Phone, Spoofing

Phone Spoofing: Polizisten-Betrüger erbeuten fünfstellige Beträge

25.06.2026 - 22:57:51 | boerse-global.de

Swisscom aktualisiert Callfilter, WhatsApp führt Sicherheitswarnungen ein. Betrugswelle mit falschen Polizisten und Smishing hält an.

Swisscom und WhatsApp: Neue Abwehr gegen Telefon- und SMS-Betrug
Phone - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt einen verzerrten eingehenden Anruf, im Hintergrund eine Person, die das Telefon hält. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus: Phone Spoofing und Smishing.

Falsche Polizisten am Telefon

Beim Phone Spoofing manipulieren Angreifer die Rufnummernanzeige. Auf dem Display erscheint eine vermeintlich vertrauenswürdige Identität. Die Masche wird oft für Vishing (Sprach-Phishing) genutzt.

In den vergangenen Tagen häuften sich die Fälle. In Kiel, im Kreis Plön und in Ludwigshafen gaben sich Kriminelle als Polizeibeamte aus. Sie täuschten Einbrüche in der Nachbarschaft vor, um Informationen über Wertsachen zu erlangen.

In Leopoldshöhe gelang der Betrug: Ein Ehepaar übergab am 22. Juni einen fünfstelligen Betrag nach einem Schockanruf. Die Täter hatten einen angeblichen Unfall eines Familienmitglieds vorgetäuscht. In Gelsenkirchen erbeuteten sie am 24. Juni Schmuck von einer Seniorin.

Eine weitere Variante: fingierte Verträge. Anrufer provozieren ein einfaches „Ja“ und schneiden es als angebliche Zustimmung zu einem Vertrag zusammen. Verbraucherschützer betonen: Rechtsgültig ist das nicht.

Smishing: Die stille Gefahr per SMS

Anzeige

Während Betrüger per SMS und Anruf immer raffinierter vorgehen, bleiben viele Smartphone-Nutzer ohne grundlegenden Schutz. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Gerät sofort gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern können. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken

Anders als beim Anruf nutzt Smishing Textnachrichten. Die Opfer werden auf gefälschte Webseiten gelockt. Aktuell warnt die Schweizer Polizei vor einer Masche, bei der sich Kriminelle als Mitarbeiter des Energieunternehmens EWZ ausgeben.

Ziel ist die Übernahme von Twint-Konten. Die Täter versenden SMS mit Links zu täuschend echten Login-Seiten. Dort fragen sie Bankdaten und Verifizierungscodes ab. Damit aktivieren sie die digitalen Geldbörsen der Opfer auf eigenen Geräten.

Auch gefälschte Voicemail-Benachrichtigungen sind im Umlauf. Sie locken Nutzer zur Eingabe von Zugangsdaten auf Phishing-Plattformen.

Swisscom und WhatsApp ziehen nach

Die Branche reagiert. Swisscom hat am 24. Juni seinen Callfilter aktualisiert. Die Funktion zeigt nun bei riskanten Anrufen den Hinweis „Vorsicht: Spam-Verdacht“ direkt auf dem Display an. Nach Unternehmensangaben blockiert das System bereits monatlich rund acht Millionen Spamanrufe.

WhatsApp führt ab heute eine Sicherheitswarnung für Chats mit unbekannten Rufnummern ein. Das System analysiert die Herkunft der Nummer und zeigt Informationen zum Registrierungsort sowie zu gemeinsamen Gruppen an. Das soll vor Account-Übernahmen schützen.

Anzeige

Ob WhatsApp-Betrug oder manipulierte Login-Seiten – die Gefahr für mobile Daten wächst stetig an. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Experten-Report, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Anwendungen wie WhatsApp oder PayPal endlich sicher nutzen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Cybersicherheitsexperten raten weiterhin zur Skepsis bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen. Empfohlen werden die Zwei-Kanal-Verifizierung, regelmäßige Schulungen in Unternehmen und die Meldung verdächtiger Nummern an die Bundesnetzagentur.

de | wissenschaft | 69627852 |