Pet-Care-KI: Samsung erkennt Zahnprobleme und Grauen Star mit 97%
21.06.2026 - 20:47:54 | boerse-global.de
Auf der VivaTech 2026 in Paris hat Samsung eine neue KI-Funktion für seine Galaxy-Smartphones vorgestellt, die Tierhaltern helfen soll, Gesundheitsprobleme bei Hunden und Katzen frühzeitig zu erkennen. Entwickelt wurde das Tool gemeinsam mit dem Startup Lifet.
Millionen Deutsche nutzen täglich Online-Banking und sensible Apps wie Samsung Health auf ihrem Smartphone – ohne speziellen Schutz ist das riskant. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Maßnahmen, um Ihr Android-Gerät effektiv vor Hackern und Datenmissbrauch zu schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
KI erkennt Zahnprobleme, Grauen Star und Knieleiden
Die neue Pet-Care-Funktion konzentriert sich auf drei häufige Erkrankungen: Zahnkrankheiten, Katarakt (Grauer Star) und Patellaluxation – eine Ausrenkung der Kniescheibe, die vor allem bei kleinen Hunderassen auftritt. Die KI analysiert Fotos der Tiere und gibt eine erste Einschätzung zum Gesundheitszustand.
Lifet, Teilnehmer von Samsungs Startup-Inkubationsprogramm, trainierte die Technologie mit über 30.000 Tierbildern aus Tierarztpraxen. Die Entwickler geben eine Treffergenauigkeit von rund 97 Prozent an. Bei der Erkennung von Patellaluxation erreicht das System demnach eine Sensitivität von 97,6 Prozent und eine Spezifität von 98,8 Prozent.
Samsung betonte auf der Messe ausdrücklich, dass das Tool als Vorsorge-Hilfe gedacht ist und keinen Tierarztbesuch ersetzt.
Integration in SmartThings und Samsung Health
Die Diagnosefunktion wird in die SmartThings Pet Care App integriert – und damit für Millionen Nutzer zugänglich. Für Galaxy-Besitzer ist sie voraussichtlich kostenlos. Voraussetzung sind Android 10 oder neuer sowie das aktuelle Samsung-Health-7.0-Update.
Die aktualisierte Samsung-Health-Plattform bringt zudem neue Gesundheitsindikatoren für Menschen mit: personalisierte Herzwerte, Herz-Kreislauf-Belastung und Fitness-Status. Die Pet-Care-Daten sind durch Samsungs Knox-Verschlüsselung geschützt.
Da immer mehr sensible Gesundheitsdaten auf dem Smartphone gespeichert werden, empfehlen IT-Experten genau diese 5 Schutzmaßnahmen für jedes Android-Gerät. Sichern Sie WhatsApp, Gesundheits-Apps und Co. jetzt mit diesem gratis PDF-Ratgeber wirksam ab. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Vom Smartphone zum vernetzten Gesundheitszentrum
Die Tierdiagnose ist Teil einer größeren Strategie. Heonsu Park, Leiter des Digital-Health-Teams bei Samsungs MX-Sparte, sprach in Paris von einer proaktiven und präventiven Gesundheitsvorsorge im vernetzten Zuhause.
Der globale Heimtiermarkt soll bis 2025 auf umgerechnet rund 170 Milliarden Euro wachsen – ein lukratives Feld für mobile Gesundheitsdienste. Samsung will seine riesige Nutzerbasis dafür nutzen: Samsung Health zählte im April 2026 77 Millionen aktive Nutzer monatlich, die SmartThings-Plattform kam im Mai auf 460 Millionen Abonnenten.
Neben Lifet arbeitet Samsung mit weiteren Spezialisten zusammen: Xealth, Generation Lab und SiPhox Health liefern Fernüberwachung und Gesundheitsanalysen für Mobilgeräte und Wearables. Manche Funktionen wie die Xealth-gestützte Fernüberwachung rollt Samsung global aus – die Verfügbarkeit kann jedoch je nach regionalen Vorschriften variieren.
