PCIe, Phison

PCIe 6.0: Phison erreicht 28 GB/ s für Rechenzentren

08.06.2026 - 05:27:44 | boerse-global.de

Phison und TeamGroup zeigen PCIe-6.0-SSDs mit Rekordgeschwindigkeiten, während TeamGroup eine externe SSD mit Fernlöschung per SMS vorstellt.

Computex 2026: SSDs mit 28 GB/s und Selbstzerstörung per SMS
PCIe - Close-up of a futuristic data center server rack with glowing blue lights and intricate circuitry, symbolizing advanced SSD technology. 08.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Computex in Taipeh zeigt in diesem Jahr eine bemerkenswerte Entwicklung: Während die einen Hersteller mit PCIe 6.0 Geschwindigkeiten von bis zu 28 GB/s erreichen, setzen andere auf radikale Sicherheitslösungen – inklusive Selbstzerstörung per Handy.

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Phison und TeamGroup: Tempo-Rekorde für Rechenzentren

Phison präsentierte auf der Messe seinen neuen X3-Controller (PS5303), der speziell für Unternehmen und KI-Anwendungen entwickelt wurde. Die Technik erreicht sequenzielle Übertragungsraten von 28 GB/s und beeindruckende 6,8 Millionen IOPS bei wahlfreiem Zugriff. Dabei bleibt der Stromverbrauch mit rund 7 Watt erstaunlich niedrig – ein entscheidender Faktor für den Einsatz in Rechenzentren.

Die ersten Muster für Unternehmen sollen im Dezember 2026 ausgeliefert werden, die Massenproduktion ist für Mitte 2027 geplant. Branchenexperten rechnen jedoch nicht vor 2030 mit PCIe-6.0-Technik für Heimanwender. TeamGroup bestätigte auf der Messe ebenfalls die 28-GB/s-Leistungsklasse für künftige Data-Center-Anwendungen.

SSD mit Selbstzerstörung: SMS genügt

Für Aufsehen sorgte TeamGroup mit der T-Create Expert P35SG. Das externe Laufwerk verbirgt ein 4G-LTE-Modul, das eine Fernlöschung per SMS von jedem Ort der Welt ermöglicht. Der Zerstörungsprozess läuft zweistufig ab: Zuerst werden alle Daten logisch gelöscht, anschließend zerstört eine interne Hochspannungsschaltung die Hardware physisch. Das macht eine Wiederherstellung praktisch unmöglich.

Während des Vorgangs erhält der Nutzer Echtzeit-Statusmeldungen. Wer keine Funkverbindung benötigt, kann zur manuellen Variante P35S greifen – sie verfügt über einen physischen Knopf zur sofortigen Datenvernichtung und wurde auf der Computex mit einem Best Choice Award ausgezeichnet.

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KI und Massenspeicher: ADATA und Netac legen vor

ADATA stellte mit dem TRUSTA AI Scaler eine Lösung vor, die KI-Implementierungskosten um mehr als 50 Prozent senken soll. Der TD7P51 ECO, eine PCIe-Gen5-SSD für Unternehmen, bietet Kapazitäten bis zu 15,36 TB und erreicht Geschwindigkeiten von 14.800 MB/s.

Netac erweiterte sein Enterprise-Portfolio um die Modelle ENSP401 und ENSP403. Diese U.3-PCIe-4.0-SSDs fassen bis zu 30,72 TB und lesen mit 7.000 MB/s. Für unterwegs bringt Netac das ZX20 V – ein kompaktes 23-Gramm-Laufwerk mit USB 3.2 Gen 2x2 und 2.000 MB/s.

NAS mit KI: Asustor setzt auf Ryzen

Asustor präsentierte den Flashstor 6 Gen 3 (FS806X1), ein reines Flash-NAS mit Ryzen-5-Pro-R8640U-Prozessor. Sechs M.2-NVMe-Steckplätze und 10-GbE-Anschluss machen ihn zur schnellen Datenzentrale. Die neue Claw-AI-Plattform erlaubt zudem lokale KI-Datenverarbeitung direkt auf dem NAS.

QLC-Technik und Gaming-Speicher

Kioxia kündigte die EG7-Serie für PC-Hersteller an. Die SSDs nutzen BiCS-Flash-Gen-8-QLC-Technologie, kommen ohne DRAM aus und setzen auf Host Memory Buffer. Mit bis zu 2 TB Kapazität und 7.000 MB/s Lesegeschwindigkeit zielen sie auf das Massengeschäft.

Biwin zeigte die M560 PCIe 5.0 SSD mit 11 GB/s sowie ROG-zertifizierte DDR5-Riegel unter der DW100-RGB-Serie mit 6.000 MT/s. ADATA konterte mit der XPG NOVAKEY RGB DDR5, die 8.000 MT/s erreicht – eine Auszeichnung von der CES 2026 hatte sie bereits im Gepäck.

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