Perseiden August: Meteorstrom und Sonnenfinsternis am 12.
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 05:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die astronomischen Bedingungen für die Beobachtung des Nachthimmels im Sommer 2026 zeichnen sich durch ein Zusammentreffen mehrerer Ereignisse aus. Ab dem letzten Julidrittel treten die Perseiden-Meteore in Erscheinung, deren Aktivität sich bis in den August hinein erstreckt. In diesem Jahr wird das Phänomen durch eine partielle Sonnenfinsternis am 12. August ergänzt, was besondere Anforderungen an die Vorbereitung von Beobachtern stellt.
Ursprung und Dynamik des Perseiden-Stroms
Der Meteorstrom der Perseiden findet seinen Ursprung im Kometen 109P/Swift-Tuttle. Dieser Himmelskörper, der im Jahr 1862 entdeckt wurde, besitzt einen Kern mit einem Durchmesser von 26 Kilometern. Die Trümmerteilchen des Kometen treten mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, was etwa 216.000 Kilometern pro Stunde entspricht, in die Erdatmosphäre ein und verglühen dort als Sternschnuppen.
Wissenschaftliche Berechnungen weisen darauf hin, dass die nächste signifikante Annäherung des Kometen 109P/Swift-Tuttle an die Erde für das Jahr 2126 prognostiziert wird. Dabei soll die Distanz etwa 22,9 Millionen Kilometer betragen. Für die aktuelle Beobachtungsperiode im Sommer 2026 wird das Maximum der Meteore zwischen dem 9. und 13. August erwartet, wobei der eigentliche Höhepunkt in der Nacht vom 12. auf den 13. August liegt. Fachleute beziffern die optimale Beobachtungszeit auf das Zeitfenster zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens. Begünstigt wird die Sichtbarkeit in diesem Jahr durch den Neumond, da kein störendes Mondlicht die Beobachtung der schwächeren Leuchtspuren beeinträchtigt.
Partielle Sonnenfinsternis am 12. August
Ein seltenes Zusatzereignis stellt die partielle Sonnenfinsternis dar, die am Abend des 12. August stattfindet. Je nach geografischer Lage variieren die Sichtbarkeit und der Grad der Abdeckung. In Hessen beginnt das Ereignis gegen 19:17 Uhr und erreicht eine Bedeckung von bis zu 89 Prozent. Für die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) wird der Beginn auf 19:16 Uhr terminiert, mit einem Maximum um 20:10 Uhr bei einer 87-prozentigen Bedeckung. Das Ende der Finsternis wird dort für 21:01 Uhr erwartet.
Am 12. August erwartet uns ein seltenes Himmelsereignis: Perseiden-Maximum und partielle Sonnenfinsternis am selben Tag. Damit Sie nichts verpassen – und Ihre Augen schützen – haben wir die wichtigsten Tipps in einem kostenlosen Guide zusammengestellt. Jetzt Perseiden-Guide anfordern
In anderen Gebieten, wie etwa in Potsdam, wird mit einer maximalen Bedeckung von 85 Prozent gerechnet, die kurz nach 20 Uhr erreicht werden soll. Experten mahnen bei der Beobachtung zur Vorsicht: Die Nutzung einer speziellen Schutzbrille nach der Norm ISO 12312-2 ist zwingend erforderlich, um Augenschäden zu vermeiden. Die Europäische Weltraumorganisation ESA bietet zudem einen Livestream aus Teruel in Spanien an, der um 19:30 Uhr startet.
Regionale Beobachtungsorte und technische Hinweise
Für die Beobachtung der Himmelsereignisse werden verschiedene Standorte und öffentliche Veranstaltungen koordiniert. In Düsseldorf gelten der Gerresheimer Friedhof, die Urdenbacher Kämpe sowie die Feldgebiete in Hamm und Volmerswerth als geeignete Orte. In Hessen werden unter anderem der Frankfurter Maintower, die Zitadelle Mainz, die Wasserkuppe in der Rhön sowie verschiedene Aussichtstürme wie der Bismarckturm in Kassel oder der Hochzeitsturm in Darmstadt empfohlen.
Wer die Perseiden fotografieren möchte, scheitert oft an falschen Kameraeinstellungen. Unser Guide verrät, wie Sie mit Stativ, ISO 200-400 und 30 Sekunden Belichtungszeit garantiert gelingende Aufnahmen machen – auch mit dem Smartphone. Fotografie-Tipps für Sternschnuppen sichern
In der Region Berlin-Brandenburg organisiert das Urania-Planetarium eine Beobachtung auf der Habichtwiese in Potsdam. Parallel dazu veranstaltet das Leibniz-Institut für Astrophysik die Lange Nacht der Astronomie im Park Babelsberg, die Vorträge und praktische Beobachtungen kombiniert. In Ostwestfalen-Lippe öffnen die Sternwarte Lemgo sowie die Volkssternwarte Bielefeld-Ubbedissen ihre Türen für Interessierte. Auch an der Sternwarte Rheindahlen in Mönchengladbach ist eine Veranstaltung zum Perseiden-Höhepunkt geplant.
Für die fotografische Dokumentation der Meteore raten Fachleute zur Verwendung eines Stativs bei ausgeschaltetem Blitz. Empfohlen werden eine Belichtungszeit von 30 Sekunden sowie ISO-Werte zwischen 200 und 400. Bei der Nutzung von Smartphones könne der Nachtmodus beziehungsweise spezifische Astromodi eingesetzt werden, um die Lichtausbeute zu optimieren.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
