Phishing-Angriffe, KI-basierte

Phishing-Angriffe: KI-basierte Betrügereien um 1.200 Prozent gestiegen

08.06.2026 - 16:39:49 | boerse-global.de

WhatsApp für iOS erhält Multi-Account-Support. Neue Sicherheitsfunktionen wie IP-Schutz bei Anrufen und KI-Betrugserkennung sollen Nutzer schützen.

WhatsApp iOS: Multi-Account-Funktion und neue Sicherheitsfeatures
Phishing-Angriffe - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt zwei nebeneinander liegende WhatsApp-Chats, die Multi-Konto-Funktionen symbolisieren. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

iPhone-Nutzer können jetzt zwei Konten parallel in einer App betreiben – ohne Drittanbieter-Lösungen.

Die Funktion war für Android bereits Ende 2023 verfügbar. Mit der Version 26.22.76 holt Meta nun für Apple-Nutzer auf. Die Einrichtung erfolgt über die App-Einstellungen unter „Konto hinzufügen“. Jedes Konto behält eigene Chats, Benachrichtigungen und Einstellungen. Der Wechsel zwischen den Profilen läuft über den Profilbereich. Für schnelleres Anmelden unterstützt die App zudem die Identifizierung per Passkey.

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Mehr Schutz bei Anrufen und vor Betrug

WhatsApp verstärkt gleichzeitig die Sicherheitsvorkehrungen. Eine neue Funktion verbirgt die IP-Adresse während Telefonaten. Die Gespräche werden dann über Metas Server geleitet – das erschwert die Standort- oder Provider-Ermittlung durch den Gesprächspartner. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt bestehen, allerdings kann die Anrufqualität darunter leiden.

In einer aktuellen Android-Beta testet der Dienst zudem „Scam Alert“ – eine lokale, KI-gestützte Betrugserkennung. Sie identifiziert verdächtige Nachrichten direkt auf dem Endgerät. Ergänzend gibt es Inkognito-Chats für Interaktionen mit Meta AI.

Phishing-Boom: KI-Angriffe um 1.200 Prozent gestiegen

Die neuen Sicherheitsfeatures kommen nicht zu früh. KI-basierte Phishing-Angriffe auf mobile Geräte sind innerhalb von zwei Jahren um rund 1.200 Prozent gestiegen. Ein Großteil der betrügerischen Nachrichten wird mittlerweile durch künstliche Intelligenz generiert.

Besonders stark zog das sogenannte Quishing an – Betrug mit manipulierten QR-Codes. Im ersten Quartal dieses Jahres zählten Experten weltweit rund 18 Millionen Fälle. Als Basis für aktuelle Betrugswellen über WhatsApp dienten unter anderem Datenabflüsse bei großen Plattformen wie Booking.com im Frühjahr 2026.

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Die globalen Verluste durch Cyberkriminalität beliefen sich 2025 auf rund 19,2 Milliarden Euro – ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

BGH-Urteil: Haftung bei grober Fahrlässigkeit

Während Meta die technischen Hürden für Betrüger erhöht, präzisiert die Rechtsprechung die Haftungsfragen. Der Bundesgerichtshof entschied im März 2026: Kunden können bei grober Fahrlässigkeit für Schäden durch Phishing-Angriffe selbst haften. Gleichzeitig sind Chatprotokolle verschlüsselter Plattformen unter bestimmten Bedingungen als Beweismittel in Strafverfahren zulässig.

WhatsApp Plus: Abo-Modell für 2,49 Euro

Um die Plattform weiter zu monetarisieren, testet Meta ein kostenpflichtiges Abonnement. „WhatsApp Plus“ soll für monatlich 2,49 Euro zusätzliche Funktionen bieten. Parallel öffnet sich das Apple-Ökosystem für externe Dienste: Mit dem KI-Agenten Poke startete Anfang Juni ein erster Drittanbieter-Bot in der Apple-Nachrichten-App iMessage über den Dienst Messages for Business.

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