Pferdefütterung, Stallalltag

Pferdefütterung: Wissenschaft trifft Stallalltag in Albersdorf

14.06.2026 - 19:24:21 | boerse-global.de

Der Artikel beleuchtet aktuelle Trends in der Pferdehaltung, von Fütterungsseminaren über Kritik an Event-Geschäftsmodellen bis zur wachsenden Rolle von Frauen in der Landwirtschaft.

Pferdehaltung: Fachseminar, Mustang Makeover & Frauenquote
Pferdefütterung - Ein majestätisches Pferd grast friedlich auf einer üppigen grünen Weide im Sonnenlicht, das sein Fell und das Gras hervorhebt. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die professionelle Pferdehaltung steht vor neuen Herausforderungen. Futterqualität, Weidemanagement und wirtschaftliche Transparenz rücken dabei immer stärker in den Fokus.

Am 20. Juni 2026 findet in Albersdorf ein Fachseminar statt, das sich genau diesen Themen widmet. Im Mittelpunkt stehen die Bewertung der Futterqualität und die praktische Umsetzung einer gesunden Ernährungsstrategie für Equiden. Die Teilnahmegebühr liegt bei 150 Euro.

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Veranstalter ist ein Unternehmen für Umwelttechnologie. Solche Formate zeigen den Trend: Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Verdauungsphysiologie finden immer häufiger den Weg in die betriebliche Praxis von Pferdehaltern und Züchtern.

Mustang Makeover: Tierschutz oder Geschäftsmodell?

Neben der Tierhaltung selbst stehen auch die Geschäftsmodelle pferdesportlicher Großveranstaltungen auf dem Prüfstand. Besonders das Format Mustang Makeover (MMO) sorgt für Diskussionen.

Branchenanalysen und juristische Auseinandersetzungen vor dem Landgericht Frankfurt sowie dem Oberlandesgericht Frankfurt haben die wirtschaftlichen Strukturen solcher Events offengelegt. Kritiker monieren: Die Darstellung als Tierschutzprojekt passt oft nicht zu den tatsächlichen Finanzzahlen.

Die Rechnung ist simpel: Bei 6.700 Plätzen und einem angenommenen Ticketpreis von 80 Euro sind Einnahmen von rund 536.000 Euro möglich. Hinzu kommen Sponsoring-Pakete zwischen 4.750 Euro (Silber) und 32.350 Euro (Platin). Weitere Erlöse bringen Anzeigenverkäufe, Messestände und Bandenwerbung.

Besonders kritisch wird die Handelsspanne beim Pferdeverkauf gesehen. Der Einkauf und die Einfuhr eines Mustangs kostet maximal 8.000 Euro. Bei Versteigerungen werden oft 10.000 Euro oder mehr erzielt. Bei 15 Pferden wäre das ein Handelsgewinn von rund 30.000 Euro.

Frauen in der Landwirtschaft: Brandenburg geht voran

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Die ökonomische Entwicklung der Tierhaltung wird auch von den handelnden Akteuren geprägt. Einen Einblick bot Mitte Juni 2026 die Brandenburger Landpartie. 135 Betriebe – Höfe, Gärtnereien und Fischereien – öffneten ihre Tore.

Auffällig: Die Rolle von Frauen in der Betriebsführung. In Brandenburg leiten bereits 20 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Frauen. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei nur 11 Prozent.

Ministerin Hanka Mittelstädt betonte bei der Eröffnung in Senftenberg-Peickwitz die Bedeutung dieser Entwicklung für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums. Ein struktureller Wandel, der auch die strategische Ausrichtung von Tierhaltungsbetrieben beeinflussen dürfte.

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