Physical, Roboter-Serie

Physical AI: Roboter-Serie T800 produziert alle 15 Minuten ein Gerät

02.06.2026 - 15:02:07 | boerse-global.de

Eine VDMA-Umfrage zeigt: Fast ein Drittel der Maschinenbauer nutzt KI bereits produktiv. Auch Großkonzerne wie Siemens und SAP treiben die Automatisierung voran.

Physical AI: Roboter-Serie T800 produziert alle 15 Minuten ein Gerät - Bild: über boerse-global.de
Physical AI: Roboter-Serie T800 produziert alle 15 Minuten ein Gerät - Bild: über boerse-global.de

31 Prozent der Unternehmen setzen KI bereits produktiv ein, weitere 37 Prozent testen sie in Pilotprojekten.

Das zeigt eine VDMA-Umfrage vom April 2026. 60 Prozent der Betriebe haben inzwischen eine Digitalisierungsstrategie. Bis Ende 2026 planen 18 Prozent konkrete KI-Projekte.

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Branchenexperte Guido Reimann betont die Bedeutung offener Standards wie OPC UA. Nur so gelingt der Wissenstransfer und die Skalierung hin zur adaptiven Fertigung. Besonders die regulierte Pharmaindustrie profitiert davon.

Physical AI: Roboter lernen denken

Die nächste Stufe der Automatisierung heißt Physical AI – die Verbindung von KI mit physischen Systemen. Auf der Hannover Messe 2026 kündigte Greifsystem-Spezialist Schunk Kooperationen mit Nvidia, Wandelbots, BCG und EY an.

Ziel: Physical AI für den Mittelstand skalierbar machen. Parallel entwickelt Schunk über ein Spin-off humanoide Roboterhände – basierend auf Lizenzen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

International zeigt sich das Tempo: In Shenzhen eröffnete EngineAI Robotics eine Fertigungsbasis für humanoide Roboter der T800-Serie. Die Anlage produziert 10.000 Einheiten, ein Roboter verlässt alle 15 Minuten das Band.

Digitale Zwillinge retten Wissen

Ein neues Konzept verspricht Effizienzsprünge: der digitale Wissenszwilling. Mitte Juni 2026 wird er auf dem Smart Factory Day in Berlin vorgestellt. Die Idee: Implizites Expertenwissen mit Systemdaten verknüpfen.

Das minimiert Anlaufverluste in neuen Fabriken. Best Practices lassen sich global skalieren, die Zeit bis zur Profitabilität verkürzt sich.

Auch die Pharmaproduktion setzt auf digitale Abbilder. Im Projekt RNAuto entwickeln sieben Fraunhofer-Institute eine automatisierte Anlage für mRNA-Therapeutika. Digitale Zwillinge übernehmen die Qualitätskontrolle – für schnellere und günstigere Arzneimittel.

Siemens baut um, SAP automatisiert

Großkonzerne reagieren auf den Wandel. Siemens-CEO Roland Busch kündigt die Neuausrichtung zur „One Tech Company“ an. Die Sparte Digital Industries wird gestrafft: aus vier Einheiten werden zwei.

Trotz Rekordgewinns von 10,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 sollen rund 20.000 Mitarbeiter in Deutschland betroffen sein. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Siemens aus.

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SAP setzt in der Logistik auf KI-gestützte Robotik. Im Logistikzentrum St. Leon-Rot falten Roboter Kartons und wickeln den Versand ab. Die Systeme lernen per Reinforcement Learning und Vision-Language-Action-Modellen kontinuierlich dazu.

Präzision made in Germany

Selbst klassische Schwerindustrie automatisiert. Die SMS group nahm bei einem Kunden in China eine vollautomatische Gesenkschmiedepresse in Betrieb. Bis zu 30 Hübe pro Minute, überwacht per digitalem Dashboard für Energie- und Produktionskennzahlen.

In der Qualitätssicherung beschleunigen automatisierte Messzellen die Prüfprozesse. Mitutoyo integriert Koordinatenmessmaschinen in robotergestützte Zellen. Ergebnis: 100-Prozent-Prüfungen komplexer Bauteile ohne zeitliche Engpässe – etwa in der Luft- und Raumfahrt.

Strategisch wird die Weichenstellung auf politischer Ebene begleitet. Deutschland und Estland vereinbarten eine Innovationspartnerschaft zu Agentic AI und digitaler Souveränität. Ziel: die europäische Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.

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