Phishing-Bande Outsider: 3,8 Millionen Kreditkarten mit Gemini gestohlen
17.06.2026 - 00:17:25 | boerse-global.de
Die Bande namens „Outsider" soll die KI Gemini für massenhafte Phishing-Angriffe missbraucht haben. Seit Mitte 2025 erbeuteten die Täter über 3,8 Millionen Kreditkartendaten – der geschätzte Gesamtschaden liegt bei 1,9 Milliarden US-Dollar.
Die Angreifer boten ihre Dienste als „Phishing-as-a-Service" an. Sie nutzten Gemini, um täuschend echte Phishing-Webseiten und SMS-Vorlagen zu erstellen.
Unternehmen lassen Sicherheitslücken offen
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Ein aktueller Report von Proofpoint zeigt: 87 Prozent der Unternehmen setzen KI-Assistenten flächendeckend ein. Doch weniger als die Hälfte integriert Sicherheitsaspekte von Anfang an. Besonders gefürchtet sind sogenannte Prompt Injections – hier manipulieren Angreifer KI-Modelle durch gezielte Eingaben.
Xiaomi schließt kritische Android-Lücken
Xiaomi hat den Sicherheitspatch für Juni 2026 ausgerollt. Er behebt kritische Schwachstellen im Android-Framework. Google warnte vor einer Lücke, die bereits aktiv ausgenutzt wird. Das Update erhalten zunächst Modelle wie das Xiaomi 15 Pro und das 14T Pro.
Parallel dazu ist Android 17 für Pixel-Smartphones erschienen. Das System bringt neue Schutzmechanismen: Eine dreistündige Verzögerung beim Zugriff auf Einmalpasswörter, verstärkten Quantenschutz für Verschlüsselung und eine sitzungsgebundene Standort-Schaltfläche.
Ransomware-Zahlungen auf Rekordniveau
Die Erpressungsindustrie boomt. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Ransomware-Zahlungen um 39 Prozent auf 529 Millionen Euro. Allein im Mai registrierten Sicherheitsexperten fast 700 Vorfälle weltweit – ein deutlicher Zuwachs zum Vorjahresmonat.
Besonders perfide: Die Kampagne „EvilTokens" umgeht Multi-Faktor-Authentifizierung. Die Angreifer stehlen OAuth-Token, ohne je ein Passwort einzugeben. Seit Jahresbeginn beobachten Experten einen massiven Anstieg solcher Angriffe auf Microsoft-365-Konten.
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KI gegen KI: Neue Allianzen formieren sich
SoftBank und OpenAI haben „Patching as a Service" angekündigt. Der Dienst soll KI nutzen, um Schwachstellen in kritischen Infrastrukturen schneller zu finden und zu schließen.
Auch eine neue KI-native Plattform für Sicherheitsoperationen ist am Start. Sie erkennt und stoppt Bedrohungen autonom. Experten warnen jedoch: Die Qualität der KI-Abwehr hängt entscheidend von den internen Datenstrukturen der Unternehmen ab.
