Phishing-Welle: Kriminelle locken mit 400-Euro-Rückzahlung der DRV
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 22:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aktuell kursieren vermehrt betrügerische E-Mails, die im Namen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) versendet werden. Die Täter nutzen dabei ein gezieltes Lockangebot über eine angebliche Rückzahlung, um Versicherte zur Preisgabe sensibler persönlicher Daten zu verleiten. In den Schreiben wird eine Erstattung von rund 400 Euro versprochen, was Empfänger zur Interaktion mit den Inhalten bewegen soll.
In der Phishing-Mail wird konkret eine Summe von 387,44 Euro genannt. Diese resultiere laut den Absendern aus zu viel gezahlten Rentenversicherungsbeiträgen für die Beitragsjahre 2024 und 2025. Um den Anschein von Seriosität zu wahren, wird in der Nachricht auf ein angeblich gesichertes Online-Portal verwiesen.
Die Empfänger werden dazu aufgefordert, einem beigefügten Link zu folgen, um dort ihre Bankverbindung zu bestätigen, damit die Auszahlung vorgenommen werden kann.
Zeitdruck als Manipulationsmittel
Ein wesentliches Merkmal dieser Betrugsmasche ist der künstlich erzeugte Zeitdruck. Die E-Mail setzt den Betroffenen eine strikte Frist von 30 Tagen. Sollte die Bestätigung der Daten innerhalb dieses Zeitraums nicht erfolgen, so die Behauptung der Kriminellen, verfalle der Anspruch auf die Rückzahlung unwiderruflich. Diese Taktik dient dazu, die Empfänger zu schnellem Handeln zu drängen und eine kritische Prüfung der E-Mail zu unterbinden.
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Die Deutsche Rentenversicherung hat auf diese Vorfälle reagiert und laut eigenen Angaben deutlich gemacht, dass sie niemals persönliche Informationen oder sensible Zahlungsinformationen auf dem Weg einer E-Mail anfordert. Versicherte sollten daher grundsätzlich skeptisch gegenüber unaufgeforderten Nachrichten sein, die zur Eingabe von Kontodaten auf externen Webseiten auffordern.
Typische Warnsignale identifizieren
Als klare Warnsignale für einen Betrugsversuch gelten laut der Deutschen Rentenversicherung eine unpersönliche Anrede sowie ungewöhnliche Absenderadressen, die nicht zu den offiziellen Kommunikationskanälen der Rentenversicherung passen. Auch die Integration eines direkten Links zur Dateneingabe innerhalb der E-Mail sei ein typisches Anzeichen für einen Phishing-Versuch.
Die Warnung vor dieser speziellen Betrugswelle wurde unter anderem durch das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW öffentlich gemacht. Dieses Instrument dient dazu, Verbraucher zeitnah über neue Wellen betrügerischer Nachrichten zu informieren.
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Berichten vom September zufolge ist die aktuelle Kampagne besonders darauf angelegt, durch den Bezug auf konkrete Beitragsjahre und krumme Cent-Beträge bei der Erstattungssumme Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.
Empfängern wird geraten, solche E-Mails unter keinen Umständen zu beantworten und darin enthaltene Links nicht zu öffnen. Stattdessen sollten die Nachrichten gelöscht werden.
Wer unsicher ist, ob ein tatsächlicher Anspruch auf eine Erstattung besteht, kann sich über die offiziell bekannten Kontaktwege direkt an die Deutsche Rentenversicherung wenden. Echte Bescheide werden in der Regel schriftlich auf dem Postweg oder über das gesicherte Online-Portal der DRV nach einer entsprechenden Authentifizierung zugestellt.
