PayU Fraud Liability Protect: KI senkt Betrugsquote um 83%
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen des Global Fintech Fest 2026 hat der Zahlungsdienstleister PayU India eine neue Lösung für den internationalen Zahlungsverkehr vorgestellt. Der Dienst mit dem Namen Fraud Liability Protect (FLP) soll indische Händler dabei unterstützen, die Komplexität und die Risiken bei grenzüberschreitenden Kartenzahlungen zu reduzieren.
Wie das Unternehmen im Rahmen der Branchenveranstaltung bekannt gab, kombiniert das System automatisierte Risikobewertungen mit einem finanziellen Haftungsschutz.
Technologische Integration von KI und Machine Learning
Die Funktionsweise von Fraud Liability Protect stützt sich maßgeblich auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML). Diese Technologien werden genutzt, um jede einzelne Transaktion in Echtzeit einer detaillierten Risikoprüfung zu unterziehen. Ein wesentlicher Bestandteil des Dienstes ist zudem eine dynamische Authentifizierung, die sich flexibel an das jeweilige Risikoprofil einer Zahlung anpasst.
Ein zentrales Versprechen von PayU India liegt in der Übernahme der Haftung bei sogenannten Chargebacks. Rückbuchungen im internationalen Geschäft stellen für viele Online-Händler eine erhebliche finanzielle Belastung und ein administratives Risiko dar.
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Durch die Kombination aus technologischer Prävention und einer integrierten Absicherung gegen Zahlungsausfälle zielt der Dienst darauf ab, die finanzielle Sicherheit für Händler bei Verkäufen an internationale Kunden zu erhöhen.
Performance-Steigerung im internationalen Transaktionsgeschäft
Neben der Risikominimierung stehen Effizienzsteigerungen im Fokus der neuen Lösung. Laut Angaben des Chief Product Officers von PayU India, Manas Mishra, führt der Einsatz von FLP zu einer signifikanten Verbesserung der Transaktionsergebnisse. Demnach könne bei internationalen Kartenzahlungen eine um ca. 4-5% höhere Erfolgsquote erzielt werden.
Dieser Zuwachs ist insbesondere deshalb relevant, weil grenzüberschreitende Zahlungen aufgrund unterschiedlicher Sicherheitssysteme und regulatorischer Anforderungen oft häufiger scheitern als inländische Transaktionen. Die optimierte Risikoprüfung soll dazu beitragen, berechtigte Zahlungen seltener fälschlicherweise abzulehnen, während betrügerische Versuche präziser erkannt werden.
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Branchenspezifische Erfolge und erste Marktanwendungen
Besonders deutliche Effekte der neuen Technologie zeigen sich in spezifischen Segmenten des Online-Handels. In der Reisebranche, die traditionell ein hohes Volumen an grenzüberschreitenden Buchungen aufweist, lieferte das System bereits konkrete Kennzahlen.
Laut vorliegenden Daten ergab sich bei Online-Reiseanbietern durch den Einsatz von FLP eine um 14% höhere Erfolgsquote bei den Zahlungen. Gleichzeitig konnte die sogenannte Fraud-to-Sales-Ratio, also das Verhältnis von Betrugsfällen zum Gesamtumsatz, um 83% gesenkt werden.
Die Markteinführung wird bereits durch prominente Kundenanwendungen begleitet. So nutzt beispielsweise das indische Technologieunternehmen Zomato, das vor allem für seine Lieferdienste bekannt ist, den neuen Dienst von PayU.
Das Angebot richtet sich generell an indische Händler, die ihre Produkte oder Dienstleistungen auf globalen Märkten anbieten und dabei auf stabile sowie sichere Bezahlprozesse angewiesen sind. Mit der Vorstellung auf dem Global Fintech Fest unterstreicht PayU das Ziel, technologische Hürden im globalen Zahlungsverkehr weiter abzubauen.
