PC-Selbstbau, DDR4-RAM

PC-Selbstbau teurer: DDR4-RAM um 50% gestiegen

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 03:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Steigende Preise für Arbeitsspeicher und SSDs machen Fertig-PCs zur günstigeren Alternative zum Eigenbau.

Fertig-PCs günstiger: RAM- und SSD-Preise treiben Kosten
Nahaufnahme der Innenkomponenten eines leistungsstarken Gaming-PCs mit GPU, CPU, Kabeln und Kühlung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der teure Irrtum beim PC-Selbstbau

Viele Bastler machen einen entscheidenden Fehler: Sie investieren zu viel Geld in die CPU. Dabei gilt fürs Spielen in hohen Auflösungen eine einfache Regel: Die Grafikkarte ist der wichtigste Baustein. Wer hunderte Euro in einen Ryzen X3D-Prozessor steckt, aber an der GPU spart, verschenkt Leistung.

Die aktuellen Marktdaten untermauern diese Entwicklung. RAM und SSDs haben im ersten Halbjahr 2026 Rekordpreise erreicht. DDR4-Arbeitsspeicher verteuerte sich im dritten Quartal um über 50 Prozent. Die Folge: Fertig konfigurierte Systeme werden zunehmend attraktiver.

Ein Beispiel zeigt das Ausmaß: Ein vorkonfigurierter Rechner mit GeForce RTX 5080 und Ryzen 7 9800X3D kostet rund 2.500 Euro. Wer die Einzelteile selbst kauft, zahlt über 3.000 Euro.

Das Zusammenspiel von CPU und GPU verstehen

Ein Blick auf die Auslastung verrät, ob der Rechner optimal läuft. Arbeitet die Grafikkarte im Spiel unter 100 Prozent, bremst die CPU das System aus. In solchen Fällen helfen auch niedrigere Grafikeinstellungen oder Techniken wie DLSS nicht weiter – der Prozessor ist am Limit.

Beeindruckende Zahlen lieferte kürzlich der Benchmark zum Add-on „DOOM: The Dark Ages Revelations". Mit einer RTX 5090 und Ryzen 7 9800X3D erreichte das Spiel 310 Bilder pro Sekunde in 4K und 376 Bilder pro Sekunde in 1440p – bei aktiviertem Path Tracing und DLSS Multi Frame Generation.

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Neue Prozessoren für Einsteiger und Profis

Doch nicht nur die Oberklasse bewegt sich. Anfang Juli tauchte ein neuer Fertig-PC von Qehi für 799 Euro im Handel auf. Herzstück: der AMD Ryzen 7 4700LE, ein Zen-2-Prozessor auf Renoir-Basis, den AMD am 25. März 2026 offiziell ins Portfolio aufnahm. Der Achtkerner mit 16 Threads kommt ohne integrierte Grafik aus und wird mit einer RTX 3050 kombiniert – eine solide Basis für Einsteiger in 1080p.

Auch bei mobilen Chips tut sich was. Am 9. Juli 2026 stellte AMD elf neue Hawk-Point-APUs der Ryzen-200- und 100-Serie vor. Sie kombinieren Zen-4- und Zen-4c-Architektur mit RDNA-3-Grafik.

Im KI-Sektor setzt AMD auf optimierte Systemarchitektur. Auf dem RAISE Summit in Paris erklärte CTO Mark Papermaster, dass sogenannte „agentic AI" etwa viermal mehr CPU-Rechenleistung für die Aufgabensteuerung benötigt als frühere Generationen. Diese strategische Ausrichtung folgt auf die 4,9 Milliarden Dollar schwere Übernahme von ZT Systems. Mit einem Börsenwert von knapp einer Billion Dollar richtet AMD den Blick auf den 22. und 23. Juli – dann findet das hauseigene „Advancing AI"-Event statt.

Drei aktuelle Angebote im Vergleich

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Mehrere Deals Anfang Juli zeigen den Preisvorteil von Fertig-PCs:

  • Andromeda Insights: Ein System mit AMD Radeon RX 9070 XT und Ryzen 5 9600X kostet bei Walmart 1.499 Euro – 25 Prozent Rabatt. Ein vergleichbarer Eigenbau läge zwischen 1.600 und 1.800 Euro.
  • Thermaltake LGCS: Mit RTX 5070 und Intel Core i5-14400F für 1.400 Euro. Da die Grafikkarte allein 600 Euro kostet, bleiben für den Rest rund 800 Euro.
  • Basis-Konfiguration: Wer dennoch selbst bauen möchte, greift aktuell zu Ryzen 5 7600X (177 Euro) und RTX 5060 (330 Euro). Die Gesamtkosten treiben jedoch die hohen Preise für RAM und SSD in die Höhe.

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