Phi Silica entfernen: Windows 11 spart über 2,5 Gigabyte
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 18:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft testet in einer experimentellen Windows-11-Version eine bislang versteckte Funktion, mit der Nutzer lokale KI-Modelle wieder von ihrem System entfernen können. In der Build-Version 26300.8553 aus dem Experimental-Kanal ist eine Option aufgetaucht, über die sich unter anderem das Sprachmodell Phi Silica deinstallieren lässt.
Speicherplatz statt Funktionsverlust
Phi Silica dient in Windows 11 als lokal ausgeführtes Sprachmodell, das etwa für Textzusammenfassungen und ähnliche Aufgaben eingesetzt wird. Das Modell belegt mit über 2,59 Gigabyte spürbar Speicherplatz auf der Festplatte. Wer die neue Deinstallationsoption nutzt, kann laut den Angaben mehr als 2,5 Gigabyte freigeben – für Nutzer mit knapp bemessenem Speicher, etwa auf kleineren SSDs, ein durchaus relevanter Gewinn.
Die Funktion versteckt sich derzeit in den Einstellungen von Windows 11 und ist bislang nur im Experimental-Kanal des Betriebssystems verfügbar, also für Testnutzer, die frühe Vorabversionen installieren. Eine breite Verfügbarkeit für reguläre Windows-11-Installationen ist damit noch nicht gegeben.
Voraussetzungen für Copilot+ PCs
Die betroffenen KI-Funktionen sind eng an sogenannte Copilot+ PCs gekoppelt, eine Geräteklasse, die Microsoft seit Windows 11 24H2 definiert. Für diese Rechner gelten Mindestanforderungen von 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 256 Gigabyte Speicherplatz sowie eine NPU (Neural Processing Unit) mit einer Rechenleistung von über 40 TOPS. Gerade auf Geräten, die diese Grenzwerte nur knapp erfüllen, dürfte die Möglichkeit, ungenutzte KI-Modelle zu entfernen, gefragt sein.
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Vergleich mit anderen Anbietern
Auch außerhalb von Windows setzen Softwarehersteller zunehmend auf lokale KI-Modelle. Der Browser Chrome verfügt über ein vergleichbares lokales KI-Modell, das nach vorliegenden Angaben rund 4 Gigabyte Speicherplatz beansprucht.
Der Trend, KI-Funktionen direkt auf dem Endgerät statt in der Cloud auszuführen, bringt demnach branchenübergreifend einen spürbaren Speicherbedarf mit sich – und damit auch den Wunsch vieler Nutzer, nicht benötigte Modelle bei Bedarf wieder loszuwerden.
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Ob und wann die Deinstallationsoption aus dem Experimental-Kanal in eine reguläre Windows-11-Version übernommen wird, ist bislang nicht bekannt. Microsoft testet neue Funktionen üblicherweise zunächst in solchen Vorabkanälen, bevor sie schrittweise für ein breiteres Publikum freigeschaltet werden.
