Phishing-Betrug, Angriffe

Phishing-Betrug: 86% der Angriffe nutzen KI für täuschend echte Nachrichten

06.07.2026 - 07:15:21 | boerse-global.de

Betrugsmaschen mit KI-Unterstützung nehmen rasant zu. Ein Senior verlor durch falschen Microsoft-Support 25.000 Euro. Gerichte verurteilen Täter.

KI-Phishing: Betrüger erbeuten 25.000 Euro von Senior
Phishing-Betrug - Nahaufnahme eines Smartphones, das eine betrügerische Banking-App oder Phishing-Nachricht anzeigt, mit unscharfen Händen im Hintergrund. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Besonders perfide: Sie geben sich als Microsoft-Mitarbeiter oder Bankangestellte aus.

Falscher Support kostet Senior 25.000 Euro

Ein 74-Jähriger aus Heringsdorf verlor am Wochenende 25.000 Euro. Die Täter simulierten einen technischen Fehler auf seinem Computer. Ein schwarzer Bildschirm mit einer angeblichen Support-Hotline erschien. Der Senior gewährte Fernzugriff – die Betrüger überwiesen das Geld.

Die Polizei warnt vor dem sogenannten Wespentrick. Seriöse Unternehmen fordern niemals unaufgefordert Fernzugriff oder Zahlungen.

Ähnlich erging es einer 82-jährigen Frau in Waalwijk. Am 4. Juli gaben sich Täter telefonisch als Sicherheitsmitarbeiter ihrer Bank aus. Sie erlangten Zugang zu Kontodaten und Wertgegenständen.

86 Prozent aller Phishing-Angriffe sind KI-gestützt

Der aktuelle Phishing Threat Trends Report von KnowBe4 zeigt die technologische Entwicklung. Mittlerweile nutzen 86 Prozent der Angriffe Künstliche Intelligenz. Die KI verfasst täuschend echte Nachrichten und fälscht Identitäten glaubwürdig.

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Ein 74-Jähriger verlor 25.000 Euro, weil ein falscher Microsoft-Support Fernzugriff auf seinen PC bekam. Solche KI-gestützten Angriffe sind kaum noch zu erkennen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie sich schützen. Jetzt Schutzleitfaden anfordern

Im geschäftlichen Umfeld steigen spezifische Angriffe besonders stark:

  • Kalender-Phishing nahm um 49 Prozent zu
  • Angriffe über Microsoft Teams legten um 41 Prozent zu
  • Reverse-Proxy-Angriffe auf Microsoft 365 stiegen um 139 Prozent
  • 30 Prozent aller Attacken täuschten interne Teammitglieder vor

Gerichte verurteilen Telefonbetrüger

Die Justiz arbeitet die Fälle auf – doch die grenzüberschreitenden Netzwerke sind komplex. Das Landgericht Münster verurteilte ein 26-jähriges Mitglied einer Telefonbetrüger-Bande zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Der Mann hatte eine Seniorin aus Höxter um Bargeld und Goldmünzen im Wert von 25.000 Euro gebracht. Das Gericht ordnete zudem die Einziehung von Wertersatz in Höhe von über 200.000 Euro an.

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In einem weiteren Verfahren ermitteln die Behörden gegen 91 mutmaßliche Beteiligte. Die Bande soll zwischen Mai und Oktober 2025 knapp eine Million Euro durch Phishing erbeutet haben. Der mutmaßliche Anführer soll die Gelder systematisch in Kryptowährungen umgewandelt haben. Die Ermittlungen umfassen auch schwere Gewaltdelikte innerhalb der Organisation.

Die Polizei rät zur Vorsicht bei unangeforderten Anrufen oder Nachrichten. Echte Beamte oder Bankmitarbeiter fordern niemals Wertsachen oder Passwörter am Telefon oder an der Haustür.

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