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Physical AI: Nvidia plant Umsatz-Verzehnfachung auf 100 Mrd. Dollar

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidia erwartet für Physical AI binnen zehn Jahren 100 Milliarden US-Dollar Umsatz, sieht aber Risiken durch China-Restriktionen und Lieferketten.

Nvidia setzt auf Physical AI und peilt 100 Milliarden Dollar an
Ein hochmoderner automatisierter Roboterarm in einer hellen, industriellen Lagerhalle. Illustration mit AI erstellt.

Der Halbleiterhersteller Nvidia richtet seinen Fokus verstärkt auf die sogenannte Physical AI. Laut einer Prognose von CEO Jensen Huang vom 1. September 2026 soll der Umsatz in diesem Bereich innerhalb eines Jahrzehnts von derzeit rund 10 Milliarden US-Dollar auf 100 Milliarden US-Dollar steigen. Damit könnte die physische KI die digitale KI perspektivisch um das Zehnfache übertreffen.

In der aktuellen Geschäftsstruktur von Nvidia nimmt die Physical AI, die Anwendungen in Robotern, autonomen Fahrzeugen und Drohnen umfasst, noch eine untergeordnete Rolle ein. Während das Data-Center-Segment zuletzt mehr als 89 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte, steuerte die physische KI weniger als 3 Prozent bei.

Dennoch sieht Huang hier das nächste große Wachstumsfeld. Das Unternehmen habe bereits einen umfassenden Hardware- und Software-Stack entwickelt, um strategische Wetten in Fabrikhallen, Lagerhäusern und im Straßenverkehr zu realisieren.

Expansion des Technologie-Ökosystems

Nvidia setzt für die Erschließung dieses Marktes auf eine spezialisierte Plattform-Strategie. Zu den zentralen Komponenten gehören Systeme wie Jetson, Cosmos und Isaac GR00T sowie die Simulationsumgebung Omniverse. Die technologische Basis wurde erst kürzlich erweitert: Am 25. August wurde das Jetson Orin Nano 2 veröffentlicht. Zudem umfasst das Portfolio für Physical AI spezialisierte Hardware wie den Chip Thor.

Die Relevanz dieser Plattformen zeigt sich in der Liste der Partner und Kunden. Im Bereich der Mobilität und Robotik setzen Unternehmen wie Tesla und Waymo sowie Robotik-Spezialisten wie AgiBot, Unitree und Fourier auf Lösungen des US-Konzerns.

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Parallel dazu unterstreichen hohe Investitionen im Umfeld der physischen KI die Dynamik des Sektors. So flossen etwa 1,4 Milliarden US-Dollar in Skild AI, während das Unternehmen Field AI bereits mit einer Bewertung von 2 Milliarden US-Dollar gehandelt wird.

Marktpotenziale und strukturelle Risiken

Die Einschätzungen über die künftige Marktgröße gehen unter Experten jedoch weit auseinander. Während Jensen Huang das globale Marktpotenzial für Industrierobotik auf bis zu 50 Billionen US-Dollar schätzt, fallen Prognosen von Marktforschern konservativer aus. So bezifferte PwC das Marktvolumen bis zum Jahr 2030 auf rund 490 Milliarden US-Dollar.

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Trotz der optimistischen Umsatzprognosen für das kommende Jahrzehnt sieht sich Nvidia mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Analysten und Branchenbeobachter verweisen insbesondere auf die Exportrestriktionen gegenüber China, die ein erhebliches Risiko für das Geschäft mit Physical AI darstellen könnten. Hinzu kommen potenzielle Lieferkettenprobleme und die allgemeine Marktdynamik in einem technologisch noch jungen Feld.

Weitere Details zur kurzfristigen Entwicklung und zum Fortschritt in diesem Segment werden im nächsten Quartalsbericht des Unternehmens erwartet, der Aufschluss über die aktuelle Dynamik der Physical-AI-Sparte geben dürfte. Das Ziel, den Umsatz in diesem Bereich zu verzehnfachen, unterstreicht die Transformation Nvidias von einem reinen Chiphersteller hin zu einem integrierten Anbieter für automatisierte und autonome Systeme.

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