, ebenso fehlen Angaben zu einbezogenen Banken oder einer Verfügbarkeit in Deutschland.

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Steigende Betrugszahlen als Hintergrund

Nach Google-Angaben markieren die bestehenden Schutzsysteme in den Standard-Apps für Telefonie und Nachrichten bereits monatlich über 5 Mio. verdächtige Anrufe und Nachrichten. Für Kunden von Banco do Brasil und Itaú Unibanco seien seit Juni 2026 über 3 Mio. gefälschte Anrufe blockiert worden.

Der Schwerpunkt auf den südamerikanischen Bankensektor spiegelt die dortige Bedrohungslage wider: Daten des Bankenverbands FEBRABAN zeigen für Brasilien einen Anstieg des Bank-Identitätsbetrugs um 195,7 % innerhalb von zwölf Monaten.

Die Besorgnis unter Smartphone-Nutzern ist generell hoch: In einer gemeinsamen Umfrage von Google und YouGov gaben 40 % der Befragten an, sehr oder extrem besorgt über Betrugsversuche auf Mobilgeräten zu sein.

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