Phishing-Betrug, Klickrate

Phishing-Betrug: KI erreicht 54% Klickrate bei Bankenkunden

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 04:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Betrügerische Mails zu Sicherheitsupdates bedrohen Online-Banking. KI-gestützte Angriffe erreichen eine Klickrate von 54 Prozent.

KI-Phishing-Welle: Sparkassen und DKB-Kunden im Visier
Nahaufnahme eines Smartphone-Bildschirms, der eine betrügerische Banking-App-Update-Benachrichtigung anzeigt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Täter nutzen vorgetäuschte Sicherheitsupdates und App-Registrierungen, um an Zugangsdaten fürs Online-Banking zu gelangen.

S-pushTAN und App-Authentifizierung im Fokus

Besonders betroffen: Sparkassen-Kunden. In täuschend echten Mails fordern Betrüger zu einem angeblichen Update des S-pushTAN-Verfahrens auf. Ihre Masche: Zeitdruck und die Drohung mit Kontosperrung.

Ähnliche Muster tauchen bei der DKB auf. Die Betrüger behaupten, die Registrierung der Banking-App laufe in Kürze ab. Als Frist nennen sie den 15. Juli. Auffällig: der Schreibfehler „lauft“ im Betreff. Auch Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken sind betroffen – hier fordern die Mails eine Re-Authentifizierung bis zum 17. Juli.

KI macht Phishing gefährlicher

Die Angriffe werden immer effektiver. KI-gestütztes Phishing erreicht inzwischen eine Klickrate von rund 54 Prozent. Das ist eine Vervierfachung im Vergleich zu klassischen Methoden. Künstliche Intelligenz hilft Angreifern, sprachlich korrekte und personalisierte Nachrichten zu erstellen – schwer zu durchschauen für Verbraucher.

Der aktuelle Cybersicherheitsmonitor bestätigt den Trend: Mehr als zehn Prozent der Nutzer wurden in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cyberkriminalität. 13 Prozent der Vorfälle entfielen auf Online-Banking. Das BSI warnt zudem: Mittlerweile besteht mehr als die Hälfte des gesamten E-Mail-Aufkommens aus Spam.

Anzeige

KI-gestütztes Phishing erreicht inzwischen eine Klickrate von 54 Prozent – das ist eine Vervierfachung im Vergleich zu klassischen Methoden. Besonders Sparkassen- und DKB-Kunden sind betroffen. Mit unserem kostenlosen Leitfaden lernen Sie in 3 Schritten, wie Sie Fake-Mails sofort erkennen und Ihr Konto schützen. Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden sichern

Was betroffene Kunden jetzt tun sollten

Die Verbraucherzentrale rät: Solche Mails ignorieren, keine Links anklicken, keine Anhänge öffnen. Banken fragen keine sensiblen Daten über E-Mail-Links ab und drohen auch nicht mit Kontosperrung. Nutzen Sie ausschließlich offizielle Apps oder verifizierte Webseiten.

Wer bereits betroffen ist: sofort die Bank informieren, alle Karten sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten. Verdächtige Mails im Namen der Sparkasse können an eine spezielle Prüfadresse weitergeleitet werden.

Datenlecks als Brandbeschleuniger

Anzeige

Datenlecks bei Onlineshops liefern Betrügern die Grundlage für personalisierte Phishing-Mails – und KI macht sie täuschend echt. Wer bereits eine verdächtige Mail erhalten hat, braucht einen klaren Notfallplan. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie nach einem Klick richtig reagieren und Schaden begrenzen. Notfallplan bei Phishing jetzt sichern

Die aktuelle Welle wird durch großflächige Datenabflüsse begünstigt. Erst kürzlich entwendeten Kriminelle bei einem Onlineshop Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Solche Datensätze sind die Grundlage für gezielte Phishing-Kampagnen.

Auch aktuelle Großereignisse werden ausgenutzt: Seit April stieg die Zahl der Phishing-Angriffe im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft um 500 Prozent. Die Europäische Zentralbank fordert daher von Finanzinstituten bis Oktober umfassende Aktionspläne zur Abwehr KI-basierter Angriffe.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69756800 |