Perplexity Personal Computer: KI-Agent für Windows startet
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 22:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gleich mehrere Tech-Neuheiten überschatten den Juli-Ausklang: Perplexity launcht einen Desktop-KI-Agenten, Microsoft stopft Sicherheitslücken und neue Tools erleichtern die Systemwiederherstellung.
Perplexitys KI-Agent: Vier Schichten für komplexe Aufgaben
Am 28. Juli 2026 hat Perplexity AI seinen „Personal Computer for Windows" vorgestellt – einen KI-Desktop-Agenten, der komplexe Aufgaben über mehr als 20 verschiedene Modelle verteilt. Das Tool ist für Abonnenten der Max- und Enterprise-Max-Tarife verfügbar, die monatlich ab 200 Euro kosten.
Die Architektur des Agenten ist bemerkenswert: Sie besteht aus vier Schichten – einer lokalen Anwendung, einer Cloud-Orchestrierung, einer isolierten Sandbox und einem separaten Cloud-Browser. Standardmäßig setzt der Agent auf Claude Opus 4.7 als Hauptmodell. Integriert ist er in Unternehmensplattformen wie Microsoft 365, Salesforce, Snowflake und HubSpot.
Sicherheit stand bei der Entwicklung offenbar im Fokus: Das System protokolliert alle Aktionen, verfügt über einen Notaus-Schalter und verlangt vor heiklen Eingriffen die Zustimmung des Nutzers. Für Unternehmen gilt zudem: Ihre Daten werden standardmäßig nicht zum Training verwendet.
Windows-11-Updates beheben lästige Fehler
Microsoft hat gleich zwei optionale Vorschau-Updates für Windows 11 veröffentlicht – am 28. und 29. Juli 2026. Sie adressieren diverse Systemprobleme und bringen neue Funktionen.
Das Update KB5101684 richtet sich an die Builds 24H2 und 25H2. Es behebt unter anderem Startmenü-Probleme und verbessert die Suchfunktion mit einer höheren Toleranz gegenüber Tippfehlern. Der Datei-Explorer wurde ebenfalls überarbeitet: Dateigrößen werden nun präziser angezeigt, und neue Tabs lassen sich per Mausklick auf die mittlere Maustaste öffnen.
Windows 11 macht Probleme? Diese 5 Fehler können Sie ab sofort selbst beheben. Kein IT-Techniker nötig – ein kostenloser Report zeigt, wie es geht. Erste Hilfe für Windows 11 kostenlos herunterladen
Besonders relevant für Unternehmen: Microsoft Intune stuft Geräte nicht mehr fälschlich als nicht konform ein. Auch Fehler beim Distributed File System (DFS) und bei den SMB-Anmeldedaten der Dateiversionsverlauf wurden behoben.
Ein separates Vorschau-Update, KB5101681 für Build 26H1, führt eine datumsbasierte Update-Pause ein. Nutzer können Updates damit bis zu 35 Tage zurückstellen. Weitere Neuerungen: eine Bildschirm-Überlagerung für Farbtönungen, präzise Steuerungsmöglichkeiten für die Bildschirmlupe und mehrere Bluetooth-Korrekturen – unter anderem für AirPods und LE-Audio-Geräte.
Open-Source-Tool erleichtert die Systemwiederherstellung
Am 29. Juli 2026 rückte das Open-Source-Tool Endstate in den Fokus. Es stellt nach einer sauberen Windows-Neuinstallation Einstellungen und Anwendungen wieder her. Das Tool unterstützt 357 Programme, darunter VS Code und OBS Studio, und nutzt dafür WinGet und Chocolatey.
Der Entwickler betont: Endstate arbeitet offline und stellt optionale Einstellungen pro App wieder her. Geplant sind unter anderem eine Codesignierung und mögliche Unterstützung für Linux und macOS.
Festplatte kaputt oder Windows streikt? So retten Sie Ihren PC mit einem Boot?Stick. Dieser kostenlose Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie den Windows?11?USB?Stick für Notfälle erstellen und richtig einsetzen. Anleitung zum Windows 11 Boot-Stick gratis sichern
Für Unternehmen hat Cyclotron am selben Tag seine Plattform Beam Vault vorgestellt. Sie bietet Backups und Point-in-Time-Wiederherstellung speziell für Identitätsplattformen wie Okta und Microsoft Entra ID. Die Premium-Version erfasst Änderungen etwa alle 15 Minuten und ermöglicht die Wiederherstellung einzelner Objekte innerhalb von Minuten – vollständige Mandanten sind innerhalb von Stunden wiederhergestellt.
Sicherheitswarnung: Angreifer nutzen Microsoft Teams
Sicherheitsforscher von Zscaler ThreatLabz haben eine anhaltende Bedrohung identifiziert, die seit Anfang 2026 aktiv ist. Angreifer führen über Microsoft Teams sogenannte Vishing-Angriffe (Voice Phishing) durch und geben sich als IT-Support aus. Ihr Ziel: Nutzer dazu zu bringen, per Quick Assist Fernzugriff zu gewähren, um die Hintertür GoGRPC zu installieren.
Experten empfehlen, den Quick-Assist-Endpunkt zu blockieren oder die Anwendung ganz zu entfernen.
Neue OneDrive-Fotos-App mit biometrischen Daten
Ende Juli 2026 ist außerdem eine neue OneDrive-Fotos-App für Windows 11 erschienen. Sie enthält eine Funktion zur Gesichtserkennung, die biometrische Daten sammelt. Die Gesichtserkennung ist zwar optional, doch das System speichert die Scans, bis die Funktion deaktiviert wird. Nach der Deaktivierung werden die Daten innerhalb von 30 Tagen gelöscht.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
