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PayPay Card: SMS-TAN weicht App-Verifizierung ab Juli

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 19:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de

PayPay Card stellt ab Juli 2026 auf App-Verifizierung um, um Phishing-Risiken zu senken und den Bezahlvorgang zu beschleunigen.

PayPay Card: App-basierte Authentifizierung ersetzt SMS-TAN
Smartphone mit einer sicheren Bezahl-App und Fingerabdruck-Symbol, unscharfe Kreditkarte im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Zahlungsdienstleister ersetzt SMS-TAN durch sicherere Verifizierung direkt in der App.

Der japanische Zahlungsdienstleister PayPay Card führt ab Juli 2026 schrittweise ein neues Authentifizierungssystem für Online-Transaktionen ein. Statt bisheriger Einmalpasswörter per SMS setzt das Unternehmen künftig auf eine Verifizierung direkt über die PayPay-App. Die Umstellung betrifft sowohl die Standard- als auch die Gold-Kreditkarte des Anbieters.

Mehr Sicherheit durch App-basierte 3D-Secure-Verfahren

Das neue System optimiert den sogenannten 3D-Secure-Prozess – ein Sicherheitsstandard, der bei Online-Zahlungen eine zusätzliche Identitätsprüfung vorschreibt. Statt mühsamer Code-Eingabe aus Textnachrichten erfolgt die Bestätigung künftig direkt in der App. PayPay verspricht sich davon einen wirksameren Schutz vor Phishing-Angriffen und gleichzeitig einen flüssigeren Bezahlvorgang für die Kunden.

Die aktuelle Betrugsrate des Unternehmens liegt bereits heute deutlich unter dem Branchendurchschnitt – genauer gesagt bei weniger als einem Viertel des Marktdurchschnitts. Mit der Umstellung will PayPay diese Risiken weiter minimieren, während der Online-Handel weltweit wächst.

Internationaler Trend zu mehr Sicherheit

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Die Abkehr von SMS-basierten Verfahren ist kein Einzelfall. Auch auf den Philippinen stellt die RCBC Bank ab dem 17. Juli 2026 auf mehrschichtige Sicherheitskonzepte um. Dazu gehören biometrische Verfahren wie Face ID und Fingerabdruckscans sowie Push-Benachrichtigungen in der App und eine Gerätebindung, die unbefugten Zugriff verhindert.

Auch internationale Zahlungsnetzwerke rüsten auf. Mitte Juli führte Visa für die Region Zentral- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika (CEMEA) neue KI-gestützte und tokenisierte Sicherheitslösungen ein. Der Anteil tokenisierter Transaktionen soll dort 2026 auf 70 Prozent steigen – ein gewaltiger Sprung von nur 26 Prozent im Jahr 2023.

Infrastruktur-Probleme als Weckruf

Der Drang nach sichereren Systemen kommt nicht von ungefähr. Der japanische bargeldlose Zahlungsverkehr erlebte zuletzt eine Reihe schwerer Störungen. Am 16. Juli 2026 fielen zwischen 8 und 12 Uhr die Kreditkartentransaktionen in ganz Japan aus – verursacht durch einen Fehler im Netzwerk einer internationalen Marke. Große Einzelhändler, Convenience-Stores und mobile Transitkarten waren betroffen.

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Am selben Tag legte ab etwa 17 Uhr auch PayPay selbst eine Zwangspause ein. Die App und die offizielle Webseite waren stundenlang nicht erreichbar. Grund war ein globaler Ausfall des AWS CloudFront VPC Origins-Dienstes. Zwar stand für einige Nutzer ein Offline-Zahlungsmodus bereit, die vollständige Wiederherstellung dauerte jedoch bis etwa 20:15 Uhr.

Die Vorfälle zeigen, wie wichtig sowohl Cybersicherheit als auch stabile Infrastrukturen sind – zumal die bargeldlose Bezahlquote in Japan zuletzt auf 58 Prozent gestiegen ist.

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