Pensionsversicherung: Phishing-Mails täuschen Auszahlung von 723 Euro vor
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 01:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Informationsplattform Watchlist Internet warnt vor einer aktuellen Phishing-Welle, die gezielt Versicherte ins Visier nimmt. Cyberkriminelle versenden betrügerische Nachrichten im Namen der österreichischen Pensionsversicherung und stellen den Empfängern eine angebliche Auszahlung in Aussicht.
Wie Berichte vom 9. Oktober 2026 verdeutlichen, täuschen die Täter dabei eine genehmigte Pensionsleistung beziehungsweise Sonderzahlung für das Jahr 2025 in Höhe von 723 Euro vor. Auch im Zusammenhang mit der Pensionsversicherungsanstalt machten Medienberichte auf die betrügerischen Schreiben aufmerksam.
Manipulierte Links zielen auf Bankdaten ab
Das Vorgehen der Angreifer folgt einem typischen Phishing-Muster: In den elektronischen Anschreiben fordern die Absender dazu auf, einem Link zu folgen, um eine Bankauswahl vorzunehmen.
Über diesen Verweis gelangen die Empfänger auf eine betrügerische Webseite, auf der vertrauliche Bankdaten eingegeben werden sollen. Der Zweck dieser Seite besteht darin, die sensiblen Finanzdaten der Nutzer direkt abzugreifen und für kriminelle Zwecke zu missbrauchen.
Nach Erkenntnissen von Watchlist Internet trat im Rahmen der aktuellen Kampagne unter anderem die Adresse support14114@nexcesss.com als Absender auf. Verbraucher sollten bei derartigen Absenderangaben skeptisch sein, da sie keinerlei Verbindung zu den offiziellen Stellen des österreichischen Sozialversicherungssystems aufweisen.
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Behörden fragen keine Daten per Link ab
Watchlist Internet stellt klar, dass offizielle Stellen ein solches Vorgehen grundsätzlich ausschließen. Behörden und Versicherungen verlangen vertrauliche Informationen prinzipiell nicht auf dem Weg von E-Mails oder Kurznachrichten. Insbesondere fordert die Pensionsversicherung Versicherte nicht per E-Mail oder SMS dazu auf, Bankdaten über bereitgestellte Links einzugeben.
Empfänger verdächtiger Nachrichten sollten den enthaltenen Verweisen unter keinen Umständen folgen und keinesfalls persönliche Daten eingeben. Die Plattform rät dazu, die entsprechenden E-Mails umgehend zu löschen. Bestehen im Einzelfall Zweifel an der Echtheit eines Schreibens, sollten Versicherte ausschließlich die bekannten, offiziellen Kontaktwege der Versicherung nutzen, um Rücksprache zu halten.
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Dringende Schritte für Betroffene
Sollten Empfänger der gefälschten E-Mail bereits gefolgt sein und sensible Informationen auf der manipulierten Seite eingetragen haben, ist schnelles Handeln erforderlich. Watchlist Internet empfiehlt Betroffenen in diesem Fall, unverzüglich das eigene Bankinstitut zu kontaktieren.
Konten und Zahlungskarten sollten unmittelbar gesperrt werden, um unberechtigte Abbuchungen zu verhindern. Zudem ist es dringend ratsam, die Passwörter für das Online-Banking sowie für potenziell kompromittierte Zugänge umgehend zu ändern.

