Peregrine, Millionen

Peregrine sichert 250 Millionen für WM-2026-Plattform

22.06.2026 - 17:43:09 | boerse-global.de

Peregrine sichert sich 250 Millionen Dollar für KI-Sicherheit bei der WM 2026. Weltweit setzen Behörden auf intelligente Überwachung und Analyse.

KI-Sicherheit: Peregrine erhält 250 Mio. Dollar für WM-Einsatz
Peregrine - A futuristic control room with large screens displaying data, maps, and security feeds, symbolizing AI's role in public safety. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Sicherheitsbranche erlebt einen beispiellosen Wandel – künstliche Intelligenz übernimmt immer häufiger Aufgaben, die bislang dem Menschen vorbehalten waren. Weltweit investieren Regierungen und Unternehmen in intelligente Systeme für den Schutz der Öffentlichkeit.

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250 Millionen Dollar für die WM-Sicherheit

Das US-Unternehmen Peregrine hat am heutigen Montag eine Finanzierungsrunde in Höhe von 250 Millionen US-Dollar (rund 230 Millionen Euro) abgeschlossen. Das Geld fließt in die Sicherheitsplattform des Unternehmens, die unter anderem bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zum Einsatz kommen soll. Gegründet wurde Peregrine von Nick Noone und Ben Rudolph, die sich während ihrer gemeinsamen Zeit im Turnprogramm der Stanford University kennenlernten. Noone bringt zudem Erfahrung aus seiner Zeit beim Datenanalyse-Unternehmen Palantir mit.

Die Kapitalspritze zeigt: Die Nachfrage nach hochentwickelten Analyse-Tools für die Sicherheit internationaler Großereignisse steigt rasant. Echtzeit-Datenverarbeitung ist für die Erkennung von Gefahren und das Management von Menschenmassen inzwischen unverzichtbar.

Europas Behörden setzen auf KI-Assistenten

In Großbritannien haben die Polizeibehörden von Thames Valley, Hampshire und der Isle of Wight einen KI-Assistenten namens Bobbi im Einsatz. Das System bearbeitet mittlerweile zwischen 70 und 75 Prozent aller Anrufe der nicht dringenden Rufnummer 101 eigenständig – das entspricht rund 162.000 Interaktionen. Die durchschnittliche Wartezeit für Anrufer sank von 26 Minuten auf 1,5 bis 2,5 Minuten. Als Nächstes planen die Behörden den Einsatz interner KI-Agenten, die Polizeimitarbeiter bei Verwaltungsaufgaben entlasten sollen.

NRW setzt auf Video-Überwachung per KI

In Deutschland macht sich Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer für den Einsatz von Echtzeit-KI-Videoüberwachung im Schienennetz stark. Hintergrund: Rund 7.000 Angriffe auf Zugbegleiter gab es 2025. Insgesamt registrierte die Polizei 20.150 sicherheitsrelevante Vorfälle – ein Anstieg um 1.350 im Vergleich zum Vorjahr. Ein Pilotprojekt mit KI-gestützter Videoüberwachung läuft bereits bei DSW21 in Dortmund. Krischer betonte, dass mehr als die Hälfte der Angriffe während Fahrkartenkontrollen stattfinden. Er spricht sich daher gegen eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens aus.

Ein weiteres europäisches Projekt: Das PRISM-Projekt, an dem die Universität Cambridge und lokale Behörden beteiligt sind, entwickelt ein KI-Tool zur Vorhersage von Sicherheitsrisiken im sozialen Wohnungsbau. Das System nutzt Satellitenbilder, Wohnungsdaten und Indikatoren wie Brennstoffarmut, um Gefahren zu identifyizieren. Menschliche Prüfer überprüfen die Ergebnisse anschließend.

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Asien setzt auf Grenzschutz und Verkehrssicherheit

Thailand hat die Big-Data-Plattform SHIELD und das KI-gestützte IBOC-System zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität wie Menschenhandel und Callcenter-Betrug eingeführt. Die thailändische Regierung erklärte die Insel Koh Samet zum Pilotstandort für eine „Smart Safety Zone". Dort überwacht KI in Echtzeit stark frequentierte Touristenbereiche.

In Indien hat das Innenministerium am 19. Juni die App Abhigyan vorgestellt. Polizisten können damit unterwegs Fingerabdrücke scannen und mit der nationalen Verbrecherdatenbank abgleichen. Die Central Industrial Security Force (CISF) schlug zudem die Einrichtung eines Datenfusionszentrums in Delhi vor. Dieses soll Gesichtserkennung mit 150.000 Kameras an wichtigen Flughäfen vernetzen, um die Passagierüberprüfung zu beschleunigen und die Luftsicherheit zu erhöhen.

Weitere Entwicklungen in der Region:

  • Malaysia: Ein KI-gestützter Sicherheitsroboter mit 360-Grad-Sicht und Gesichtserkennung startete am 19. Juni einen öffentlichen Test am Busbahnhof Terminal Bersepadu Selatan in Kuala Lumpur. Das Gerät im Wert von umgerechnet rund 30.000 Euro soll menschliches Sicherheitspersonal ergänzen.
  • Südkorea: Das Startup Mobilintec entwickelt ein KI-System, das Verkehrsunfälle vorhersagen und darauf reagieren kann. Im Rahmen eines staatlichen „AI City"-Projekts läuft ein Pilotversuch in der Stadt Yangju – voraussichtlich bis Ende 2026.
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