Phishing-Angriffe, Erfolgsquote

Phishing-Angriffe: 86% nutzen KI – Erfolgsquote bei 54%

24.06.2026 - 13:46:32 | boerse-global.de

Google und Apple statten ihre mobilen Betriebssysteme mit KI-gestützten Schutzmechanismen gegen Diebstahl und Phishing aus.

Android 17 und iOS 27: Neue KI-Sicherheitsfeatures im Vergleich
Phishing-Angriffe - Ein modernes Smartphone mit einem Display, das abstrakte, leuchtende Linien und Knoten zeigt, die KI und Datenschutz symbolisieren. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Beide Betriebssysteme setzen auf künstliche Intelligenz, um Nutzerdaten besser zu schützen.

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Android 17: Biometrie und KI-Erkennung

Google hat Android 17 am 23. Juni für die Pixel-Modelle 6 bis 10 freigegeben. Die neue Version erschwert den Zugriff nach einem Diebstahl erheblich.

Wird ein Smartphone über „Mein Gerät finden“ als verloren markiert, ist der Zugriff nur noch per Fingerabdruck oder Gesichtsscan möglich. Google hat zudem die Anzahl zulässiger Code-Eingabeversuche reduziert und die Wartezeiten bei Falscheingaben verlängert.

Eine KI-gestützte Live-Erkennung identifiziert verdächtige App-Aktivitäten in Echtzeit. Einmalpasswörter werden in Benachrichtigungen automatisch für drei Stunden versteckt – das verhindert das Abgreifen sensibler Daten.

Nutzer können Kontakte nun selektiv freigeben und Standortberechtigungen temporär erteilen. Für Entwickler ist die Certificate Transparency standardmäßig aktiviert. Parallel zum Release rollte Google die Android 17 QPR1 Beta 5 aus, die Fehler bei Systemleistung und Anzeige behebt.

iOS 27: Lokales KI-Modell und Passwort-Rotation

Apple hat am 23. Juni die zweite Beta von iOS 27 (Build 24A5370h) veröffentlicht. Das neue Tool „Schreiben mit Siri“ basiert auf einem lokalen KI-Modell mit drei Milliarden Parametern.

Das System verarbeitet Anweisungen in natürlicher Sprache innerhalb verschiedener Apps und berücksichtigt persönlichen Kontext. Aufgrund des Digital Markets Act bleiben diese Funktionen in der EU und China vorerst deaktiviert.

iOS 27 führt eine automatische Passwortrotation ein. Der neue Wiederherstellungsmodus kommt ohne Computer aus und wird über die Seitentaste beim Systemstart aktiviert.

Weitere Neuerungen: RCS 2.7 für bessere Kommunikation mit Android-Geräten sowie detaillierte Ausgabenanalysen in der Wallet-App. Die öffentliche Testphase startet im Juli 2026, die finale Version erscheint im September.

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Phishing-Angriffe auf Rekordniveau

Die Sicherheitsoffensive der Hersteller kommt nicht von ungefähr. Bereits 86 Prozent aller Phishing-Angriffe basieren auf künstlicher Intelligenz.

Die Erfolgsquote dieser Angriffe liegt bei 54 Prozent – klassische Methoden kommen nur auf etwa 12 Prozent. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl KI-generierter Phishing-Versuche um rund 500 Prozent.

Besonders betroffen: „Business Email Compromise“ mit geschätzten Schäden von 2,8 Milliarden Euro. Auch Deepfakes sind auf dem Vormarsch – 62 Prozent der Organisationen haben bereits entsprechende Manipulationsversuche erlebt.

Experten warnen zudem vor Hardware-Schwachstellen. Die als „usbliter8“ bekannte Lücke betrifft ältere Chipsätze wie den A12 und A13 Bionic (iPhone XS bis iPhone 11). Allerdings ist ein physischer Zugriff auf das Gerät nötig.

Verbraucherrechte gestärkt

Für deutsche Nutzer hat sich die Rechtsposition bei unautorisierten Zahlungen verbessert. Basierend auf BGH-Urteilen von 2025 haben Geschädigte Anspruch auf Rückerstattung durch Zahlungsdienstleister – sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Doch Technik allein reicht nicht. Umfragen vom Juni 2026 zeigen: 90 Prozent der Deutschen nutzen ihr Smartphone auch im Urlaub intensiv. Besonders jüngere Nutzer scannen häufig QR-Codes – eine Methode, die zunehmend für „Quishing“ (QR-Code-Phishing) missbraucht wird. Die EU-Regelung dagegen wurde bis zum 3. August 2027 verlängert.

de | wissenschaft | 69618251 |