PIMS, Fieber

PIMS bei Kindern: Fieber über fünf Tage kann auf die Entzündung hinweisen

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Anhaltendes Fieber mit Beschwerden in mehreren Organsystemen kann auf PIMS hinweisen; Impfung senkt das Erkrankungsrisiko.

PIMS bei Kindern: Warnzeichen, Behandlung und Bedeutung der Impfung
Ein heller, leerer Untersuchungsraum in einer Kinderklinik mit weichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Frühzeitige Symptomerkennung kann bei PIMS (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome), auch als MIS-C bekannt, entscheidend sein. Mehrere Informationsquellen zur kindlichen Gesundheit betonen, wie wichtig es ist, die entzündliche Erkrankung als mögliche Spätfolge einer SARS-CoV-2-Infektion frühzeitig zu erkennen, da sie unbehandelt schwer verlaufen kann.

Was PIMS ist und wann es auftritt

PIMS tritt in der Regel zwei bis sechs Wochen nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion auf. Die Erkrankung äußert sich durch eine überschießende Immunreaktion, die verschiedene Organsysteme gleichzeitig betreffen kann.

Als typisches Warnzeichen gilt Fieber, das länger als fünf Tage anhält, in Kombination mit Beschwerden in mindestens zwei unterschiedlichen Organsystemen. Diese Kombination unterscheidet PIMS von gewöhnlichen fieberhaften Infekten und sollte Eltern und Ärzte zu weiteren Abklärungen veranlassen.

Betroffene Altersgruppen und Häufigkeit

Die Erkrankung betrifft weniger als ein Prozent der infizierten Personen unter 21 Jahren. Am häufigsten sind Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 11 Jahren sowie von 12 bis 17 Jahren betroffen. Jungen erkranken dabei etwas häufiger als Mädchen. Die geringe Gesamthäufigkeit macht PIMS zu einer seltenen, aber ernstzunehmenden Komplikation, die im klinischen Alltag besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Behandlung und Nachsorge

Die Therapie von PIMS stützt sich vor allem auf intravenöse Immunglobuline und Glukokortikosteroide. In schwereren Fällen kommen zusätzlich sogenannte Biologicals zum Einsatz, darunter die Wirkstoffe Infliximab, Anakinra und Tocilizumab.

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PIMS tritt meist zwei bis sechs Wochen nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion auf — der Zusammenhang wird deshalb leicht übersehen. Unser kostenloser Eltern-Leitfaden zeigt Ihnen, welche Warnzeichen zählen und wann Sie ärztlich abklären lassen sollten. Kostenlosen PIMS-Eltern-Leitfaden anfordern

Ergänzend wird häufig eine Antikoagulation eingesetzt, um das Risiko von Gerinnungskomplikationen zu senken. Nach der akuten Behandlungsphase ist laut den Informationsquellen eine sechswöchige Nachbeobachtung vorgesehen, um den weiteren Verlauf zu kontrollieren und mögliche Spätfolgen frühzeitig zu erfassen.

Rolle der Impfung

Ein zentraler Aspekt der Prävention ist die COVID-19-Impfung. Sie senkt das Risiko, an PIMS zu erkranken, deutlich und wird für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Angesichts der teils intensiven Behandlung, die PIMS-Patienten benötigen können, gilt die Impfung als wichtiger Baustein, um schwere Verläufe der Spätfolge von vornherein zu vermeiden.

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Bedeutung für Eltern und Ärzte

Da PIMS mit einer zeitlichen Verzögerung zur eigentlichen Infektion auftritt, kann der Zusammenhang leicht übersehen werden. Anhaltendes Fieber über mehrere Tage in Verbindung mit Beschwerden, die mehrere Körpersysteme betreffen, sollte daher auch dann ärztlich abgeklärt werden, wenn eine zurückliegende Corona-Infektion bereits einige Wochen zurückliegt. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht den rechtzeitigen Einsatz der etablierten Therapien und kann helfen, schwere Verläufe zu begrenzen.

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