PFOF-Verbot ab Juli: Trade Republic verliert 20% Umsatz
02.07.2026 - 18:09:55 | boerse-global.de
Gleichzeitig zwingt eine neue EU-Regelung die Broker zum Umdenken.
Open USD: 140 Partner für neuen Stablecoin
Die Initiative Open Standard bringt im Juli 2026 den Stablecoin Open USD (OUSD) an den Start. Das Besondere: Über 140 Unternehmen unterstützen das Projekt, darunter Visa, Mastercard, Stripe, BlackRock und Google.
Der OUSD soll vor allem für Geschäftszahlungen und On-Chain-Finanzierungen dienen. Die Rücklagenerträge fließen an die beteiligten Partner, während das Prägen und Einlösen der Token gebührenfrei bleibt.
Tokenisierte Fonds für institutionelle Anleger
New York Life Investment Management verwaltet rund 807 Milliarden Dollar – und startet Ende Juni sein erstes tokenisiertes Angebot. Auf dem Centrifuge-Protokoll können berechtigte Anleger über den Stablecoin USDC in ein Portfolio für US-Unternehmensanleihen investieren.
Auch Fidelity International zieht nach: Das Unternehmen Theo investierte rund 20 Millionen Dollar in einen tokenisierten Fonds des Vermögensverwalters. Die Abwicklung läuft über Sygnum, Bewertungsdaten liefert Chainlink.
Bitcoin kaufen bei MediaMarktSaturn
Seit Anfang Juli bietet MediaMarktSaturn Gutscheinkarten von Cryptonow an. Kunden können damit in deutschen Märkten und Onlineshops Bitcoin und andere Kryptowährungen erwerben. Die technische Umsetzung übernimmt Epay.
Seit dem 1. Juli ist PFOF in Deutschland verboten – Trade Republic verliert 20 Prozent Umsatz. Was bedeutet das für Ihre Orderkosten? Dieser Report zeigt, wie Sie weiterhin günstig handeln und welche Alternativen es gibt. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Cryptonow will ein europaweites Netz mit über 300.000 Verkaufsstellen in 28 Ländern aufbauen.
Aktien-Token auf Robinhood Chain
Bitget Wallet integriert die Robinhood Chain – eine Ethereum-basierte Layer-2-Lösung. Nutzer in über 120 Ländern können damit über 90 verschiedene Aktien-Token handeln, darunter Nvidia, Apple und Google. Ein klassisches Brokerkonto ist nicht nötig.
PFOF-Verbot zwingt Trade Republic zum Umbau
Seit dem 1. Juli gilt in Deutschland das EU-weite Verbot von Rückvergütungen für die Weiterleitung von Kundenorders (Payment for Order Flow, PFOF). Das trifft Neobroker wie Trade Republic hart – knapp 20 Prozent des Umsatzes entfielen auf diese Einnahmen, bei einem Gesamtumsatz von 500 Millionen Euro ein dreistelliger Millionenbetrag.
Trade Republic reagiert mit dem Aufbau einer eigenen Handelsinfrastruktur. Künftig agiert das Unternehmen selbst als Gegenpart bei Kundenorders und sucht per Algorithmus Bestpreise an über 30 internationalen Börsen. Für professionelle Anleger gibt es eine neue Order-Option: Gegen eine Gebühr von zwei Euro können sie den Handelsplatz selbst wählen.
Geteilte Sicherheiten und neue Rollen für Banken
Ihre provisionsfreien Trades könnten teurer werden – doch es gibt einen Ausweg. Erfahren Sie, wie Sie mit der neuen Order-Option für zwei Euro den Handelsplatz selbst wählen und so Gebühren sparen. Handelsplatz-Strategie jetzt sichern
Das Protokoll Symbiotic stellt Anfang Juli eine neue Version seines Kernmodells vor. Es bündelt Sicherheiten für Kredite, Versicherungen und tokenisierte Vermögenswerte. Institutionen legen individuelle Strategien für die Mittelallokation fest. Erste Partner wie Fasanara Capital und Nexus Mutual stellen Kapital in dreistelliger Millionenhöhe bereit.
Eine Studie von Simon-Kucher zeigt: Banken und Broker müssen ihre Rollen durch Tokenisierung und den digitalen Euro neu definieren. Die Experten sehen drei Pfade: reiner Infrastrukturanbieter, Begleiter für Vermögensverwaltung oder Betreiber umfassender Investment-Plattformen. Die europäische MiCAR-Regulierung schafft den rechtlichen Rahmen dafür.
