Phishing-Delikte: Anstieg um 25 Prozent durch KI-gesteuerte Angriffe
11.06.2026 - 18:30:21 | boerse-global.de
Kriminelle versenden massenhaft gefälschte E-Mails, um an Bank- und Kreditkartendaten zu gelangen.
So täuschen die Betrüger ihre Opfer
Die Täter geben sich als BSV-Mitarbeiter aus. Ihr Köder: eine angebliche Gesetzesänderung zum 1. Januar 2026. Die Empfänger sollen einen Link anklicken, um ihren Anspruch auf AHV-Ergänzungsleistungen prüfen zu lassen.
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Der Link führt auf eine täuschend echte Kopie der offiziellen BSV-Website. Dort geben die Opfer zunächst persönliche Daten und ihre Bankverbindung ein. Dann folgt der nächste Trick: Ein angeblicher Fehler bei der IBAN-Überprüfung wird vorgetäuscht. Zur „Verifizierung" verlangen die Betreiber schließlich Kreditkartendaten inklusive Ablaufdatum und Sicherheitscode (CVV).
Phishing-Delikte nehmen zu
Die aktuelle Kampagne ist kein Einzelfall. Die Kantonspolizei Schwyz meldet einen Anstieg der Phishing-Delikte um rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Täter nutzen dabei die Namen bekannter Institutionen, Banken oder Lieferdienste.
Besonders perfide: KI-gesteuerte Angriffe haben 2026 deutlich zugenommen. Die präziseren Formulierungen steigern die Erfolgsraten erheblich, beobachten Branchenanalysten.
Neben Phishing-Mails verzeichnet die Polizei auch mehr Remote-Access-Scams. Allein im Kanton Bern erbeuteten Täter zwischen November 2025 und April 2026 mehrere Millionen Franken. Die Masche: Opfer werden telefonisch zur Installation von Fernwartungssoftware gedrängt – die Angreifer erhalten so Zugriff auf das Online-Banking.
Das raten die Behörden
Die Kantonspolizei Zürich und die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) warnen vor E-Mails, die zu dringenden Handlungen auffordern oder finanzielle Vorteile versprechen. Das BSV stellt klar: Behörden fragen niemals vertrauliche Daten wie Kreditkartendetails oder Passwörter per E-Mail oder über verlinkte Webformulare ab.
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Was Betroffene tun sollten:
- Verdächtige E-Mails nicht beantworten, Links nicht anklicken
- Nachrichten zur Analyse an Cybercrimepolice.ch weiterleiten
- Bei bereits eingegebenen Daten: Karten sofort sperren lassen und Anzeige bei der Kantonspolizei erstatten
Zusätzlich gilt: Absenderadressen genau prüfen. Bei Zweifeln die offizielle Telefonnummer der Institution direkt wählen – statt auf Links in der Nachricht zu klicken.
