NVIDIA, Microsoft

PC 2.0: NVIDIA und Microsoft definieren neue Hardware-Ära

07.06.2026 - 02:40:19 | boerse-global.de

Auf der Computex 2026 präsentieren HP, NVIDIA und ASUS leistungsstarke KI-Desktop-Systeme. Die neue PC-2.0-Kategorie soll lokale KI-Verarbeitung ermöglichen.

KI-Workstations: HP, NVIDIA & ASUS prägen neue PC-Ära
NVIDIA - A futuristic desktop PC with glowing internal components and holographic data streams, symbolizing high-performance AI processing. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die großen Hardwarehersteller läuten eine neue Ära ein: Leistungsstarke Desktop-Computer und KI-Workstations sollen künstliche Intelligenz direkt vor Ort verarbeiten. Auf der Computex 2026 in Taipeh präsentierten HP, ASUS und NVIDIA diese Woche ihre neuesten Entwicklungen.

HP setzt auf Rekord-Leistung für KI-Entwicklung

HP zeigte auf der Computex am 1. Juni 2026 mit der ZGX Fury GB300 eine professionelle Workstation, die für großangelegte KI-Entwicklung konzipiert ist. Das Herzstück: der NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip mit bis zu 784 GB einheitlichem Speicher.

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Die technischen Daten sind beeindruckend: Bis zu 20 Petaflops FP4-Leistung ermöglichen den Betrieb von KI-Modellen mit bis zu einer Billion Parametern. Der Preis für diese Rechenpower ist allerdings happig – zwischen 100.000 und 200.000 Euro soll das System kosten, wenn es später im Jahr 2026 auf den Markt kommt.

Für den breiteren professionellen Einsatz bringt HP den OmniDesk Mini Desktop PC auf den Markt. Mit Intel Core Ultra Prozessoren und Unterstützung für bis zu vier 4K-Displays richtet er sich an anspruchsvolle Büroanwender. Erscheinungstermin: August 2026.

NVIDIA und Microsoft definieren den „PC 2.0“

Gemeinsam haben NVIDIA und Microsoft eine neue Hardware-Kategorie ausgerufen: PC 2.0. Im Zentrum steht der NVIDIA RTX Spark SoC (System on a Chip), der einen Blackwell-GPU mit 6.144 CUDA-Kernen und eine 20-Kern-Grace-CPU kombiniert.

Die Architektur unterstützt bis zu 128 GB einheitlichen Speicher – genug, um 120-Milliarden-Parameter-Sprachmodelle lokal auszuführen. Das ermöglicht KI-Agenten wie OpenClaw und Hermes direkt in der Windows-Umgebung. ASUS, Dell, HP, Lenovo und MSI wollen ab Herbst 2026 entsprechende Systeme auf den Markt bringen.

ASUS zeigte auf der Computex einen ProArt Mini PC mit dem RTX Spark-Chip. Das Gerät misst gerade einmal 15 mal 15 Zentimeter und soll dennoch für 12K-Videobearbeitung und High-End-Gaming taugen.

Der Monitor als Komplett-PC

Ein ungewöhnliches Konzept präsentierte der Hersteller Loop: Der LP-3201 ist ein 32-Zoll-WQHD-Gaming-Monitor mit integriertem GPU-Slot. Das Gerät fungiert als nahezu kompletter Desktop – mit Micro-ATX-Mainboard, Intel Core Ultra 7 265K und 800-Watt-Netzteil. Zunächst soll das Barebone-System nur in China erhältlich sein.

Für Enthusiasten hat InWin sein 12. Generation AEON Signature Gehäuse vorgestellt. Der Full-Tower aus Edelstahl, Aluminium und gehärtetem Glas bietet Platz für E-ATX-Mainboards und Grafikkarten bis zu 360 mm Länge.

Konsumenten-Markt: Preise purzeln

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Während die High-End-KI-Systeme die Schlagzeilen dominieren, tut sich auch im Consumer-Bereich etwas. Lenovo senkte am 5. Juni den Preis seines IdeaCentre All-in-One auf umgerechnet rund 550 Euro. Das Gerät bietet ein 23,8-Zoll-FHD-Display und 16 GB RAM. Auch Spezialanbieter wie Skytech locken mit Rabatten auf High-End-Rigs wie das King 95 mit Ryzen 7 9800X3D und RX 7900 XTX.

Ausblick: AMDs Zen 6 „Medusa“ in Sicht

Branchenleaks vom 5. Juni 2026 deuten auf AMDs nächste Prozessor-Generation hin. Die Zen 6 „Medusa“-Architektur soll im 2nm-Verfahren gefertigt werden und Taktraten von über 6,5 GHz erreichen. Die Flaggschiff-Modelle könnten 288 MB 3D-V-Cache bieten. Ein Marktstart wird für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet.

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