Phi Silica deinstallieren: Windows 11 gibt 2,59 GB Speicher frei
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 11:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der IT-Branche zeichnet sich ein Trend zur Modularisierung von KI-Komponenten ab, um die wachsende Belastung von Systemressourcen besser zu steuern. In einem aktuellen Experimental Build von Windows 11 mit der Nummer 26300.8553 wurde eine bisher verborgene Option identifiziert, die es Anwendern ermöglichen könnte, lokal installierte Sprachmodelle gezielt vom System zu entfernen. Ein prominentes Beispiel für diese Komponenten ist das KI-Modell Phi Silica, das allein über 2,59 GB an Speicherplatz beansprucht.
Die Entdeckung dieser Funktion deutet darauf hin, dass Microsoft die Flexibilität des Betriebssystems im Hinblick auf die tiefe Integration künstlicher Intelligenz erhöhen möchte. Bisher galten viele dieser Funktionen als integraler Bestandteil der neuesten Systemgenerationen, was insbesondere bei Geräten mit begrenzten Kapazitäten zu Herausforderungen führen kann.
Hohe Anforderungen für Copilot+ PCs
Die Notwendigkeit für solche Optimierungswerkzeuge wird durch die strengen Hardware-Vorgaben verdeutlicht, die Microsoft für die neue Geräteklasse der sogenannten Copilot+ PCs definiert hat. Um die lokalen KI-Funktionen reibungslos ausführen zu können, müssen diese Systeme über eine Mindestausstattung von 16 GB Arbeitsspeicher verfügen. Zudem ist ein Datenspeicher von mindestens 256 GB vorgeschrieben.
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Eine entscheidende technische Komponente stellt dabei die Neural Processing Unit (NPU) dar. Laut den Spezifikationen für Copilot+ PCs muss diese dedizierte KI-Hardware eine Rechenleistung von 40 TOPS (Trillions of Operations per Second) erreichen. Diese Leistungsdaten unterstreichen den hohen Ressourcenbedarf, den lokale KI-Modelle an die Hardware stellen und erklären den Bedarf an Funktionen, mit denen Nutzer den belegten Speicherplatz bei Nichtverwendung wieder freigeben können.
Branchenweiter Ressourcenbedarf durch lokale KI
Der hohe Bedarf an lokalem Speicherplatz für KI-Integrationen ist kein Alleinstellungsmerkmal von Betriebssystemherstellern. Auch im Bereich der Anwendungssoftware beobachten Branchenexperten ähnliche Entwicklungen. So belegt beispielsweise der Webbrowser Chrome von Google für die Bereitstellung lokaler KI-Funktionen einen Speicherplatz von etwa 4 GB.
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Dieser branchenübergreifend Bedarf an Gigabyte-großen Modellen für Funktionen, die direkt auf dem Endgerät und nicht in der Cloud ausgeführt werden, erhöht den Druck auf das Speichermanagement. Die nun in Windows 11 entdeckte Option zur Entfernung von Modellen wie Phi Silica könnte ein erster Schritt sein, um professionellen Anwendern und Unternehmen mehr Kontrolle über die Konfiguration ihrer Arbeitsplatzrechner zu geben. Ob und in welchem Zeitrahmen diese Deinstallationsmöglichkeit aus der experimentellen Phase in die regulären Updates für Endkunden überführt wird, ist derzeit noch nicht offiziell bestätigt.
