Phishing-Welle, KI-Betrug

Phishing-Welle: KI-Betrug um 1.200% gestiegen, Millionen gefährdet

07.06.2026 - 07:17:54 | boerse-global.de

Kriminelle locken mit gefälschten Supermarkt-Angeboten, um an Bankdaten zu gelangen. KI macht die Nachrichten täuschend echt.

Falsche Treuepunkte: Neue Betrugswelle per SMS im Umlauf
Phishing-Welle - Nahaufnahme eines Smartphones mit einer betrügerischen SMS über Supermarkt-Punkte und einem verdächtigen Link, im Hintergrund ein Supermarkt. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Masche ist perfide: Betrüger verschicken SMS, in denen sie behaupten, gesammelte Treuepunkte würden bald verfallen oder müssten dringend eingelöst werden. Ziel ist es, an sensible Bankdaten zu gelangen und unberechtigte Abbuchungen vorzunehmen.

Anzeige

Banking, PayPal und persönliche Daten – auf keinem Gerät sind wir so anfällig für solche Betrugsmaschen wie auf dem Smartphone. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, mit welchen 5 einfachen Maßnahmen Sie Ihr Android-Gerät effektiv vor Zugriffen schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

So funktioniert der Betrug

Die Nachrichten enthalten einen Link, der auf eine gefälschte Webseite führt. Diese sieht täuschend echt aus und imitiert die offiziellen Portale bekannter Supermarktketten. Dort werden die Opfer aufgefordert, ihre Kontoverbindungen oder Kreditkartendaten einzugeben – angeblich, um die Punkte zu sichern.

In Wirklichkeit wollen die Angreifer Geld stehlen oder sich Zugang zum Online-Banking verschaffen.

Die Polizei rät: Keine Links in unaufgeforderten Nachrichten öffnen. Keine persönlichen Daten preisgeben. Wer bereits hereingefallen ist, sollte sofort die Bank kontaktieren und Konten sowie Karten sperren lassen.

KI macht Phishing gefährlicher

Die aktuelle Betrugswelle ist Teil eines globalen Trends. Die Zahl KI-gestützter Phishing-Angriffe ist innerhalb von zwei Jahren um 1.200 Prozent gestiegen. Die Nachrichten wirken immer professioneller und sind für Laien kaum noch als Betrug zu erkennen.

Internationale Behörden wie das FBI beziffern die weltweiten Verluste durch Cyberkriminalität für 2025 auf rund 19,2 Milliarden Euro – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Anzeige

Da Phishing-Nachrichten immer professioneller wirken, reichen einfache Passwörter oft nicht mehr aus, um Ihre Konten bei Amazon, WhatsApp oder Microsoft zu sichern. Ein kostenloser Report erklärt die neue Passkey-Technologie, die Hackern keine Chance mehr lässt und Passwörter überflüssig macht. Kostenlosen Passkey-Report jetzt herunterladen

Die Täter nutzen zunehmend Daten aus früheren Lecks, etwa einem Vorfall bei einer großen Hotel-Buchungsplattform im April 2026. Auch Messenger wie WhatsApp werden für gezielte Attacken eingesetzt.

BGH-Urteil: Kunden haften bei Fahrlässigkeit

Wer auf solche Maschen hereinfällt, kann teuer bezahlen – und zwar dauerhaft. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) von Anfang März 2026 macht das deutlich.

Das Gericht entschied: Wer nach einem betrügerischen Anruf TANs weitergibt, handelt grob fahrlässig. Im konkreten Fall verlor eine Kundin fast 40.000 Euro, weil sie mehrere Transaktionsnummern preisgab.

Moderne Sicherheitsverfahren wie das chipTAN-Verfahren erfüllen laut BGH die notwendigen Anforderungen. Bei solchem Fehlverhalten haften Kunden selbst für den Schaden.

Auch neue Schutzmaßnahmen helfen nur bedingt: Die automatische Erkennung von Betrugsanrufen auf bestimmten Smartphones – erst Anfang Juni eingeführt – kann die persönliche Wachsamkeit nicht ersetzen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69494949 |