Phishing-Angriffe, FIDO2-Schlüssel

Phishing-Angriffe: 86 Prozent nutzen KI – FIDO2-Schlüssel helfen

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KI-gestützte Phishing-Attacken dominieren mit 86 Prozent die Bedrohungslage. FIDO2-Schlüssel gelten als robuste Alternative zu Passwörtern.

KI-Phishing nimmt rasant zu: FIDO2-Schlüssel als Schutz vor Cyberangriffen
Ein moderner FIDO2-Sicherheitsschlüssel steckt in einem Laptop-USB-Anschluss vor einem verschwommenen Büro-Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Bedrohung durch KI-gesteuerte Phishing-Angriffe eskaliert – FIDO2-Sicherheitsschlüssel gelten als wirksame Antwort. Rund 86 Prozent aller Phishing-Angriffe basieren mittlerweile auf künstlicher Intelligenz. Das zeigt ein aktueller Bericht von KnowBe4.

Angreifer nutzen KI für täuschend echte Attacken

Die Technologie ermöglicht es Kriminellen, Kommunikation zu erzeugen, die herkömmliche Sicherheitsfilter häufig umgeht. Besonders betroffen: Nutzer von Cloud-Diensten. Cisco Talos registrierte innerhalb von nur vier Wochen etwa 7 Millionen sogenannte Device-Code-Phishing-Angriffe. 99 Prozent davon richteten sich gegen Microsoft-Dienste.

Über die Hälfte aller Cybervorfälle entfällt derzeit auf Phishing. Die Intensität nimmt besonders während der Urlaubszeit zu. Neben klassischen E-Mail-Betrugsversuchen setzen Kriminelle auf manipulierte QR-Codes – bekannt als Quishing – an öffentlichen Orten. Auch die Täuschung von Teammitgliedern in Unternehmen nimmt zu.

Kritische Sicherheitslücken verschärfen die Lage: Die Schwachstelle CVE-2026-42897 in Outlook Web Access und die mit Schweregrad 9,5 eingestufte Lücke CVE-2026-66066 in Ruby on Rails zeigen: Standard-Passwörter sind kein ausreichender Schutz mehr.

FIDO2-Schlüssel: Schutz, der nicht fernsteuerbar ist

Genau hier setzen FIDO2-USB-Sicherheitsschlüssel an. Geräte wie der Thetis FIDO2-Sicherheitsschlüssel für rund 22 Euro bieten eine physische Komponente für die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Anders als SMS-Codes oder App-Verfahren lässt sich ein physischer Schlüssel nicht per Remote-Angriff oder Social Engineering abfangen – der Zugriff erfordert Kontakt zum Gerät.

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Experten sehen in der digitalen Identität den größten Hebel für IT-Sicherheit. Ihre Empfehlung: das „Zero-Trust“-Paradigma. Identität wird dabei nicht einmalig abgefragt, sondern kontinuierlich geprüft. Browser-Entwickler ziehen nach – Microsoft Edge führt etwa eine Synchronisierung für Passkeys ein.

Gesetzgeber treibt den Wandel voran

Auch regulatorischer Druck forciert den Umstieg. Der Cyber Resilience Act (CRA) verbietet ab Ende 2027 schwache oder fest codierte Anmeldedaten in IoT-Geräten. Verstöße kosten bis zu 15 Millionen Euro oder einen prozentualen Anteil am weltweiten Jahresumsatz. Wegen Hardware-Designzyklen von bis zu zwei Jahren raten Fachleute, jetzt auf zertifizierte Verfahren umzustellen.

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Wer im professionellen Umfeld mit neuen technologischen Regeln und Sicherheitsstandards konfrontiert wird, benötigt einen schnellen Überblick über die aktuellen Pflichten. Dieser kostenlose Leitfaden hilft Unternehmen dabei, die neuen gesetzlichen Anforderungen der EU-KI-Verordnung und die damit verbundenen Risikoklassen besser zu verstehen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act anfordern

Der deutsche Staat bietet mit der Pseudonym-Funktion des Personalausweises bereits datensparsames Anmelden an – doch nur 14 Prozent der Bürger nutzen sie. Anfang 2027 soll die EUDI-Wallet starten, eine digitale Brieftasche für Ausweise und Nachweise.

Physische Tokens erobern auch andere Bereiche: Das NFC-basierte Gerät „Autonomous Key“ für 9 Euro beschränkt den Zugang zu Smartphone-Apps und reguliert so die Bildschirmzeit. Der Trend ist klar: Digitale Sicherheit wird zunehmend zur physischen Frage.

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