Phishing, WhatsApp-Änderung

Phishing explodiert um 500 Prozent: WhatsApp-Änderung öffnet Tor

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 11:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Internationale Polizeiaktion gegen Smartphone-Kriminalität führt zu 5.800 Festnahmen und 293 Millionen Dollar Sicherstellung.

Operation First Light: 5.800 Festnahmen bei globaler Anti-Betrugsaktion
Eine Hand hält ein Smartphone, dessen Bildschirm eine verschwommene digitale Sicherheitswarnung zeigt, mit Polizeilichtern im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

800 Verdächtige festgenommen. Die internationale Polizeiaktion richtete sich gegen Smartphone-Kriminalität und digitalen Betrug. Die Ermittler stellten Vermögenswerte in Höhe von 293 Millionen US-Dollar sicher.

Phishing-Angriffe explodieren um 500 Prozent

Die Bedrohungslage verschärft sich rasant. Zwischen April und Juni stieg die Zahl der Phishing-Angriffe um 500 Prozent. Experten sehen neue Angriffsflächen durch Änderungen bei Messenger-Diensten: WhatsApp ermöglicht seit Ende Juni die Nutzung von Benutzernamen – ein gefundenes Fressen für gezielte Attacken.

Dazu kommen unsichere Anwendungen. Eine Untersuchung von über 280 VPN-Apps für Android ergab: Sie versenden Daten im Klartext. Schutz vor Datendiebstahl? Fehlanzeige.

Schockanrufe kosten Millionen

Die Masche ist perfide, die Schäden sind enorm. In Österreich verursachten Schockanrufe zwischen 2022 und 2025 einen Gesamtschaden von 53 Millionen Euro. Pro Opfer sind das durchschnittlich 58.000 Euro – in Einzelfällen sogar bis zu zwei Millionen.

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Auch Raubdelikte bleiben ein Problem. In Dresden wurden am Wochenende zwei Smartphones im Wert von 850 und 1.200 Euro geraubt. In einem Fall drohten die Täter mit Gewalt, im anderen stellte die Polizei die Verdächtigen kurz nach der Tat. Ähnliche Vorfälle in Frankfurt und Luzern: Dort entriss eine Gruppe einem jungen Mann nach einer Geldabhebung die Beute, in der Schweiz verlor ein Opfer eine Luxusuhr im Wert von 66.000 Franken.

Behörden verschärfen Sicherheitsregeln

Die Regulierungsbehörden reagieren. Die Wertpapier- und Terminbörsenkommission Hongkongs (SFC) verbietet Einmalpasswörter (OTP) für Krypto-Plattformen und Online-Broker – innerhalb der nächsten zwölf Monate.

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Und wer zahlt, wenn's schiefgeht? Der Bundesgerichtshof hat bereits im vergangenen Jahr klargestellt: Banken müssen nicht autorisierte Zahlungen erstatten – es sei denn, dem Kunden ist grobe Fahrlässigkeit nachzuweisen. Ein starkes Signal für Verbraucher.

In Teilen Chinas bleibt die Lage anders. Dort gelten weiterhin strenge Internetbeschränkungen. Die Kriminalitätsrate ist zwar niedrig, aber Behörden warnen Reisende vor Blockaden gängiger Dienste. VPNs sind oft der einzige Ausweg – trotz Sicherheitsrisiken und rechtlicher Verbote.

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