Phishing-Welle: 626.000 Spam-Anrufe bei WhatsApp im Juni
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 07:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Verbraucherschützer warnen jedoch vor neuen Risiken.
Apple setzt auf Verhaltensanalyse
Apple integriert in iOS 27 eine Sicherheitsplattform namens Trust Insights. Das System analysiert in Echtzeit das Nutzerverhalten auf dem Gerät und erkennt betrügerische Muster.
Die Analyse konzentriert sich auf fünf Hochrisikobereiche: Zahlungsverkehr, Kontenverwaltung, Ressourcennutzung, Kommunikation und Systemaktivitäten. Erkennt das Framework ein Risiko, können Apps Warnhinweise einblenden, Transaktionen verzögern oder zusätzliche Identitätsprüfungen verlangen.
Apple betont: Die Analyse läuft lokal, Nachrichteninhalte werden nicht mitgelesen. Nutzer können die Funktion zwar deaktivieren, müssen dann aber eine Sicherheits-Wartezeit in Kauf nehmen.
WhatsApp führt Benutzernamen ein
Parallel dazu führt WhatsApp ein System für Benutzernamen ein. Seit Ende Juni läuft eine Reservierungsphase für Namen zwischen drei und 35 Zeichen. Meta reserviert Namen von Organisationen, Behörden und Prominenten vorab.
Die Verbraucherzentrale NRW warnt jedoch: Da Benutzernamen frei wählbar sind, könnten Kriminelle Identitäten vortäuschen. Als Schutz empfiehlt sie die Aktivierung eines vierstelligen Benutzernamen-Schlüssels gegen Spam. Die Telefonnummer bleibt technisch weiterhin Voraussetzung für die Nutzung.
Die neue Phishing-Welle trifft gezielt iPhone-Nutzer: 626.000 Spam-Anrufe allein im Juni. Unser Leitfaden zeigt in 3 Schritten, wie Sie Ihr Konto sichern und den neuen Benutzernamen-Schlüssel aktivieren. Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern
In Indien stoppte der Rollout wegen Sicherheitsbedenken. Branchenanalysten berichteten, dass Namen bekannter Politiker teilweise noch frei registrierbar waren.
Phishing-Welle trifft iPhone-Nutzer
Die Dringlichkeit der Maßnahmen zeigen aktuelle Zahlen. Im Juni 2026 meldeten Nutzer über 626.000 Spam-Anrufe bei WhatsApp – ein Plus von 20 Prozent zum Vormonat.
Das CERT warnt zudem vor bösartigen .vbs-Dateien, die über gehackte Konten als Rechnungen oder Kontoauszüge verschickt werden. Eine neue Phishing-Welle zielt gezielt auf iPhone-Nutzer: Betrüger versenden unpersönliche Mails im Namen von Apple und fordern zur Aktualisierung von Zahlungsdaten auf.
Die Links führen auf gefälschte Webseiten, die den Verlust des Kontozugriffs vortäuschen. Experten raten bei Datenpreisgabe zur sofortigen Passwortänderung und Kontaktaufnahme mit der Bank.
EU-Parlament billigt Chatkontrolle
Vorsicht vor gefälschten Apple-Mails: Betrüger fordern Zahlungsdaten-Update. Wer bereits Daten preisgegeben hat, muss sofort handeln. Unser Leitfaden liefert die Checkliste für den Ernstfall. Sofort-Maßnahmen jetzt herunterladen
Flankiert werden die Neuerungen von politischen Entscheidungen. Das EU-Parlament billigte mit 286 zu 276 Stimmen eine befristete Ausnahme von Datenschutzregeln. Sie erlaubt Anbietern, private Chats bis April 2028 auf Material mit Kindesmissbrauch zu untersuchen.
Die Regelung ist umstritten. Bundeskanzler Merz und Familienministerin Prien unterstützen sie. Datenschützer warnen vor anlassloser Massenkontrolle. Das Parlament verlangt Nachbesserungen, um Client-Side Scanning vor der Verschlüsselung zu verhindern. Kritik gab es auch am Verfahren von Parlamentspräsidentin Metsola.
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