PCSX2, Direct3D

PCSX2 2.8.0: Direct3D 12 wird Standard, Draw Calls halbiert

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 19:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PCSX2 2.8.0 verbessert die PS2-Emulation, nutzt Direct3D 12 als Standard und verlangt für optimale Ergebnisse modernere Hardware.

PCSX2 2.8.0: Mehr Leistung, Direct3D 12 und neue Funktionen
Ein moderner Gaming-PC auf einem minimalistischen Schreibtisch in einem dezent beleuchteten Raum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der beliebte PlayStation-2-Emulator PCSX2 ist auf Version 2.8.0 aktualisiert worden. Das Update bringt verbesserte Leistung und genaueres Rendering mit sich, stellt zugleich aber höhere Anforderungen an die Systemhardware der Nutzer.

Direct3D 12 wird zum Standard

Mit der neuen Version 2.8 wechselt PCSX2 den Standard-Grafikbackend: Direct3D 12 läuft nun sowohl auf NVIDIA- als auch auf AMD-Grafikkarten als Voreinstellung, während Direct3D 11 fortan als Legacy-Option eingestuft wird.

Entsprechend hat das Entwicklerteam die Hardware-Empfehlungen angepasst. Für die Stufe „Heavy“ wird nun ein Core i5-12400 oder ein Ryzen 5 5600 in Kombination mit einer RTX 4060, einer RX 6600 XT oder einer Arc B580 empfohlen.

Deutliche Verbesserungen bei einzelnen Spielen

Die Neuerungen zeigen sich besonders bei der Emulation einzelner Titel. In Need for Speed: Underground 2 sinkt die Zahl der Draw Calls von 5.624 auf 2.828, bei Need for Speed: Carbon von 4.956 auf 2.976. Noch deutlicher fällt die Reduzierung bei Manhunt 2 aus: Dort sinken die Texturkopien von 425 auf lediglich 8. Time Crisis 3 profitiert laut den Entwicklern von einer Leistungsverbesserung von etwa 30 Prozent. Bei Gran Turismo 4 lässt sich in einigen Fällen sogar die vierfache Bildrate erreichen.

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Darüber hinaus wurden zahlreiche visuelle Fehler in bekannten PS2-Titeln wie Ratchet & Clank, God of War, Final Fantasy X und Persona 4 behoben. Auch grundlegende Rendering-Probleme bei Tiefe, Alpha-Test und Farbmischung wurden korrigiert. Insgesamt sollen dutzende Probleme der GS-Emulation gelöst worden sein.

Neues Interface und zusätzliche Funktionen

Neben den technischen Verbesserungen an der Emulationsgenauigkeit erhält PCSX2 auch optische und funktionale Neuerungen. Ein neuer Installer im dunklen Design wurde eingeführt, zudem ist FFmpeg nun integriert und unterstützt Hardware-Encoding über NVENC, QSV und AMF sowie die Codecs H.264, H.265 und AV1.

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Im Interface selbst gibt es Anpassungen bei den OSD-Einstellungen, einen Cover-Downloader im Big-Picture-Modus sowie eine Integration von RetroAchievements, mit der Nutzer nun auch beim Spielen alter PS2-Titel über den Emulator Errungenschaften freischalten können.

Mit der Umstellung auf Direct3D 12 als Standard sowie den zahlreichen spielspezifischen Optimierungen richtet sich Version 2.8.0 vor allem an Nutzer mit aktuellerer Hardware. Wer noch mit älteren Systemen arbeitet, kann weiterhin auf Direct3D 11 zurückgreifen, muss dabei jedoch mit dem Legacy-Status dieser Option rechnen.

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