Pflanzliches Eiweiß: Studie belegt 36% weniger Sterberisiko
31.05.2026 - 17:30:20 | boerse-global.deStattdessen rücken die Qualität der Nährstoffe und die Reihenfolge der Nahrungsaufnahme in den Fokus.
Ständige Müdigkeit oder Heißhungerattacken können ein Zeichen für versteckte Entzündungsprozesse im Körper sein, die oft durch falsche Ernährung befeuert werden. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, welche 12 natürlichen Lebensmittel wie sanfte Schmerzmittel wirken und Ihre Vitalität steigern können. Kostenlosen Ratgeber für entzündungshemmende Ernährung anfordern
Pflanzliches Eiweiß senkt das Sterberisiko
Besonders die Wahl der Proteinquelle spielt eine entscheidende Rolle. Eine Studie aus dem Jahr 2020 im Fachmagazin BMJ wertete Daten von über 715.000 Teilnehmern aus. Ergebnis: Wer den Anteil pflanzlicher Proteine an der Energiezufuhr um drei Prozent steigert, senkt sein Sterberisiko um fünf Prozent.
Eine weitere Untersuchung bestätigt diesen Trend. Forscher um Haghighatdoost veröffentlichten 2023 in Nature ihre Ergebnisse. Über elf Jahre beobachteten sie mehr als 5.400 Probanden. Eine Ernährung mit hohem Anteil an pflanzlichem Eiweiß senkte das Sterberisiko um 36 Prozent. Hoher Konsum tierischer Proteine erhöhte es dagegen um 52 Prozent.
Blutzuckerspiegel: Die richtige Reihenfolge beim Essen
Neben der Lebensmittelauswahl diskutieren Experten die zeitliche Abfolge der Mahlzeiten. Biochemikerin Jessie Inchauspé propagiert einen Ansatz zur Vermeidung von Glukosespitzen: Zuerst Ballaststoffe in Form von Gemüse essen. Das verlangsamt die Aufnahme nachfolgender Kohlenhydrate.
Ernährungswissenschaftler Uwe Knop sieht das kritisch. Ende Mai 2026 betonte er: Für diese spezifischen Abfolgen fehlen belastbare wissenschaftliche Nachweise weitgehend. Er warnt vor dem psychischen Druck durch übermäßige Selbstoptimierung. Auch Lars Selig vom Uniklinikum Leipzig betont: Proteinreiche Diäten fördern kurzfristig die Sättigung – ihre Wirkung ist aber oft nicht von Dauer.
High-Protein-Boom: Versteckte Zuckerfallen
Der Trend zu proteinreicher Ernährung treibt die Lebensmittelindustrie an. Der weltweite Markt für High-Protein-Produkte wächst stetig. Die Preise für Molke haben sich seit 2023 verfünffacht – auf 28.000 Euro pro Tonne.
Verbraucherschützer bleiben skeptisch. Die Verbraucherzentrale kritisierte Ende Mai 2026: Viele stark verarbeitete High-Protein-Produkte enthalten trotz ihres positiven Images oft hohe Anteile an Zucker und Fett. Als Orientierung dient weiterhin die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich.
Gerade in vermeintlich gesunden Produkten lauern oft Zuckerfallen, die den Blutzuckerspiegel unbemerkt in die Höhe treiben und den Stoffwechsel belasten. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden, wie Sie die 10 größten Zuckerfallen im Supermarkt entlarven und mehr Energie ohne Verzicht gewinnen. Gratis-Ratgeber: Zuckerfrei leben ohne Verzicht
Politik will Lenkungssteuern auf Zucker und Alkohol
Auf politischer Ebene rückt die Prävention ernährungsbedingter Krankheiten in den Fokus. Der Sachverständigenrat der Wirtschaftsweisen empfahl Ende Mai 2026 in seinem Frühjahrsgutachten Lenkungssteuern. Betroffen wären alkoholische Getränke und stark zuckerhaltige Lebensmittel. Reine Informationsangebote reichten nicht aus, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu bewirken. Nötig seien auch Werbebeschränkungen.
Dass Gewichtsreduktion auch ohne strengen Verzicht funktioniert, zeigt Bloggerin Sarah Franssen. Ihr Ansatz: ausgewogene Integration aller Lebensmittelgruppen, inklusive kontrolliertem Konsum von Süßigkeiten. Sie stellt zudem gängige Regeln wie den Verzicht auf Mahlzeiten nach 18 Uhr infrage. Das unterstreicht: Individuelle Flexibilität ist wichtiger als starre Diätvorgaben.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
