Pflanzenmix 5:3:2: Dreierkombination senkt Blutfette bei Mäusen
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 23:32 Uhr | Redaktion boerse-global.deEine standardisierte pflanzliche Formulierung aus Schisandra chinensis, Salvia miltiorrhiza und Weißdorn (Hawthorn) zeigt im Tiermodell deutliche Effekte gegen Fettstoffwechselstörungen und Leberschäden.
Wie ein Forschungsverbund im Fachjournal Frontiers in Pharmacology berichtet, dämpft die Mischung Entzündungssignale und senkt erhöhte Blutfettwerte. Unter 32 getesteten Mischungsverhältnissen erwies sich eine Zusammensetzung aus fünf Teilen Schisandra, drei Teilen Salvia und zwei Teilen Hawthorn als die wirksamste Kombination.
Signifikante Effekte auf Blutfette und Leberwerte
Die Wirkung der Dreierkombination wurde an C57BL/6-Mäusen untersucht, die über einen Zeitraum von acht Wochen eine Hochfettdiät erhielten. Bei den behandelten Tieren führte die Gabe der Formulierung im Vergleich zu unbehandelten Kontrolltieren zu signifikant niedrigeren Werten bei Gesamtcholesterin, Triglyceriden und LDL-Cholesterin. Neben der Verbesserung des Lipidprofils im Blut wiesen die Tiere zudem weniger Leberfett sowie reduzierte Leberenzyme auf.
Auf molekularer Ebene identifizierten die Forscher mehrere Mechanismen, die diesen Effekten zugrunde liegen. Der Entzündungsregulator NF-kB blieb unter dem Einfluss der pflanzlichen Formulierung weitgehend inaktiv. Parallel dazu sanken die Entzündungsmediatoren TNF-alpha und Interleukin-6 messbar ab.
Darüber hinaus stellten die Wissenschaftler eine reduzierte Aktivität des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase fest, was zur Eindämmung der Fettneubildung beiträgt. Bislang stützen sich diese Erkenntnisse ausschließlich auf präklinische Daten; klinische Studien am Menschen zu dieser spezifischen Formulierung stehen derzeit noch aus.
Begleitende Forschungen zu pflanzlichen Stoffwechseltherapien
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Die Ergebnisse fügen sich in eine Reihe jüngster pharmakologischer Untersuchungen ein, die traditionelle Pflanzenstoffe bei metabolischen Funktionsstörungen analysieren.
Bei weiteren Untersuchungen zu pflanzlichen Formulierungen zeigte sich, dass in Placebo- und Niedrigdosisgruppen keine signifikanten Änderungen der Darmflora und keine klinischen Besserungen eintraten, während eine Dosissteigerung mit größeren Veränderungen des Mikrobioms und ausgeprägteren Effekten einherging.
Über die Hochdurchsatz-Sequenzierung von Stuhl-DNA identifizierten Forscher aus über 4000 Bakterienarten eine spezifische Art, die nach der Verabreichung signifikant anstieg und negativ mit dem Nüchternblutzucker sowie dem Langzeitblutzuckerwert HbA1c korrelierte.
Mittels nicht-zielgerichteter Metabolomik wurden 145 differenzielle Metaboliten und 18 Marker über 14 Stoffwechselwege bestimmt. Die Analyse eines Wasserextrakts wies 52 Inhaltsstoffe nach, von denen 22 resorbiert wurden – darunter elf Flavonoide, ein Triterpen, drei Alkaloide und vier organische Säuren.
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Netzwerkpharmakologische Analysen ergaben 506 potenzielle Angriffsziele, von denen 328 mit bekannten Targets geteilt wurden. Als Schlüsseltargets traten dabei PIK3CA, PIK3R1 und SRC hervor, deren Beeinflussung über die Hemmung der Signalwege PI3K/Akt/mTOR und NF-kB verläuft.
Weitere Wirkstoffkandidaten im Fokus
Parallel zu den Arbeiten an der Dreierkombination stehen weitere Naturstoffe im Zentrum der Stoffwechselforschung. Eine im Journal of Ethnopharmacology beschriebene Studie zeigte, dass Oligosaccharide aus Agriophyllum squarrosum (AOS) in db/db-Mäusen die Leberverfettung reduzierten und die Insulinresistenz verbesserten, gekoppelt an eine verringerte Expression von miR-155. In-vitro-Versuche bestätigten, dass AOS die Freisetzung von exosomaler miR-155 hemmte und Faktoren wie SREBP1c sowie NF-kB p65 reduzierte.
Für die Pflanze Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) verzeichnete eine Bestandsaufnahme von 1.048 Arbeiten insgesamt acht kontrollierte Studien am Menschen. Während Tee und Extrakte bei Typ-2-Diabetes den Nüchternblutzucker und den HbA1c-Wert stärker als ein Placebo senkten, blieben die Blutfette in zwei Untersuchungen unbeeinflusst.
Für Moringa-oleifera-Blätter wiederum belegt eine Publikation in Advances in Traditional Medicine metabolische Effekte der Proteinfraktion Mo-D3, die im Tierversuch den Blutzuckeranstieg dämpfte und das Gesamtcholesterin akut um 43 Prozent senkte.
Zusammengenommen unterstreichen die Daten das pharmakologische Potenzial standardisierter Pflanzenextrakte, betonen aber gleichermaßen die Notwendigkeit weiterführender klinischer Überprüfungen.
