PingpongDuo, Unitree-G1-Roboter

PingpongDuo: Zwei Unitree-G1-Roboter schaffen bis zu 18 Rückgaben im Doppel

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 23:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Hongkonger Forschungsteam demonstrierte mit PingpongDuo bis zu 18 abwechselnde Rückgaben, benötigt aber externe Bewegungserfassung.
Ein Tischtennistisch in einer minimalistischen Trainingshalle mit Fokus auf die Oberfläche und das Netz. Illustration mit AI erstellt.

Ein Forschungsteam der Universität Hongkong, des Shanghai Innovation Institute, des Unternehmens Archon Robotics und des Chipherstellers NVIDIA hat im Oktober 2026 mit PingpongDuo ein hierarchisches Steuerungsframework für Tischtennis-Doppel vorgestellt.

Das System ermöglicht es zwei humanoiden Robotern, koordiniert auf einer Tischseite anzutreten und sich regelkonform bei Schlägen abzuwechseln. In realen Versuchsreihen absolvierten zwei Roboter des Modells Unitree G1 Ballwechsel mit mehr als 10 aufeinanderfolgenden alternierenden Schlägen.

Ein entsprechender Preprint der beteiligten Institutionen mit neun Autoren, darunter Haoran Jiang und Li Chen, wurde am 14. Oktober 2026 unter der Kennung arXiv:2610.20579 veröffentlicht.

Hierarchische Koordination und Kollisionsvermeidung

Das Framework PingpongDuo setzt auf eine mehrstufige Architektur, um die dynamischen Bewegungen zweier Roboter auf engem Raum abzustimmen. Ein übergeordneter Team-Planer steuert die Positionierung der Partner. Die Algorithmen wurden mittels Proximal Policy Optimization (PPO) optimiert.

Um Zusammenstöße zu verhindern, überwacht ein trainierter Risikoschätzer potenzielle Kollisionen zwischen Händen, Füßen und Körpern beider Einheiten. Ein nachgeschalteter Sicherheitsfilter greift im Gefahrenfall ein und räumt dem jeweils schlagenden Roboter Priorität ein, indem er über eine Rollengewichtung bevorzugt wird.

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Für die Ausführung der Aktionen kommen getrennte Steuerungsrichtlinien zum Einsatz. Die Fußarbeit basiert auf einem Modell, das mit rund 200 Sequenzen menschlichen Doppelspiels trainiert wurde. Die Führung des Schlägerarms wird separat über sieben Gelenke gesteuert.

Simulationsergebnisse und Leistungsdaten im Realtest

In Simulationsumgebungen erzielte das Gesamtsystem laut den Forschern gegenüber einer Baseline einen um 13,2 % höheren Ballrückgabe-Erfolg. Beim Freimachen der zentralen Spielzone lag der mittlere Positionierfehler bei rund 2 cm.

Bei identischem Risikofilter stieg die Zahl aufeinanderfolgender legaler Rückgaben in der Simulation von 3,79 bei starren Regelpositionen auf 4,87 bei der gelernten gemeinsamen Positionierung. Eine Residual-Policy für den Schlägerarm steigerte die legale Rückgabequote in Simulationsläufen mit 5 Seeds zu je 100 Bällen von 44,2 % ohne Korrektur auf 55,6 % mit aktiver Korrektur.

In praktischen Experimenten traten zwei Unitree G1 auf einer Tischseite auch im Doppel gegen menschliche Gegenspieler an und wechselten sich schlagweise ab.

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Neben Ballwechseln von über 10 Schlägen wurden in Versuchsreihen bis zu 18 aufeinanderfolgende alternierende Rückgaben registriert. Dabei bewältigte ein Unitree G1 einen Freimach- und Rückholzyklus über eine Distanz von 2,15 m in 2,4 s, wobei eine Spitzengeschwindigkeit von 2,23 m/s erreicht wurde.

Technische Grenzen und Ausblick

Das Framework PingpongDuo weist in seiner aktuellen Ausführung noch funktionale Einschränkungen auf. Das System setzt für die Verfolgung von Spielern und Ball zwingend auf eine externe Motion-Capture-Infrastruktur.

Zudem bleibt der Spin des Tischtennisballs bei der Flugbahnberechnung und Schlagplanung bislang unberücksichtigt. Zu weiteren Entwicklungsphasen oder einem Zeitplan für künftige Tests nannten die beteiligten Institutionen zum Redaktionsschluss keine Details.

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