Perceval Plus: Langzeitdaten zeigen 99,7 Prozent ohne Klappendegeneration
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Langzeitdaten spielen in der Behandlung von Herzklappenerkrankungen eine entscheidende Rolle für die Bewertung chirurgischer Verfahren. Auf dem Fachkongress der European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) in Barcelona wurden neue Ergebnisse aus einer MANTRA-Subanalyse zur nahtlosen Aortenherzklappe Perceval Plus vorgestellt.
Die vom Medizintechnikunternehmen Corcym präsentierte Auswertung liefert klinische Einblicke über einen Nachbeobachtungszeitraum von bis zu sieben Jahren.
Robuste Ergebnisse über bis zu sieben Jahre
Die Untersuchung basiert auf einem Kollektiv von 708 Patientinnen und Patienten, die an insgesamt 45 spezialisierten Zentren behandelt wurden. Das primäre Augenmerk der Nachbeobachtung galt der strukturellen Haltbarkeit der Prothese sowie der Notwendigkeit von Folgeeingriffen im mittleren bis längeren Verlauf.
Den vorgelegten Daten zufolge lag die Freiheit von einer strukturellen Klappendegeneration im Zeitraum von drei bis sieben Jahren bei 99,7 %. Parallel dazu wies die Analyse eine Rate der Freiheit von Reoperationen an der Aortenklappe von 96,6 % zwischen vier und sieben Jahren aus. Diese Kennzahlen unterstreichen eine stabile Funktion der biologischen Klappe über den mehrjährigen Beobachtungszeitraum hinweg.
Klinische Sicherheit und funktionelle Verbesserungen
Neben der strukturellen Beständigkeit erfasste die Analyse zentrale Sicherheitsendpunkte und den postoperativen Verlauf der Behandelten. Die Rate permanenter Schrittmacherimplantationen betrug nach 30 Tagen 3,7 %.
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Hinsichtlich der funktionellen Herzleistung zeigte sich eine deutliche Besserung der Beschwerden, gemessen an der NYHA-Klassifikation. Nach 30 Tagen befanden sich 96,3 % der Patienten in den Stadien NYHA I bis II, was einem Anstieg beziehungsweise einer Verbesserung von 32 % gegenüber dem Ausgangswert vor dem Eingriff entspricht. Dieses Niveau blieb auch langfristig stabil: Nach drei Jahren lagen weiterhin über 95 % der Patienten in den Klassen NYHA I oder II.
Signifikanter Anstieg der gemessenen Lebensqualität
Die Subanalyse dokumentiert zudem Verbesserungen des allgemeinen Gesundheitszustands und der Lebensqualität anhand standardisierter Fragebögen. Bei der Erhebung mittels KCCQ-12 verzeichneten die Patienten nach 30 Tagen eine Verbesserung um 19 % im Vergleich zum Ausgangswert vor der Operation. Nach einem Jahr stieg dieser Wert auf ein Plus von 31 %.
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Ein ähnlicher Trend zeigte sich bei der visuellen Analogskala des EQ-5D-5L (EQ-5D-5L-VAS). Hier betrug die gemessene Verbesserung gegenüber dem Ausgangswert nach 30 Tagen 11 %, während nach Ablauf eines Jahres ein Zuwachs um 18 % dokumentiert wurde. Die mittelfristigen Ergebnisse liefern Chirurgen und kardiologischen Fachabteilungen damit eine fundierte Datenbasis für die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen der Aortenklappe.

