Pflege zu Hause: 9 von 10 Bedürftigen ohne Profis versorgt
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 21:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
000 Ehrenamtliche organisierte Nachbarschaftshilfe. Koordiniert über 17 Dienstleistungszentren, helfen sie bei alltäglichen Aufgaben im Haushalt. Die Vergütung steigt zum 1. September 2026 von 9,50 auf 10 Euro pro Stunde.
Finanziert wird das über den Entlastungsbetrag der Pflegekasse – bis zu 131 Euro monatlich. Doch Fachleute diskutieren derzeit über die Zukunft dieses Betrags. Das sorgt für Verunsicherung bei den Trägern.
Zeitguthaben fürs Alter
Ein neues Modell kommt aus Österreich: „Zeitpolster“. Mitte Juli 2026 startete das Konzept in Recklinghausen. Freiwillige sparen durch Hilfsleistungen Zeitguthaben für die eigene spätere Betreuung an.
Wer kein Guthaben erworben hat, zahlt 12 Euro pro Stunde. Das System orientiert sich am japanischen Vorbild „Fureai Kippu“ aus den 1970er-Jahren. Unterstützt wird es vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV).
Wohnen für Jung und Alt
In Mannheim-Neckarau entsteht ein Großprojekt: „Jung und Alt am See“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO). 33 barrierefreie Wohnungen und eine Kita für 140 Kinder in sieben Gruppen sind geplant. Die Stadt investiert rund 3,4 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme ist für das Kindergartenjahr 2027 vorgesehen.
Kleinere Projekte setzen auf gemeinsame Aktivitäten. In Xanten pflegen Grundschüler und Senioren gemeinsam Hochbeete im Kurpark. Motto: „Klimaschutz verbindet Generationen“. In Hückeswagen organisiert „Erinnerung trifft Neugier“ regelmäßige Treffen zwischen Kindergartenkindern und Senioren – inklusive Picknick-Aktionen und Nistkastenbau im Herbst.
Wer im Alter aktiv bleiben möchte, sollte nicht nur auf soziale Kontakte, sondern auch auf seine geistige Fitness achten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 11 einfache Alltagsübungen, mit denen Sie Ihr Gedächtnis trainieren und Demenz aktiv vorbeugen können. Gehirntraining-Guide jetzt kostenlos anfordern
Wettbewerbe gegen Einsamkeit
Der Landkreis Emsland zeichnete Mitte Juli 2026 im Wettbewerb „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ 41 Beiträge aus. Prämiert wurden Garteninitiativen wie „Nachbars Garten“ in Papenburg, gemeinschaftliche Wohnformen in Spelle und organisierte Mittagstische in Meppen.
In Werder startete Anfang Juli das Projekt „HavelHerzen“. Es kombiniert eine Kontaktbörse für Menschen über 60 mit Generationenpatenschaften. In Wermelskirchen gibt es neue Spaziertreffs für Senioren zwischen 70 und 90 Jahren. Ziel: Soziale Isolation durch niederschwellige Bewegungsangebote durchbrechen.
Pflege zu Hause: Die Zahlen
Die Bedeutung dieser Strukturen zeigt der „Report Pflegebedürftigkeit“. Neun von zehn Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Mehr als die Hälfte davon ohne professionelle Pflegedienste.
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betont: Die rentenrechtliche Anerkennung für familiäre Pflege müsse bleiben. Sie kritisiert gegenteilige Vorschläge aus der Bundespolitik.
Oft beginnen die Sorgen im häuslichen Umfeld mit einer zunehmenden Vergesslichkeit bei alltäglichen Terminen. Mit diesem diskreten 7-Fragen-Test erhalten Sie in nur zwei Minuten eine erste Einschätzung, ob es sich um normale Alterserscheinungen oder erste Warnsignale handelt. Hier geht es zum kostenlosen Demenz-Selbsttest
Digitale Helfer für Senioren
Im Landkreis Südliche Weinstraße unterstützen ehrenamtliche Digitalbotschafter Senioren bei Smartphone und Tablet. Per Hausbesuch oder in Medienkompetenzgruppen erleichtern sie die Kommunikation mit dem sozialen Umfeld.
Auch digitale Formate gewinnen an Bedeutung. Das Mehrgenerationenhaus Neustadt/Wied bietet etwa Online-Nähtreffs an – als Ergänzung zu physischen Treffpunkten.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
